Ob Hoffenheim oder St. Pauli, Fußball ist Geschäft

Die Bundesliga ist zurück. Nach einer kurzen Winterpause beginnt die Jagd auf Borussia Dortmund. Werden die Westfalen ihren Punktevorsprung ins Ziel retten können? Oder überrascht Mainz und wird Deutscher Meister? Kann Leverkusen triumphieren oder holen gar noch die derzeit abgeschlagenen Münchener die Meisterschale? Muss Mönchengladbach in die 2. Liga absteigen? Kann Bruno Labbadia die strauchelten Stuttgarter noch retten? All diese Fragen werden in 17 spannenden Spieltagen der Rückrunde entschieden. Am 14. Mai wissen wir es.

In der Winterpause war einiges los. Am buntesten ging es in Hoffenheim zu. Als ob die Kraichgauer ihr Geldsack-Image bestätigen wollten, füllten sie die Schlagzeilen. Mäzen Dietmar Hopp verkaufte einfach mal, ohne die sportliche Leitung zu fragen, Mittelfeldspieler Gustavo zu Bayern München. Das missfiel natürlich Trainer Ralf Rangnick. Der hatte mit Hopps Milliarden Hoffenheim von einem Dorfverein zu einem Bundesligisten gewandelt. Jetzt ging er ehrverletzt mit der Erkenntnis, dass der Mäzen eben auch die Rendite im Blick hat. Rangnicks Nachfolge trat der bisherige Co-Trainer Marco Pezzaiuoli an. TSG-Stürmer Demba Ba nahm die Demission Rangnicks zum Anlass gegen den Verein zu meutern und verweigerte das Trainingslager. Er „identifizierte“ sich nicht mehr mit der TSG und erpresste einen Wechsel zum englischen Verein Stoke City. Ob’s an einer besseren Bezahlung lag? Jedenfalls will Stoke Demba Ba plötzlich nicht mehr. Offizieller Grund: Nicht bestandener Medizincheck. Inoffizieller Geld? Jetzt sitzt Ba zwischen allen Stühlen.
Mit negativer Bilanz endete für Hoffenheim auch die Rückrundeneröffnung auf dem Platz. Einen Punktgewinn in Bremen fast sicher, schoss Bremens Torsten Frings in letzter Minute den Siegtreffer für Werder.

Die Aufholjagd Richtung Tabellenspitze wollten Bayern München und Schalke 04 antreten. Schon am ersten Rückrundenspieltag wurden sie gestoppt. Schalke verlor gegen den HSV zuhause 0:1. Bayern gelang nur ein 1:1 in Wolfsburg, obwohl die Wolfsburger in der Winterpause ihren besten Stürmer Edin Dzeko zu Manchester City verkauft haben. Die Aufholjagd gestaltete sich auch deshalb schwierig, weil Spitzenreiter Dortmund sich keine Blöße gab. 3:1-Auswärtssieg beim Dritten Bayer Leverkusen. Dazu Mainz 05 in Stuttgart gestrauchelt. Neuer Zweiter ist Hannover durch ein 3:0 in Frankfurt. Ergibt nun 12 Punkte Vorsprung für die Borussia.

Der FC St. Pauli spielt gegen den Abstieg. Das 2:2 gegen Freiburg war dürftig. Jetzt kämpft der Verein aber auch noch gegen einen Teil der eigenen Fans. Die wollen ihren „alten FC St. Pauli zurück haben“. Der Fanprotest im Stadion wurde durch ein rotes Fahnenmeer sichtbar. Bis zu 1000 Leute demonstrierten am Samstag nach dem Spiel in einer Demo gegen die Kommerz-Flut im Vereinsumfeld. Ich meine: Sozialromantik in Ehren, aber das ist der heutige Fußball. So schade das ist. Knallhartes Geschäft. Mit Profis, die für Geld spielen. Ohne den nächsten Gehaltsscheck schnüren die, auch bei St. Pauli, nicht einmal ihre Schuhe. Zeit für die Anhänger aufzuwachen oder zum Amateurfußball in die siebte Liga zu pilgern. Denn ohne Geld wird St. Pauli dort enden. Dort, wo Hoffenheim einst herkam.

Die Ergebnisse des 18. Spieltags:

Bayer Leverkusen – Borussia Dortmund 1:3
Werder Bremen – 1899 Hoffenheim 2:1
VfB Stuttgart – 1. FSV Mainz 05 1:0
VfL Wolfsburg – Bayern München 1:1
1. FC Nürnberg – Borussia Mönchengladbach 0:1
FC St. Pauli – SC Freiburg 2:2
FC Schalke 04 – Hamburger SV 0:1
Eintracht Frankfurt – Hannover 96 0:3
1. FC Kaiserslautern – 1. FC Köln 1:1

Tabelle

1 Borussia Dortmund 46 P
2 Hannover 96 34 P
3 1. FSV Mainz 05 33 P
4 Bayer Leverkusen 33 P
5 Bayern München 30 P
6 SC Freiburg 29 P
7 Hamburger SV 27 P
8 Eintracht Frankfurt 26 P
9 1899 Hoffenheim 25 P
10 1. FC Kaiserslautern 22 P
11 FC Schalke 04 22 P
12 1. FC Nürnberg 22 P
13 Werder Bremen 22 P
14 VfL Wolfsburg 20 P
15 FC St. Pauli 18 P
16 1. FC Köln 16 P
17 VfB Stuttgart 15 P
18 Borussia Mönchengladbach 13 P

