Comics at the Leipzig Book Fair

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At the stand of the "Japanfreaxx"

The first day of the Leipzig Book Fair came to an end with an anticipated award ceremony, honoring authors in three categories with a prize endowed in total with € 45,000. Amongst the nominees was 18 year-old Helene Hegemann with her highly debatted debut novel, that first caused an outcry of astonishment, which later turned to loud groans of dissapproval because parts of it were found to be plagiarised.

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Girl showing the boys how to play Pokemon

The question of originality arised, leading to a nation-wide discussion of her book “Axolotl Roadkill”. To the delight of many, (and to the disappointment of some) Helene Hegemann did not win the prize, instead it was Georg Klein for his “Novel of Childhood”.

Day two of the Leipzig Book Fair continued in full flow with more than 60.000 people streaming from one hall to the next. The exhibition grounds are made up of six large halls, each focusing on a main topic. There is a hall dedicated to german publishing houses, one for international publications and one devoted to music and media productions. But the largest hall indulges in the grand sphere of comics.

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Manga-Hero Naruto

When I entered into Hall 2 of the Leipzig Book Fair, the doors to a new world opened infront of my eyes. Loud tunes, bold colors and the sweet smell of candy overtook my senses and suddenly, I felt like I was a ten year-old child again. My ears filled with the sound of children’s laughter, who came in groups to see where all their favorite comics came from: Japan.

Japan is the home of Mangas, one of the most popular comic amongst children and adults nowadays. As I learned, a manga character by the name of Naruto is their hero.

Naruto quickly became my hero when I saw his larger than life puppet towering infront of me, two meters tall, walking with Hello Kitty and some other colleagues. They were not the only comic-characters I ran into; many visitors decided to go all out and dress up as their favorite character, as well.

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Playing Wii

Some decided to stand in the limelight and get some attention walking around as a comic character, but many came to take part in the popular Cosplay, a costume play event for comic fans that lasts over the entire book fair weekend.

I left the exhibition grounds with a huge grin on my face, looking back at all the new things I discovered on the book fair today and looking toward the upcoming events of the evening: a reading in a dungeon followed by one in a jazz bar. In my next blog I will take you through the journey of the Leipzig Book Fair by night.

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Live from the Leipzig Book Fair

Copyright: Leipziger Buchmesse

This morning at 9 AM the annual Leipzig Book Fair successfully kicked off four days dedicated solely to literature, new book arrivals, and other book-related events. More than 2000 publishers from 39 countries are here in Leipzig to present not only their newest publications, but also to take a look at the journey a book undergoes before it lands in our hands.

This year’s extra-program “Leipzig Liest“, which I have renamed the “LL“, invited 1500 authors from across the nation to come together and read texts to their fans in cafés and bars. Almost every café in the saxonian city can call itself a proud host to a reading event of the “LL“. Tonight promises many cool events at even cooler locations, like a reading with jazz at the jazz-bar Spizz and several readings at the renouned Moritzbastei.

Dating back to the 16th century, the Leipzig Book Fair remains a significant event in the literary world. This year’s trade show focuses on younger readers and authors. Therefore, a large section of the fair is devoted to comics and slam-poetry, which I will approach in more depth in a later post. And of course many publishers are involved in the heated debate about e-books.

On the train to Leipzig, German author Anselm Neft read from his collection of short stories. His stories were very entertaining and my train ride was over much faster than I expected. Actually, it was supposed to be the infamous Helene Hegemann reading to us. Unfortunately she cancelled, but Mr. Neft was a worthy replacement with his book “Die Lebern der Anderen” (“The Livers of the Others”).

Keep updated with everything happening at the Leipzig Book Fair right here and on twitter!

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Vom Wettkampf der Worte und tierischen Überraschungen

Nach den ganzen Partys und Empfängen der Verlage erwartet man am dritten Tag der Buchmesse in viele übermüdete Gesichter von Verlegern, Autoren, Lektoren und Buchagenten zu blicken. Doch wahrscheinlich gilt für viele die Parole “Durchhalten!”. Vielleicht zeigt sich bei dem einen oder anderen aber auch schon erste Erleichterung – die 60. Buchmesse geht in den Endspurt. Heute sind die Fachbesucher noch einmal unter sich.  Letzte Chance also auch für mich, einen etwas ruhigeren Abstecher zur Messe zu machen, bevor sie am Samstag und Sonntag zum Abschluss vermutlich einen großen öffentlichen Publikumsansturm erlebt.    

