An jedem Wochenende teilt die Fußball-Bundesliga ihre Vereine in Sieger und Verlierer. So auch nach dem 14. Spieltag. Ein klarer Verlierer ist der VfB Stuttgart und sein (ehemaliger) Trainer Armin Veh.
Am Freitag gestand Veh in einer Pressekonferenz ein, nach der überraschenden Meisterschaft 2007 die falschen personellen Weichen gestellt zu haben und so den Niedergang der Mannschaft ins Mittelmaß gemeinsam mit Sportdirektor Horst Heldt verantworten zu müssen. Am Samstag holte sich seine Mannschaft dann mit einer ganz schwachen Vorstellung eine 1:4-Pleite in Wolfsburg ab und seit Sonntag ist Veh als einsamer Verlierer arbeitslos. Sein Sportdirektor bleibt im Amt. Und seine Spieler sowieso. Die tragen ein gehöriges Maß Verantwortung mit. Die schwachen Leistungen der Nationalspieler Mario Gomez und Thomas Hitzlsperger (siehe Deutschland – England letzten Mittwoch) seien dafür nur stellvertretend erwähnt.
Ein Sieger, auf den sonst kaum einer schaut, war Arminia Bielefeld. Ein Team, das halt so mitspielt in der Bundesliga – schon seit Jahrzehnten. Nie besonders erfolgreich, nur um Existenzsicherung bemüht, oft ab- und wieder aufgestiegen. Diese Bielefelder schlugen am Wochenende den Tabellenführer Bayer Leverkusen durchaus verdient 2:1. Großen Anteil daran hatte Stürmer Artur Wichniarek, ein polnischer Nationalspieler, der auch schon in Berlin sein Glück versucht hatte, dies aber so richtig nur in Bielefeld findet. Wichniarek hat in dieser Saison bereits 9 Tore erzielt, 14 hat Bielefeld insgesamt. König Artur wird er deshalb gerufen. Doch es geht für die Arminia auch in dieser Saison nur um den Klassenerhalt, aktuell sind sie Vierzehnter. Leverkusen dagegen spielt um die Meisterschaft, auch wenn sie nach dem 14. Spieltag als Verlierer erstmal wieder nur Tabellenzweiter sind.
Dass Bayern München sich Gewinner nennen darf hat sie Franck Ribéry zu verdanken. Der Franzose dribbelte und wirbelte und passte und schoss den Rekordmeister zum 4:1-Erfolg über Energie Cottbus. Es muss die Frage erlaubt sein, wo die Bayern ohne Ribéry stünden? Schwer zu beantworten. Sicher nicht in Reichweite von Tabellenführer 1899 Hoffenheim und seinem Topstürmer Vedad Ibisevic, mittlerweile sechzehn mal erfolgreich.
Am nächsten Wochenende trifft Leverkusen auf die Bayern, Hoffenheim empfängt Bielefeld. Zeit für neue Gewinner und Verlierer.
Die Ergebnisse des 14. Spieltags im Überblick:
Karlsruher SC - Borussia Dortmund 0:1
Bayern München - Energie Cottbus 4:1
FC Schalke 04 - Borussia Mönchengladbach 3:1
VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart 4:1
Eintracht Frankfurt - Hannover 96 4:0
VfL Bochum - Hertha BSC Berlin 2:3
Arminia Bielefeld - Bayer Leverkusen 2:1
1. FC Köln - 1899 Hoffenheim 1:3
Hamburger SV - Werder Bremen 2:1
Tabelle
1 1899 Hoffenheim 31 P
2 Bayer Leverkusen 28 P
3 Bayern München 28 P
4 Hertha BSC Berlin 27 P
5 Hamburger SV 26 P
6 Borussia Dortmund 24 P
7 FC Schalke 04 23 P
8 VfL Wolfsburg 22 P
9 Werder Bremen 20 P
10 1. FC Köln 19 P
11 VfB Stuttgart 18 P
12 Eintracht Frankfurt 16 P
13 Hannover 96 13 P
14 Arminia Bielefeld 12 P
15 Borussia Mönchengladbach 11 P
16 VfL Bochum 10 P
17 Karlsruher SC 10 P
18 Energie Cottbus 9 P