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Vor, nach und zwischen den Umzügen

Die Arbeit in der Abteilung »Garderobe« in der Staatsoper

von Andrea C. Röber
»Wenn ich auf der Seitenbühne stehe und die Vorstellung großartig aussieht – das ist das Schönste für mich an meiner Arbeit. Ich genieße es, dass ich mich dieser reizvollen Herausforderung fast jeden Tag aufs Neue stellen kann. Denn schließlich ist jede Vorstellung anders und immer live. Nichts kann wiederholt werden,« schwärmt Isabel Koschani. Als eine der Garderobenmeisterinnen der Oper ist sie wie ihre Kolleginnen Susanna König und Barbara Huber vom Ballett  gemeinsam mit ihrem Team von Ankleidern für die Kostüme jeder einzelnen Vorstellung verantwortlich. Eine große Herausforderung, denn jede Vorstellung muss auch bei der Kostüm-Ausstattung das Niveau der Premiere erreichen.

Die Mitarbeiter der Garderobe sorgen dafür, dass für die Vorstellung alle Kostüme passen, perfekt für die jeweilige Besetzung des Abends vorbereitet sind und während der Vorstellung alle »Umzüge«  reibungslos laufen. Die Aufgaben der Garderobenmeister liegen vor allem in der Vorbereitung und in der Koordination. Gleichzeitig sind sie aber auch diejenigen, die bei Notfällen »löschen« müssen. Denn während einer Vorstellung sind alle Kollegen und Kolleginnen, die als Ankleider direkt in den Garderoben und auf der Bühne arbeiten, eingebunden. Fehlt etwas oder muss etwas ersetzt werden, können sie ihre Arbeitsplätze nicht verlassen.

Die Aufgaben der Garderobenmeisterin hängen auch davon ab, ob sie Frühdienst (bis ca. 17.30 Uhr) oder Abenddienst hat. Am spannendsten ist natürlich die Arbeit während der Vorstellung: Hier ist Präzision und korrektes Timing gefragt – egal, was passiert, »The show must go on.« und sollte dabei gut aussehen. Damit hier alles klappt, ist eine optimale Vorbereitung über den Tag jedoch unerlässlich. Unmittelbar vor und während der Vorstellung helfen die Mitarbeiterinnen der Garderobe den Künstlern bei den Umzügen. Sie sorgen dafür, dass sie alle Elemente des Kostüms korrekt tragen und nicht aus Versehen etwas vergessen – oder aber etwa versäumen, Teile ihrer normalen Kleidung auszuziehen bzw. Schmuck abzunehmen. Und sie passen auf, dass »ihre« Künstler rechtzeitig zu ihrem Auftritt fertig sind.

Damensolo2_a Damensolo2_b Die vorbereiteten Garderobenplätze und Kostüme der Rheintöchter in der »Götterdämmerung«. Auch der Bademantel zum Schützen und Wärmen hängt bereit. © Andrea C. Röber

Diese Aufgaben sind besonders kritisch, wenn Künstler zum ersten Mal in einer Produktion mitwirken: Sofern möglich, werden alle wichtigen Abläufe geprobt. Das betrifft jedoch oft nur das Geschehen auf der Bühne. Die Künstler wissen, wann und wo sie in einer Produktion auftreten und was sie auf der Bühne tun müssen. Oft wissen aber nur die Ankleiderinnen, welches Kostüm sie dabei tragen müssen und wie viel Zeit für den Umzug davor und danach bleibt. Manch eine Pause zwischen zwei Auftritten ist lang – da sitzen viele Künstler nicht (nur) im Kostüm herum: »Es passiert immer mal wieder, dass sich die Künstler zwischendurch etwas überwerfen – Bademantel bei längeren Pausen oder Trainingskleidung, um sich warm zu halten oder weil sie das Kostüm schützen wollen. Es wäre eine Katastrophe, wenn jemand plötzlich in seinem Bademantel oder in der Aufwärmhose auf der Bühne steht,« meint Ankleiderin Grit, die sowohl für Ballett- als auch Opernvorstellungen im Abenddienst vor und während der Vorstellung in der Damengarderobe arbeitet: »Da haben wir auch ein Auge drauf.«

Nur wenn genug Zeit ist, ziehen sich Sänger und Tänzer in der Garderobe um. Manche Umzüge finden direkt auf der Seitenbühne in extra aufgebauten Garderobenkabinen statt – oder es wird mithilfe eines Vorhangs ein Provisorium errichtet. Einer der schnellsten Umzüge des aktuellen Repertoires ist in Mozarts »Le Nozze di Figaro«: Nur 45 Sekunden bleiben der Sängerin der Susanna, um ein komplettes Kostüm zu wechseln. Dabei helfen ihr gleich mehrere Ankleiderinnen. Auch der Umzug der Odette im zweiten Akt von »Illusionen – wie Schwanensee« hat es in sich: Weniger als 90 Sekunden bleiben der Tänzerin der Odette, um sich von einer normalen Prinzessin in eine Schwanenprinzessin zu verwandeln – was ihr nur mit der Unterstützung von fünf Ankleiderinnen gelingt.

