Keine Veränderung an der Spitze der Fußball-Bundesliga nach dem 20. Spieltag. Das Dreigestirn Bayer Leverkusen, Bayern München und Schalke 04 gewann am Wochenende sicher seine Heimspiele.
Schalke 04 siegte verdient gegen Hoffenheim 2:0. Kevin Kuranyi traf erneut. Seine Rückkehr in die Nationalelf wird von immer mehr Bundesligaexperten gefordert – Bundestrainer Joachim Löw wird dieser Forderung aber wohl nicht nachkommen.
Bayern München hatte keine Probleme mit dem FSV Mainz 05. Arjen Robben war der überragende Spieler der Partie. Er traf selbst zum 3:0-Endstand. Das 1:0 hatte er vorbereitet.
An der Tabellenspitze thront aber unerschütterlich Bayer Leverkusen. Der Aufsteiger SC Freiburg war nur eine halbe Stunde lang ebenbürtig. Dann entschied Leverkusen innerhalb von vier Minuten das Spiel und wurde auch vom späten 1:3-Ehrentreffer der Breisgauer nicht mehr aus dem Konzept gebracht.
Die Stärke von Bayer Leverkusen kann in dieser Saison an mehreren Namen festgemacht werden. Natürlich an Trainer Jupp Heynckes, der dem Team großes Selbstvertrauen gegeben hat. Natürlich an Mittelfelddribbler Toni Kroos, der sich als Shootingstar der Saison gerade in den WM-Kader spielt. Natürlich an Stefan Kießling, der mit 13 Toren die Torschützenliste anführt. Doch Leverkusens anhaltendes Hoch hat noch einen ganz anderen Namen: Sami Hyypiä.
Der 36-jährige Finne wechselte im Spätherbst seiner Karriere aus England nach Leverkusen. Der FC Liverpool verzichtete auf seine weiteren Dienste, obwohl Hyypiä dort Kultstatus genoss und seine internationale Klasse in zehn Jahren Premier League-Stahlbad nachgewiesen hatte. Mittlerweile, denke ich, ist man in Liverpool schlauer. Denn während man dort nun verbissen um Rang vier kämpft und ungekannte defensive Schwächen offenbart, hektisch Notnachkäufe wie Sotirios Kyrgiakos tätigte und den Traum von der Meisterschaft ein weiteres Mal früh abschreiben musste, führt Hyypiä nun Leverkusen zielstrebig Richtung Titelgewinn.
Hyypiä ruht sich in Leverkusen nicht aus. Er lässt dort nicht locker die Karriere ausklingen, sondern geht mit konstant guten Leistungen als Teamleader voran. In den letzten beiden Spielen schoss er sogar jeweils ein Tor. Das Kicker-Sportmagazin wählte ihn zu Recht in der Winterpause zum besten Innenverteidiger der Bundesliga. Sollte Leverkusen tatsächlich den Titel holen – Sami Hyypiä hätte einen entscheidenden Anteil daran.
Von Stefan Reichart
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Die Ergebnisse des 20. Spieltags im Überblick:
Hamburger SV - VfL Wolfsburg 1:1
Borussia Mönchengladbach - Werder Bremen 4:3
Eintracht Frankfurt - 1. FC Köln 1:2
Hertha BSC Berlin - VfL Bochum 0:0
Bayern München - 1. FSV Mainz 05 3:0
Hannover 96 - 1. FC Nürnberg 1:3
FC Schalke 04 - 1899 Hoffenheim 2:0
VfB Stuttgart - Borussia Dortmund 4:1
Bayer Leverkusen - SC Freiburg 3:1
Tabelle
1 Bayer Leverkusen 44 P
2 Bayern München 42 P
3 FC Schalke 04 41 P
4 Borussia Dortmund 36 P
5 Hamburger SV 35 P
6 Werder Bremen 28 P
7 Eintracht Frankfurt 28 P
8 1. FSV Mainz 05 27 P
9 1899 Hoffenheim 25 P
10 VfB Stuttgart 25 P
11 VfL Wolfsburg 25 P
12 Borussia Mönchengladbach 25 P
13 1. FC Köln 24 P
14 VfL Bochum 21 P
15 SC Freiburg 18 P
16 Hannover 96 17 P
17 1. FC Nürnberg 16 P
18 Hertha BSC Berlin 11 P
