Berlin fällt ans Tabellenende

Viele europäische Hauptstädte haben tolle Fußballklubs die häufig Titel holen oder zumindest auf europäischer Ebene beachtenswert sind. Spanien hat zum Beispiel Real Madrid. Oder England Chelsea London. Auch Italien und der AS Rom zählen zu dieser Kategorie. Und in Deutschland? Da hat Berlin Hertha BSC.

Wie schön war doch die vergangene Saison. Da glänzten die Berliner mit effektivem Fußball und guten Ergebnissen. Lange sah es danach aus, als sollten die Herthaner das erste Mal seit 1931 wieder die Meisterschaft erringen können. Am Ende wurde zwar nichts daraus, doch immerhin landete der Verein im europäischen Wettbewerb. Investieren wollte man, damit es weiter aufwärts ginge. Doch in der Wechselperiode machte das Team von Lucien Favre eigentlich nur durch Abgänge von sich reden.

Der langjährige Manager Dieter Hoeneß nahm ein Jahr vor Vertragsende seinen Abschied. Das erfolgreiche Sturmduo Voronin Pantelic verließ den Verein. Voronin war nur ausgeliehen und ging zum FC Liverpool zurück. Pantelic wählte lieber die Arbeitslosigkeit als in Berlin zu bleiben und unterschrieb erst kurz vor Transferschluss bei Ajax Amsterdam. Verteidiger Josip Simunic verzichtete auf die Europa League mit Hertha BSC und ging lieber nach Hoffenheim in die, zugegeben gut zahlende, Provinz.

Etwas stimmt also nicht in Berlin. Anspruch und Wirklichkeit klafften hier schon immer besonders weit auseinander. Deutsche Fußballballhauptstadt wollte man sein – passend zur politischen Bedeutung. Jetzt ist man aktuell Tabellenletzter. Lucien Favre vertritt einen kaum begeisternden Spielstil. Außerdem kommen Stars wie einst Pantelic oder aktuell Kapitän Arne Friedrich nicht mit ihm klar. Und die Kassen sind auch nicht so gut gefüllt wie bei der Konkurrenz, zum Beispiel der aus München. Wenn dann auch die von Favre zu verantwortenden Neuverpflichtungen nicht greifen, wird es eng. Wichniarek, Ramos, Janker, Bengtsson, Pejcinovic – Mitläufer ohne Ausnahme.

Alles Gründe für den derzeitigen Niedergang. Und dennoch darf sich eine Mannschaft nicht so blutleer präsentieren, wie Hertha am vergangenen sechsten Spieltag im Heimspiel gegen den Aufsteiger SC Freiburg. Es sei denn, sie spielt gegen den Trainer.

Wie ist Ihre Meinung zum aktuellen Bundesligageschehen und zu Hertha BSC Berlin? Teilen Sie uns Ihre Sicht mit. Im Kommentar zu unserem Blog unter http://blog.magazine-deutschland.de/

Die Ergebnisse des 6. Spieltags im Überblick:

Hertha BSC   -  SC Freiburg  0:4 

FC Schalke 04   -  VfL Wolfsburg  1:2

Bayern München   -  1. FC Nürnberg  2:1

VfB Stuttgart   -  1. FC Köln  0:2

Hannover 96   -  Borussia Dortmund  1:1 

VfL Bochum   -  1. FSV Mainz 05  2:3

Borussia Mönchengladbach   -  1899 Hoffenheim  2:4

Eintracht Frankfurt   -  Hamburger SV  1:1

Bayer Leverkusen   -  Werder Bremen  0:0 

Tabelle

1   Hamburger SV    14 P

2   Bayer Leverkusen    14 P

3   Bayern München     11 P

4   1899 Hoffenheim    11 P

5   1. FSV Mainz 05   11 P

6   Eintracht Frankfurt     10 P

6   FC Schalke 04     10 P

8   Werder Bremen    9 P

9   VfL Wolfsburg 9 P

10   Borussia Mönchengladbach    7 P

11   SC Freiburg   7 P

12   Hannover 96     6 P

13   Borussia Dortmund   6 P

14   1. FC Nürnberg 5 P

15   VfB Stuttgart     5 P 

16   1. FC Köln    4 P

17   VfL Bochum    4 P

18   Hertha BSC   3 P

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2 Gedanken zu “Berlin fällt ans Tabellenende

  1. Hertha macht das genau richtig. Nicht mehr Geld ausgeben als man hat. Selbstdarsteller wie Pantelic raus. Und den kleinen Hoeneß raus, der Hertha dazu benutzte wollte, zu sein wie sein Bruder.

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