Kabine Parzival_kostueme
Ruhe vor der Vorstellung: Die Garderobenkabine auf der linken Seitenbühne. Die Kostüme der Damen-Gruppe in »Parzival«. Die Umzüge finden in einem Separée auf der Hinterbühne statt, wo auch die Kostüme bereitgestellt werden. © Andrea C. Röber

Dass sich zu einem Zeitpunkt so viele Mitarbeiterinnen um eine Tänzerin kümmern können, ist nicht immer möglich, denn obwohl in einigen Situationen beispielsweise eine Ankleiderin einer einzelnen Sängerin zugeteilt ist, ist das nicht allgemein übertragbar. Die wichtigsten Partien einer Oper haben eine persönliche Ankleiderin – eine Brünnhilde in Wagners »Götterdämmerung« ebenso wie eine Violetta in Puccinis »La Traviata«. Für eine Gruppe von 17 Chorsängerinnen sind aber in der Regel drei Ankleider vorgesehen. Das reicht natürlich in einigen Situationen nicht aus, dann helfen die Kolleginnen, die gerade weniger zu tun haben aus, weil beispielsweise »ihre« Solistin gerade Pause hat. »Bei jeder Produktion gibt es konzentrierte Krisenherde und danach richtet sich in etwa die Besetzung des Garderobenpersonals: Denn diese gilt es zu bewältigen. Pro Vorstellung finden durchschnittlich etwa drei Umzüge statt – für fast jeden der Beteiligten,« erklärt Grit. Mariana Zanotto, Solistin beim HAMBURG BALLETT, verwandelt sich beispielsweise als Tänzerin in der Gruppe bei »Parzival – Episoden und Echo« zuerst in einen schwarzen Vogel, dann in ein Hoffräulein und dann in einen weißen Vogel. Auch für die Gutrune in »Götterdämmerung« findet ein individuelles »Kostümcoaching« statt: Sie trägt in der Hamburger Produktion erst einen Anzug, dann ein weißes Etuikleid, dann ein bodenlanges Hochzeitskleid, schließlich ein schwarzes Etuikleid und zum Abschluss wieder ihr Brautkleid. Aufgrund der Inszenierung mit einer Drehbühne muss auch hier der letzte Umzug im Höchsttempo absolviert werden…

Beim Ballett ist das System aufgrund der größeren Bewegung und der durchschnittlich höheren Zahl der Künstler, die jeweils ihre Umzüge machen, flexibler. Meist sind es ganze Tänzergruppen, die gleichzeitig das Kostüm wechseln, dafür aber relativ viel Zeit haben. Einige Ankleider wiederum konzentrieren sich auf mehrere Hauptrollen. Die Flexibilität ermöglicht gleichzeitig, dass eben so viele Ankleiderinnen zu einem bestimmten Moment einer einzelnen Odette helfen. Zwischen einigen Umzügen ist für die Ankleiderinnen gelegentlich »Leerlauf«. Doch der nächste Umzug kommt bestimmt – daher wird die Zeit zum Beispiel für die Vorbereitung komplizierter oder besonders schneller Umzüge genutzt, wie den letzten der Gutrune in der »Götterdämmerung«. Grit bereitet alles präzise auf der Hinterbühne vor, damit die Sopranistin, die sich im Sprint nähert, schnell genug aus und wieder in ihr Kleid kommt. Da der weiße Seiden-Traum bis auf den Boden reicht, muss Grit dann gemeinsam mit ihrer Sängerin zurück zur Drehbühne laufen, damit beide – Gutrune und ihr Kleid – wieder sicher auf die Drehbühne zurückkommen.

Nadeln Buegelbrett Immer bereit für den Einsatz: Nadelkissen in der Warteschleife im Damensolo 1 und die Bügelstation im Damensolo 2. © Andrea C. Röber

Alternativ wird die Zeit zum Aufräumen, Waschen, Ausbessern und Bügeln genutzt. Die getragenen Kostüme werden in Schränke zurückgeordnet, sofern sie nicht gereinigt werden müssen. Die kleineren Teile wie die Unterwäsche in präzise bezeichnete Kistchen zum Waschen verstaut. Die Accessoires kommen in beschriftete Tütchen – damit nichts durcheinander gerät. Sonst würden versehentlich Perlen aus der »Götterdämmerung« beim Schmuck aus der »Traviata« eingeordnet, die am nächsten Tag gegeben wird. Im schlimmsten Fall wären sie dann unauffindbar, im günstigsten würde so ein Patzer für vermeidbare Panik sorgen. Es ist wichtig, dass alles zeitnah verstaut wird, denn bei am nächsten Abend arbeitet möglicherweise ein anderes Team in der Garderobe. Alles, was während der Vorstellung abgearbeitet wird, ist schließlich erledigt. Es ist fast immer eine Ankleiderin, die die Garderobe als Letzte verlässt.