Viel los ist um die Mittagszeit im Lesezelt auf dem Freigelände der Messe. Normalerweise stellen Autoren hier ihre Neuerscheinungen vor, erzählen in Gesprächsrunden über ihre Bücher. Gerade aber verfolgt das Publikum im Lesezelt einen besonderen literarischen Wettkampf. Es ist die Stunde des Poetry Slam – Wortakrobatik, bei der selbst gedichtete Texte in einer bestimmten Zeit vorgetragen werden.  Mit wilder Gestik und Mimik brüllt einer der Teilnehmer regelrecht sein Liebesgedicht ins Mikrofon. Ein enttäuschter Liebhaber vielleicht? Deutlich feinfühliger ist da schon der nächste Poetry-Slam, der mit viel Witz den griechischen Sagenhelden Herakles an der neunköpfigen Hydra verzweifeln lässt. Das Publikum lacht und applaudiert. Von der Jury bekommt der Teilnehmer aus Berlin eine hohe Wertung.  

Auf meinem Weg ins Internationale Zentrum komme ich am Signierzelt vorbei – und traue meinen Augen nicht. Eigentlich sitzen hier mehr oder weniger bekannte Autoren und signieren ihre Bücher. Jetzt aber scheint die Buchmesse auf den Hund gekommen. Ein Mops namens Sir Henry bittet nebst Frauchen Uschi Ackermann, einer Society-Lady aus München, zur Autogrammstunde. Eigentlich haben Tiere auf der Buchmesse nichts verloren. Auch für Mops Sir Henry ging es lange um die Wurst, sein umstrittener Auftritt auf der Buchmesse sorgte für Schlagzeilen. Heute nun konnte Sir Henry seinen Buch “Hier schreibt der Mops” endlich vorstellen. Die Mops-Welt atmet vermutlich auf, und ich frage mich, welche tierischen Ratgeber die Verlage im nächsten Jahr womöglich ins Signierzelt schleppen.   

Jetzt aber auf ins “Internationale Zentrum”, dort ist “Afrika Tag” – und von wilden Tiere glücklicherweise keine Rede. Etwas mehr literarische Ernsthaftigkeit tut jetzt auch gut. Die Veranstaltungen des Zentrums in Halle 5 sind eine Kooperation der Buchmesse, des Goethe-Instituts und des Auswärtigen Amts. Den Auftakt des Schwerpunktes Afrika an diesem Freitag macht eine Diskussionsrunde mit den Autorinnen Virginia Phiri aus Simbabwe und Zoë Wicomb aus Südafrika sowie dem deutschen Autor und Afrikakenner Hans-Christoph Buch. “Literarische Blicke auf Afrika” heißt die Veranstaltung.

Und dabei fällt mir ein, dass ich noch zwei Bücher empfehlen wollte, in denen das Ausland auf Deutschland blickt. Was sagt man eigentlich in Togo, Uganda, Italien, Schweden oder China über Deutschland und die Deutschen? “Piefkes, Krauts und andere Deutsche – Was die Welt von uns hält” heißt das Buch, in dem die beiden Autoren Andrea und Martin Schöb dieser Frage nachgegangen sind. In ihrem unterhaltsam und informativ geschriebenen Text- und Bildband ergründen sie auf 192 Seiten, wie England zum deutschen Humor steht, was die Franzosen von der deutschen Küche halten, was die beliebtesten Mitbringsel sind oder welches Image deutsche Urlauber haben.  

Die deutschen Liebenswürdigkeiten und Macken hat sich auch Ben Donald vorgenommen. In seinem Reise-Lesebuch “Deutschland for Beginners” beschreibt der Journalist mit einem Augenzwinkern unser Land. Und spart weder an schwarzem britischem Humor noch an deftigem deutschen Witz, wenn er sich mit der deutschen Philosophie des Nacktbadens vertraut macht, der deutschen Romantik in Heidelberg nachgeht oder sich auf dem Oktoberfest zum Weißwurst-Essen verführen lässt. “Das derzeit wohl euphorischste und witzigste Deutschland-Buch”, lautet das Fazit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Einer Empfehlung, der man wohl folgen kann. Viel Spaß bei der Lektüre der beiden Bücher!

