Leverkusen bleibt dank Kießling an der Spitze

Von Mark Theisen

“Das Beste was der Trainer machen kann, ist, alle Spieler auszuwechseln“ sagte Horst Heldt. Das war das Halbzeit-Statement des Stuttgarter Managers. 45 Minuten gegen Leverkusen waren für Heldt genug. Da stand es 0:2 gegen sein Team in der BayArena. Die zweite Hälfte, mit weiteren zwei Gegentoren, dürfte Heldts Stimmung noch verschlechtert haben.

Leverkusen dagegen feierte nach Spielschluss den überzeugenden 4:0-Sieg und den Mann des Spiels Stefan Kießling. Der unterstrich seine Ambitionen auf einen Platz im Deutschen Nationalteam für die Weltmeisterschaft 2010 durch drei Tore, wodurch er sein Torekonto auf insgesamt zwölf erhöhte. Kießling ist damit der derzeit treffsicherste deutsche Stürmer.

Leverkusen bleibt an der Spitze der Tabelle, drei Punkte vor Verfolger Werder Bremen. Bayer spielt bislang einen beeindruckenden Fußball, mit Mut und Entschlossenheit wird schnelles Passspiel zellebriert. Zur Überraschung von Experten und Konkurrenten schafft es Leverkusen, auch den langfristigen Ausfall von Leistungsträgern zu kompensieren. Der Kader bietet Trainer Jupp Heynckes Alternativen. „Ich freue mich, dass sich einige Spieler heute außergewöhnlich gut präsentiert haben, zum Beispiel Toni Kroos und Stefan Kießling“, sagte Heynckes nach dem Spiel.

Die anderen Mannschaften an der Bundesligaspitze spielten für Leverkusen. Bremen kam nur zu einem 2:2 gegen Wolfsburg. Schalke verlor auswärts 0:1 in Mönchengladbach. Hamburg vergab in Mainz eine Führung und musste sich mit einem 1:1 zufrieden geben, womit der HSV seit sechs Spielen nicht mehr gewonnen hat.

Weiterer Profiteur der Patzer Bremens, Schalkes und Hamburgs war Bayern München. Der lockere 3:0-Sieg in Hannover hob die Bayern auf Rang 4 der Tabelle. Dieser Sieg und das 1:0 in der Champions League gegen Maccabi Haifa haben die Schlagzeilen rund um die Mannschaft etwas in den Hintergrund gedrängt, für die Philipp Lahm und Luca Toni in den letzten Tagen mit kritischen Interviews gegenüber Trainer Louis van Gaal gesorgt hatten. Dabei scheint der italienische Nationalstürmer seinen Abschied zur Winterpause forcieren zu wollen. Das Interesse von AS Rom an Toni wird kolportiert, der unbedingt seine Chancen auf die WM-Teilnahme erhalten möchte.

Am Ende der Tabelle dümpelt Hertha BSC Berlin. Mit nur einem Sieg und zwei Unentschieden taumelt der Hauptstadtclub Richtung 2. Liga. Auch der Wechsel des Trainers, Friedhelm Funkel steht nun in der Verantwortung, hat bislang keinen Erfolg gebracht. Gegen Funkels Ex-Verein Eintracht Frankfurt setzte es eine beschämende 1:3-Schlappe.

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Die Ergebnisse des 14. Spieltags im Überblick:

Bochum – Köln 0:0
Hertha Berlin – Frankfurt 1:3
Hoffenheim – Dortmund 1:2
Bremen – Wolfsburg 2:2
Mainz – Hamburg 1:1
Nürnberg – Freiburg 0:1
Gladbach – Schalke 1:0
Leverkusen – Stuttgart 4:0
Hannover – Bayern München 0:3

Tabelle

1. Leverkusen 30 P

2. Bremen 27 P

3. Schalke 25 P

4. Bayern München 24 P

5. Hamburg 24 P

6. Hoffenheim 23 P

7. Mainz 23 P

8. Wolfsburg 22 P

9. Dortmund 21 P

10. Frankfurt 19 P

11. Mönchengladbach 18 P

12. Hannover 16 P

13. Freiburg 16 P

14. Köln 13 P

15. Nürnberg 12 P

16. Bochum 12 P

17. Stuttgart 11 P

18. Berlin 5 P

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Ein Gedanke zu “Leverkusen bleibt dank Kießling an der Spitze

  1. Bin mal gespannt, ob Leverkusen das halten kann, oder in der Rückrunde abfällt. BREMEN WIRD MEISTER!!!

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