PerlenSicher verstaut für die nächste Vorstellung: Die Perlenkette der Gutrune in der »Götterdämmerung«, gesungen von Anna Gabler. © Andrea C. Röber

Damit im Fundus nichts durcheinander kommt, werden kleine Teile in Kisten verstaut, wie hier die Kopfbedeckungen und Accessoires für »Parzival – Episoden und Echo«. Auch kommende Vorstellungen werden während des Abends vorbereitet. Bei einer Vorstellung von »Parzival – Episoden und Echo« folge ich Sandra, Ankleiderin beim HAMBURG BALLETT, bei Ihrer abendlichen Tätigkeit. Ihre Aufgabe ist nicht nur der Dienst bei der laufenden Vorstellung. Eine Ruhephase zwischen zwei großen Umzügen nutzt sie, um ein Kostüm für Catherine Dumont anzupassen. Die Solistin hat ebenfalls eine Pause zwischen zwei Auftritten und so können beide Zeit sparen: Nadeln zum Abstecken, Maßband und Spiegel stehen in den Garderoben bereit. Bevor Catherine das Kostüm für ihren nächsten Auftritt anzieht, schlüpft sie einfach nur das für die nächste Vorstellung von »Parzival«, wenn sie ein Rollendebüt gibt: Herzeloyde, Parzivals Mutter, in einem Kleid mit Schleppe. »Bei einer Schleppe ist die Länge des Kleides für mich ganz entscheidend,« sagt Catherine. »Es darf nicht zu lang sein, denn die Schleppe allein erfordert beim Tanzen sehr viel Aufmerksamkeit. Wenn da noch ein zu langer Rocksaum stört, ist das mehr als hinderlich.« Also wird das Kleid weiter gekürzt – während unten auf der Bühne eine andere Herzeloyde ihre Vorstellung tanzt.

Etwas später treffe ich Barbara Huber, die das »Parzival«-Geschehen auf der Bühne beobachtet. Mir fällt auf, dass eine Tänzerin ihre Leggins anders trägt als die übrigen in der Gruppe: Sie sehen viel kürzer aus. Ich spreche Barbara deswegen an. »Habe ich auch schon gesehen. Das ist falsch,« sagt sie. »Während einer Vorstellung können wir da wenig machen. Idealerweise hätte das vor dem Auftritt auffallen sollen, aber manche Dinge werden erst sichtbar, wenn wir die Tänzer aus der Entfernung und in der Gruppe sehen. Meine Aufgabe ist es nun, die Tänzerin und die verantwortlichen Ankleider darauf aufmerksam zu machen. Damit nicht beim nächsten Mal zwei Tänzerinnen falsch sind, sondern wieder alle die korrekte Länge haben. Wir können Fehler nicht immer verhindern, aber wir können dafür sorgen, dass sie sich nicht wiederholen und vor allem nicht vervielfältigen. Sonst sieht ein Produktion schnell unschön aus.«

Als Garderobenmeisterin für das HAMBURG BALLETT hat Barbara ebenso wie ihre Kolleginnen Susann, Diana und Sandra, die als Ankleiderinnen fest dem Ballett zugeteilt sind, eine weitere Aufgabe: Die Gruppe begleitet die Compagnie regelmäßig auf ihre zahlreichen Gastspiele in alle Welt. Auch hier bleibt es natürlich nicht aus, dass Kolleginnen aus der Oper aushelfen – wie bei den Vorstellungen in Hamburg auch. Einige arbeiten ausschließlich für eine Sparte – wie Isabel Koschani und Barbara Huber. Andere, die Abenddienste übernehmen, machen sowohl Ballett als auch Oper. Dabei konzentrieren sie sich möglichst auf bestimmte Produktionen, denn jede hat ihre Besonderheiten. Zwar werden für jedes Stück inzwischen detaillierte Pläne aufgezeichnet. Sie geben eine Richtung vor, wer wann was wo erledigen muss, also auch wann die Umzüge stattfinden. Dennoch ist praktische Erfahrung mit einer Produktion unerlässlich, denn es gibt für jede Vorstellung immer nur eine Chance, alles richtig zu machen – damit die Ausstattung einer Produktion jeden Abend wieder perfekt ist, egal ob »Parzival – Episoden und Echo«, »Illusionen – wie Schwanensee« oder »Götterdämmerung«.

Mehr zum Thema:

Wie wird man Gewandmeister?

Die Leiterin der Abteilung Kostüm und Maske der Staatsoper, Doris Kirchhof, erzählt im »Hamburger Abendblatt« über den Beruf des Gewandmeisters.

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Tippen ist so einfach – hinterher

Es gibt Spieltage in der Fußball-Bundesliga, die laufen wie nach exakter Voraussage ab. Ohne große Überraschungen. Der 16. Spieltag war einer, auf den hätte ich eigentlich bei einem Buchmacher Ergebnistipps abgeben müssen.

Spitzenreiter Dortmund (Foto: Nuri Sahin) gewann gegen Bremen 2:0 – das darf keine Verwunderung hervorrufen. Der Tabellenzweite Leverkusen siegte beim kriselnden HSV 4:2 – verblüfft muss man da nicht sein. Bayern München behielt gegen Aufsteiger St. Pauli mit 3:0 die Oberhand – das kann vom Rekordmeister verlangt werden. Hoffenheim gegen Nürnberg 1:1, Kaiserslautern gegen Wolfsburg 0:0 und Freiburg schlägt Mönchengladbach 3:0 – zumindest in der Tendenz hätte man auf solche Ergebnisse tippen können. Allenfalls dass Köln gegen Frankfurt mit 1:0 gewann, würde ich als kleine Überraschung werten.

