Spannend bis zum Schluss

Der 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga hat die Spannung vor den letzten beiden Spieltagen und den Entscheidungen in Meisterschaft und Abstiegskampf nur noch erhöht.

An der Spitze gewannen alle vier Meisterkandidaten Wolfsburg, München, Berlin und Stuttgart. Der HSV als Fünfter verschaffte sich einen kleinen Vorsprung vor Europapokalkonkurrent Dortmund. Am Tabellenende verloren fünf von sechs Abstiegskandidaten, doch nur für den Karlsruher SC ist wohl jede Hoffnung verloren.

Der VfL Wolfsburg bekam nach der Niederlage in Stuttgart und dem Gezänk um Trainer Felix Magath wieder seine Nerven in den Griff und besiegte Dortmund mit 3:0. Da Bayern München mit dem gleichen Ergebnis Leverkusen schlug, bleibt es bei dem 2-Tore-Vorsprung für Wolfsburg. Einen Punkt hinter den beiden liegt Berlin, das in Köln 2:1 gewann. Wiederum einen Punkt zurück folgt Stuttgart, das auf Schalke mit 2:1 die Meisterchancen wahrte.

Am Tabellenende verloren Karlruhe (gegen Hannover 2:3), Bielefeld (gegen Hoffenheim 0:2) und Bochum (gegen Hamburg 1:3). Mönchengladbach war der Profiteur, denn der 1:0-Sieg in Cottbus, beim direkten Konkurrenten, könnte der ersehnte Befreiungsschlag gewesen sein, den die Mannschaft von Hans Meyer gebraucht hat, um die Klasse zu halten. In Bielefeld hingegen sollte man sich über einen Abstieg nicht wundern, denn nur vier Siege (die wenigsten der Liga) in dieser Saison sind einfach viel zu mager, um als bundesligareif zu gelten. Dennoch ist Bielefeld auf dem Relegationsplatz. Schlechter sind Cottbus und Karlsruhe.

Im Fall des KSC trifft die alte Weisheit zu, dass das zweite Bundesligajahr für einen Aufsteiger das schwierigere ist. In der letzten Saison phasenweise furios, am Ende sicher auf Platz 11 die Klasse gehalten, kaufte die Konkurrenz wichtige Stammspieler weg. Adäquater Ersatz wurde nicht gefunden. Am Ende steht aller Voraussicht nach der Abstieg. Hier kann sich Mönchengladbach schon mal anschauen, was ihnen in der kommenden Saison blüht, wenn aufstrebende Talente wie Baumjohann und Marin die Borussia in Richtung zahlungskräftiger Widersacher verlassen haben.

Dass Karlsruhe, Cottbus, Bielefeld und Bochum verloren haben, dürfte ein Lächeln auf die Gesichter der Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt zaubern. Und dies nach einem 0:5 gegen Werder Bremen. Denn durch die Niederlagen der Konkurrenz wird Frankfurt wohl nicht absteigen – trotz des fatalen Einbruchs im Heimspiel. Sechs Punkte Vorsprung bei noch zwei ausstehenden Spielen werden reichen. Dennoch muss man sich fragen, was in einer Mannschaft los ist, die sich nach passabler erster Halbzeit durch einen Platzverweis so aus dem Konzept bringen lässt, dass sie in zwölf Minuten vier Tore kassiert. Es soll ja Mannschaften geben, die nach einem Platzverweis zu Hochform auflaufen und mit einer Jetzt-erst-recht-Mentalität ein Spiel gewinnen. Die Eintracht gehört nicht dazu. Das wird die Stimmung gegen Trainer Friedhelm Funkel weiter anheizen.

Wie ist Ihre Einschätzung der Bundesliga? Wer wird Meister? Wer steigt ab? Wirft Friedhelm Funkel hin? Teilen Sie uns Ihre Meinung zu diesem Beitrag doch in einem Kommentar mit.

Die Ergebnisse des 32. Spieltags im Überblick:

Bayern München  -  Bayer Leverkusen 3:0
Karlsruher SC  -  Hannover 96 2:3
1. FC Köln  -  Hertha BSC Berlin 1:2
VfL Wolfsburg  -  Borussia Dortmund 3:0
Eintracht Frankfurt  -  Werder Bremen 0:5
FC Schalke 04  -  VfB Stuttgart 1:2
Hamburger SV  -  VfL Bochum 3:1
Energie Cottbus  -  Borussia Mönchengladbach 0:1
Arminia Bielefeld  -  1899 Hoffenheim 0:2

Tabelle

1 VfL Wolfsburg      63 P
2 Bayern München    63 P
3 Hertha BSC Berlin     62 P
4 VfB Stuttgart      61 P
5 Hamburger SV      58 P
6 Borussia Dortmund     55 P
7 1899 Hoffenheim  51 P
8 FC Schalke 04     49 P
9 Bayer Leverkusen      46 P
10 Werder Bremen     45 P
11 Hannover 96      39 P
12 1. FC Köln    35 P
13 Eintracht Frankfurt     33 P
14 Borussia Mönchengladbach  30 P
15 VfL Bochum     28 P
16 Arminia Bielefeld     27 P
17 Energie Cottbus     27 P
18 Karlsruher SC     23 P

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