Nicht aber den 2:1-Sieg von Hannover gegen Stuttgart. Nach dem bisherigen Saisonverlauf herrscht nur in Stuttgart darüber Fassungslosigkeit. Hier sieht man, was allein mit mannschaftlicher Geschlossenheit und zueinander passenden Charakteren erreicht werden kann. Hier die befreit aufspielenden Hannoveraner, mit Tabellenplatz 3 belohnt, dort die sich gegenseitig zerfleischenden Stuttgarter, mit einer Vielzahl an Nationalspielern nicht in der Lage dem Abstiegskampf zu entrinnen. Und so ist es dann auch nicht erstaunlich, dass Stuttgart bereits zum zweiten Mal in dieser Saison den Trainer wechselt. Jens Keller muss nach 59 Tagen seine Sachen packen. Es übernimmt Bruno Labbadia – mit der Empfehlung von gescheiterten Engagements in Hamburg und Leverkusen.

Erstaunt hätte ich nach diesem Spieltag höchstens von dem Ergebnis aus Mainz sein dürfen. Schalke gewann auswärts 1:0. Vor der Saison hätte auch das erwartet werden können, immerhin spielte hier der Champions League-Teilnehmer gegen einen Liga-Zwerg. Doch die bislang gezeigten Leistungen der Teams ließen einen Mainzer Sieg logischer erscheinen. Falsch gedacht. Mainz stagniert, Schalke marschiert.

Also, nächste Woche wird getippt. Mit ordentlichem Geldeinsatz und auf alle neun Spiele. Der fette Gewinn wartet förmlich auf mich. Wobei, dann spielen die Herren Profis wahrscheinlich wieder 4:4 oder 6:5. Tippen ist so einfach – hinterher.

Die Ergebnisse des 16. Spieltags:
Hannover 96 – VfB Stuttgart 2:1
Bayern München – FC St. Pauli 3:0
Hamburger SV – Bayer Leverkusen 2:4
1899 Hoffenheim – 1. FC Nürnberg 1:1
1. FC Köln – Eintracht Frankfurt 1:0
1. FC Kaiserslautern – VfL Wolfsburg 0:0
Borussia Dortmund – Werder Bremen 2:0
SC Freiburg – Borussia Mönchengladbach 3:0
1. FSV Mainz 05 – FC Schalke 04 0:1

Tabelle:
1 Borussia Dortmund 43 P
2 Bayer Leverkusen 32 P
3 Hannover 96 31 P
4 1. FSV Mainz 05 30 P
5 SC Freiburg 27 P
6 Bayern München 26 P
7 1899 Hoffenheim 24 P
8 Eintracht Frankfurt 23 P
9 Hamburger SV 21 P
10 FC Schalke 04 19 P
11 1. FC Nürnberg 19 P
12 Werder Bremen 19 P
13 1. FC Kaiserslautern 18 P
14 VfL Wolfsburg 18 P
15 FC St. Pauli 17 P
16 1. FC Köln 15 P
17 VfB Stuttgart 12 P
18 Borussia Mönchengladbach 10 P

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Das Phantom in unseren Köpfen

von Anna Schwan
Kreisrund ist das Fenster im Stockwerk 4S der Pariser Oper, kreisrund und mit einem Durchmesser von über einem Meter. Es ist mit schmiedeeisernen, verzierten Gittern hinterlegt und führt geradewegs auf das Dach der Oper. Hier habe ich den schönsten Blick über Paris. Die Stadt liegt mir zu Füßen, ich sehe die Kuppeln der Paläste, die Kirchtürme und kurz vorm Horizont auch noch den Eifelturm. Unsere Tänzer haben diesen Blick momentan jeden Tag. Denn in 4S liegt der Ballettsaal »Noureev«, in dem sie täglich proben, wenn sie nicht gerade auf der Bühne tanzen.

Toit Blick über Paris aus dem Dachgeschoss der Pariser Oper © Anna Schwan

Ich kann nicht durch die Flure der Pariser Oper gehen, ohne an das berühmte Phantom zu denken. Selbst wenn es den Mann mit dem schwarzen Cape und der weißen Maske nicht gibt, wie viele andere Geister spuken durch diese Gemäuer, die so viel Ballett, so viel Oper gesehen haben, wie kaum ein Theater auf der Welt? Es müssen viele sein, denn die Aura der Oper ist so stark, es fühlt sich ganz anders an, hier durch die Flure zu laufen, als in Hamburg.

Salle

Mein Lieblingsraum ist ein versteckter Festsaal – oder ist es einfach nur ein besonders verzierter Ballettsaal? – direkt hinter der Bühne. Zwei große Kandelaber stehen davor und ein großer grauer Samtvorhang verbirgt diesen magischen Raum. Die Decke ist bestimmt fünf Meter hoch und mit Fresken und goldenem Stuck verziert, genauso wie die spiegelbehangenen Wände. An den Seiten stehen Ballett-Stangen. Der Raum ist nie leer, immer sehe ich hier einige unserer Tänzer, die sich aufwärmen und die Schönheit dieses Ortes genießen.

Aber auch unser Behelfsbüro der Gastspielleitung hat es in sich: Zu viert sitzen wir in einem ca. 12 qm großen Raum, der eigentlich eine Künstlergarderobe ist. Und was für eine: Ein großer wandbreiter Schminkspiegel, Stühle aus rotem Samt und, das beste, eine ebenso rote Samt-Chaiselonge, die vor dem bodentiefen Fenster steht und auf die nächste Diva wartet, die sich hier niederlassen möchte.
Für Divenhaftigkeit bleibt uns jedoch keine Zeit. Denn sechs Vorstellungen von »Parzival – Episoden und Echo« in sechs Tagen müssen geprobt, positioniert und vor allem getanzt werden. Und das in nur zwei Besetzungen. Gerade habe ich gehört, dass das Ballett der Pariser Oper – das statt unserer 57 Tänzer mit sage und schreibe 157 Tänzern aufwarten kann – in der nächsten Woche »Schwanensee« in sechs verschiedenen Besetzungen tanzen wird. Unmöglich für uns.

Umso glücklicher sind wir, dass wir die ersten Vorstellungen gemeistert haben, und dass das Pariser Publikum so begeistert ist, wie wir es uns gewünscht haben. Zum elften Mal sind wir bereits in Paris, John Neumeier ist hier ebenso bekannt wie in Hamburg. Zum Beginn der Tournee ist ein Buch erschienen, dass seine Arbeit für die Pariser Oper dokumentiert:  »John Neumeier. Trente ans de ballets à l’Opéra de Paris«. Elf Mal in Paris. Da kann man schon fast von »Artist in Residence« sprechen, dieser neudeutschen Bezeichnung für Künstler, die regelmäßig eingeladen werden, um ihr Können zu zeigen, aber auch neue Inspirationen zu finden.

Plafond

Und Inspirationen gibt es in Paris mehr als genug. Spätestens beim Blick aus dem kreisrunden Fenster oder im versteckten Ballettsaal hinter der Bühne bei einem heimlichen Rendez-vous mit dem Phantom der Oper.

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Vom Bolzplatz nach Katar

Das beherrschende Thema in der vergangenen Woche war die Kür der WM-Austragungsländer 2018 und 2022. Auf Russland (mit Moskau, St. Petersburg und Lew Jaschin wenigstens auf der Fußballlandkarte vertreten) und Katar (leerer heißer Fleck auf jener Karte) fiel die Wahl. Über die Sinnhaftigkeit dieser Entscheidung wird trefflich gestritten. „KATARstrophe“ ist nur eine von vielen Schmähungen. Dass zwei Länder, die den größten Profit für die Fifa garantieren, das Rennen machten, lässt tief blicken. Für Fifa-Präsident Blatter lief es jedenfalls „wie geschmiert“.


Ein gänzlich anderer Aspekt ist mir allerdings zu diesen zeitlich noch weit entfernten Weltmeisterschaften eingefallen. Ich habe mich gefragt, wer denn dann eigentlich spielen wird? Wer wird 2022 der große deutsche WM-Star?

Wahrscheinlich nicht Michael Ballack. Der ist dann 45 Jahre alt. Obwohl, wenn er bis dahin immer noch ohne internationalen Titel ist… Auch dass Bastian Schweinsteiger 2022 in Katar den WM-Pokal in die Höhe reckt, kann ich mir schlecht vorstellen. Mit 37? Unwahrscheinlich. Denkbarer ist, dass der deutsche WM-Star gerade jetzt im Alter von 10 Jahren irgendwo in Deutschland noch über die Bolzplatzfelder des deutschen Outback dribbelt. Die Chance für viele überehrgeizige, fußballfanatische Väter, die von ihrem Spross als neuem Maradona träumen.

Möglich ist aber auch ein anderes Szenario: Dass der deutsche WM-Star aus dem Kreis eben jener Spieler kommen könnte, die im November-Länderspiel gegen Schweden ihr Debüt im deutschen Nationaltrikot gaben. Die Mainzer Holtby und Schürrle zum Beispiel. Oder die Dortmunder Schmelzer, Hummels, Großkreutz und Götze. Jeder dieser Spieler ist heute nicht älter als 22. Jeder könnte in Moskau oder Doha auf dem Zenit seines Schaffens sein.

Für Holtby, Schürrle und Mainz 05 lief es am 15. Spieltag der Fußball-Bundesliga allerdings nicht WM-reif. Die Mainzer unterlagen im Rhein-Main-Derby gegen Frankfurt mit 1:2. Schürrle schoss zwar ein Tor, doch Holtby wurde erst in den letzten Minuten eingewechselt. Am Ende verlor Mainz durch einen unberechtigten Handelfmeter.

WM-reif sind dagegen die Dortmunder drauf. Der BVB ist bereits Herbstmeister. Nur ein inoffizieller Titel, aber immerhin. In Nürnberg gewannen die Dortmunder 2:0. Nationalelf-Hoffnung Mats Hummels schoss ein Tor. Bei zehn Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten ist die Borussia der absolute Meisterschaftsfavorit.

Kommt die deutsche WM-Hoffnung also aus Mainz oder Dortmund? Zweifel bleiben. Denn deutsche Sturmtalente sind Mangelware. Nur 3 von 19 Toren wurden an diesem Bundesliga-Spieltag von deutschen Stürmern erzielt: Schürrle, Helmes (Leverkusen) und Hanke (Hannover) trafen. Doch, Moment! Da fällt mir ein, habe ich nicht auch einen Sohn, der gerade hinterm Haus Torschüsse übt? Junge, warte, ich komme zu Dir raus! Jetzt wird trainiert! Du wirst der nächste Pelé!

Die Ergebnisse des 15. Spieltags im Überblick:

FC St. Pauli – 1. FC Kaiserslautern 1:0
VfB Stuttgart – 1899 Hoffenheim 1:1
VfL Wolfsburg – Werder Bremen 0:0
Eintracht Frankfurt – 1. FSV Mainz 05 2:1
Borussia Mönchengladbach – Hannover 96 1:2
SC Freiburg – Hamburger SV 1:0
FC Schalke 04 – Bayern München 2:0
Bayer Leverkusen – 1. FC Köln 3:2
1. FC Nürnberg – Borussia Dortmund 0:2

Tabelle:

1 Borussia Dortmund 40 P
2 1. FSV Mainz 05 30 P
3 Bayer Leverkusen 29 P
4 Hannover 96 28 P
5 SC Freiburg 24 P
6 1899 Hoffenheim 23 P
7 Bayern München 23 P
8 Eintracht Frankfurt 23 P
9 Hamburger SV 21 P
10 Werder Bremen 19 P
11 1. FC Nürnberg 18 P
12 1. FC Kaiserslautern 17 P
13 VfL Wolfsburg 17 P
14 FC St. Pauli 17 P
15 FC Schalke 04 16 P
16 VfB Stuttgart 12 P
17 1. FC Köln 12 P
18 Borussia Mönchengladbach 10 P

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Die Top-Adresse des deutschen Fußballs: Kaiserslautern

Wisst Ihr eigentlich, warum Fußball so ein beliebter Sport ist? Warum sich so viele Zuschauer Fußball anschauen? Warum ich zum Fußball gehe? Wegen der Emotionen in diesem Spiel.

Leidenschaft, Kampf, Einsatz, Aufopferung, Hingabe, Begeisterung, Enthusiasmus – alles das kann ein Fußballspiel bieten. Doch liegen Tragik, Leid und Enttäuschung davon nicht weit entfernt. Dass ein Spiel zu einem Erlebnis wird, kann jederzeit passieren. Der richtige Moment, die passenden Umstände und ein Spiel wird für Spieler und Fans unvergesslich. Überall, in jedem Stadion. Allerdings gibt es Vereine, da passiert so etwas häufiger als bei anderen. „Traditionsklubs mit Hexenkesselatmosphäre“ nennt man diese gerne. Der 1. FC Kaiserslautern ist so ein Verein.

Der 1. FC Kaiserslautern hat eine lange Tradition. Spieler wie Fritz und Ottmar Walter prägten den deutschen Fußball. Unvergessen das Kunststück, als Aufsteiger 1998 deutscher Meister zu werden. Legendär in all den Jahren die Stimmung mit den frenetischen Zuschauern im eigenen Stadion: dem Betzenberg. Viele große Gegner sind hier schon gedemütigt worden.

Am 12. Spieltag gab es wieder einen magischen Moment. Das ganz spezielle „Betze-Gefühl“. Der 1. FC Kaiserslautern lag nach 50 Minuten aussichtslos zurück. 0:3 hieß es gegen den VfB Stuttgart. Benachteiligt fühlten sich Mannschaft und Zuschauer vom Schiedsrichter, der vor dem 0:2 ein Foul an einem Lauterer übersehen hatte. Jetzt brüllten die Fans ihr Team nach vorne. Pfiffen den Schiedsrichter gnadenlos aus. Schrien den Gegner an die Wand. Die Treuesten in der Westkurve gaben alles. Und dann passierte es: 1:3, 58. Minute. Alle spürten, das Spiel ist noch nicht verloren. 2:3, 76. Minute, wir schaffen es noch. 3:3, 78. Minute, wir werden noch gewinnen.

So weit kam es nicht mehr. Der VfB Stuttgart war heilfroh, als das Spiel abgepfiffen wurde. Schade, dass ich nicht live dabei, habe das Spiel nur im Fernsehen verfolgt. Magische Momente kündigen sich leider nicht vorher an.

Der 1. FC Kaiserslautern wird lange um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Als Aufsteiger hat es die Mannschaft schwer. Einzelne Erleuchtungen wie gegen den VfB oder am zweiten Spieltag gegen Bayern München (2:0) werden nicht reichen, um die Klasse zu halten. Kontinuität muss her. Doch der 1. FC Kaiserslautern gehört zu den Top-Adressen der 1. Liga – zumindest in Sachen Stimmung.

Die Ergebnisse des 12. Spieltags:
Borussia Dortmund – Hamburger SV 2:0
Werder Bremen – Eintracht Frankfurt 0:0
VfL Wolfsburg – FC Schalke 04 2:2
1. FC Köln – Borussia Mönchengladbach 0:4
1. FC Kaiserslautern – VfB Stuttgart 3:3
FC St. Pauli – Bayer Leverkusen 0:1
1. FSV Mainz 05 – Hannover 96 0:1
1899 Hoffenheim – SC Freiburg 0:1
Bayern München – 1. FC Nürnberg 3:0

Tabelle:
1 Borussia Dortmund 31 P
2 Bayer Leverkusen 24 P
3 1. FSV Mainz 05 24 P
4 SC Freiburg 21 P
5 Eintracht Frankfurt 20 P
6 Bayern München 19 P
7 Hannover 96 19 P
8 1899 Hoffenheim 18 P
9 Hamburger SV 18 P
10 1. FC Nürnberg 18 P
11 Werder Bremen 15 P
12 VfL Wolfsburg 14 P
13 FC St. Pauli 13 P
14 VfB Stuttgart 11 P
15 1. FC Kaiserslautern 11 P
16 FC Schalke 04 10 P
17 Borussia Mönchengladbach 10 P
18 1. FC Köln 8 P

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Hoeneß has a go at FC Bayern, van Gaal and, er, himself

Just what was Bayern president Uli Hoeneß thinking? Or, more to the point, was he thinking at all? It’s certainly hard to believe that Hoeneß, in his time a national squad member and now former general manager of the best club in German football, had his brain in gear at all.

It’s been a week now, and football journalism has been talking about almost nothing except FC Bayern München. It all started on 29th October, when Hoeneß gave Louis van Gaal a verbal drubbing after the side’s victory on that day: he accused the Dutch coach of being “completely impervious to criticism”, of not doing enough to encourage all the members of the squad, and of not having prepared a plan in case important stars got injured.

The example of Mario Gomez, however, is enough to show that this is a far too one-sided way of seeing things. Until recently, his habit of fouling up even the best of goal chances earned him the nickname “Rumpelfuß” (or “clubfoot”); but thanks to van Gaal, he’s now shooting like a sniper, putting five goals in the back of the net in the last four Bundesliga games. Then he did a hat-trick in the Champions’ League against Cluj. So there.

This 4:0 victory over Cluj went almost completely unnoticed due to the feud with Hoeneß, despite the fact that the two have patched things up, as van Gaal complained to a television reporter after the game. The reporter didn’t even have to ask him about it, though, with the thin-skinned van Gaal just bursting to get onto the topic he is supposedly fed up of talking about. Not that the team’s performance on Saturday will do anything to calm the atmosphere, with Bayern’s catch-up race back up to the top of the table getting off to a bad start: last year’s champions couldn’t manage anything better than an embarrassing 3:3 draw with Mönchengladbach, who look like they are on their way out of the top league this season. Like many others, I can’t help asking myself whether the team is working against its own coach – on paper, they shouldn’t have trouble winning, and wins are the only thing that will keep van Gaal in his job.

At all events, van Gaal has not been making himself popular recently, with Hoeneß’ blast only coming after van Gaal had moaned about how many ex-players there are on the Bayern board. “The players always have some sympathetic figure to go crying to,” he continued. Well, after the 3:3 draw and van Gaal’s outburst of rage in the changing rooms afterwards, there’s every reason for the less robust players to shed a few tears. Even the most optimistic Bayern fans will probably be sobbing as the distance between them and Dortmund at the head of the table grows to 12 points. The holders of the record for the most Bundesliga titles are currently trailing behind no-namers like Nürnberg (Who-berg?), Freiburg, Mainz and Eintracht Frankfurt. Frankfurt?! I mean honestly, they used to eat teams like Frankfurter(s) for breakfast! If I supported Bayern, I’d be blubbing like a little baby.

Which still poses the question of what Hoeneß thought he would achieve by adding to the misery? Perhaps he thought things had got a little too quiet, that Bayern were getting used to mediocrity, and that he ought to rouse van Gaal to action. After all, if he’d really wanted to get rid of the Dutch coach, he let the perfect opportunity go by when he renewed his contract recently. Whatever Hoeneß’ game is (and only he knows, if anyone does), he’s not doing Bayern a favour with all this controversy – nor is his tending to his own reputation as a fair player and honourable sportsman, either.

Results Matchday 11:
FC Schalke 04 – FC St. Pauli 3:0
Hamburger SV – 1899 Hoffenheim 2:1
Eintracht Frankfurt – VfL Wolfsburg 3:1
Borussia Mönchengladbach – Bayern München 3:3
SC Freiburg – 1. FSV Mainz 05 1:0
1. FC Nürnberg – 1. FC Köln 3:1
Hannover 96 – Borussia Dortmund 0:4
Bayer Leverkusen – 1. FC Kaiserslautern 3:1
VfB Stuttgart – Werder Bremen 6:0

Table
1 Borussia Dortmund 28 P
2 1. FSV Mainz 05 24 P
3 Bayer Leverkusen 21 P
4 Eintracht Frankfurt 19 P
5 1899 Hoffenheim 18 P
6 Hamburger SV 18 P
6 1. FC Nürnberg 18 P
8 SC Freiburg 18 P
9 Bayern München 16 P
10 Hannover 96 16 P
11 Werder Bremen 14 P
12 VfL Wolfsburg 13 P
13 FC St. Pauli 13 P
14 VfB Stuttgart 10 P
15 1. FC Kaiserslautern 10 P
16 FC Schalke 04 9 P
17 1. FC Köln 8 P
18 Borussia Mönchengladbach 7 P

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