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Buch 2.0 oder die digitale Welt des Lesens

Sieht so die Zukunft des Buches aus? Habe ich heute eines der Geräte in der Hand gehabt, welches die Verlagswelt umtreiben und das Lesen revolutionieren wird? Am Tag 2 der Buchmesse will ich mehr über das Thema E-Books erfahren, das in diesen Tagen in Frankfurt die Branche beschäftigt. Schon ein Blick ins Buchmesse-Programm lässt schnell erkennen: An Diskussionen und Präsentationen zu den neuen elektronischen Lesegeräten für Bücher mangelt es nicht. Im Börsenblattcafé hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels eine Veranstaltung zum Thema “Digitaler Lesezauber – Wie E-Books unsere Lesegewohnheiten verändern” angekündigt. Ein paar Stände weiter versucht das “Forum Zukunft” eine “Annäherung an das neue Buch – E-Books im Blick”, während das “Forum Wissenschaft” zwei Etagen höher schon etwas provokanter fragt: “E-Books: Fluch oder Segen… für wen?”

Was würde wohl Johannes Gutenberg, der Erfinder des Buchdrucks, über diese digitale Weiterentwicklung des Buches sagen? Lange darüber zu spekulieren hilft nicht. Da schaue ich lieber in Halle 4 beim Börsenverein vorbei, der sich heute als Sprachrohr der Buchbranche in Deutschland versteht. Große Berührungsängste hat man hier nicht mit der neuen Technik und präsentiert gleich mehrere E-Book-Modelle, die Hersteller dem Börsenverein für die Messe ausgeliehen haben.

Leider gehört Amazons digitales Lesegrät “Kindle”, das sich in den USA in knapp einem Jahr auf dem Markt  rund 30.000 Mal verkauft hat, nicht dazu. Der Konzern hat den Pionier der zweiten E-Book-Generation am Mittwoch zwar auf der Messe für den deutschen Markt vorgestellt, sagt mir ein Mitarbeiter des Börsenvereins, ist dann aber ohne eine Testversion zurückzulassen wieder abgezogen.

Was soll’s, inspiziere ich eben seine elektronischen Artgenossen. Flach, wenige Hundert Gramm schwer und etwa so groß wie ein Taschenbuch ist das schwarze E-Book von irextechnologies. Wirklich schön ist anders, denke ich mir, aber wahrscheinlich wird der Technikfreak das individuelle Buchcover nicht vermissen. Der Hersteller aus den Niederlanden jedenfalls wirbt mit einer gewaltigen Speicherkapazität von bis zu 10.000 E-Books. Gewaltig ist auch der Preis: Rund 500 Euro sind nicht wenig. Mein erster Eindruck: ein spektakulär unspektakuläres Gerät. Auf dem grau-weißen Display erscheint ein gut lesbarer Text. Blättern funktioniert per Tastendruck. Deutlich kompakter und von der Form her wie ein Mobiltelefon ist ein zweites E-Book, das die Firma Polymer Visions, ebenfalls aus den Niederlanden, dem Börsenverein hinterlassen hat. Der Clou: ein faltbares Display, quasi die moderne Form antiker Schriftrollen.

In der Buchbranche selbst sind die Stimmen zu den E-Books geteilt. Der Börsenverein sieht sie als Chance, ebenso bekannte Autoren wie der türkische Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk. Andere wiederum fragen sich schon verängstigt, ob mit der Digitalisierung den Verlagen das Schicksal der Musikindustrie droht. Gut möglich, dass der Marktanteil der E-Books nach und nach auf bis zu 25 Prozent, so lauten offensive Prognosen, steigt. Vielleicht ändert sich am Ende aber gar nicht so viel für die Verlage. Denn ein Buch ist ein Buch, braucht keine Batterie und ist seit rund 500 Jahre eine bewährte “Technik”, die nicht gleich wieder von gestern ist.  

Nach der Begegnung mit dem E-Book lautet mein Fazit: Auf das Buch 2.0 kann ich getrost noch warten. Mein Bücherregal werde ich bestimmt so schnell nicht ausrangieren. 

Lesetipp: Der Autor macht den Test – Hans Magnus Enzensberger und seine E-Book-Erfahrung

Frankfurter Allgemeine Zeitung

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Begegnung mit dem Ehrengast

Heute morgen war es endlich so weit: Die 60. Frankfurter Buchmesse öffnete für Buchhändler, Verleger, Schriftsteller und das andere Fachpublikum ihre Tore. Und damit ist auch der Zeitpunkt gekommen, sich auf dem Messegeände auf Spurensuche zu begeben nach dem Ehrengast 2008, der Türkei.

“Bütün Renkleriyle Türkiye” – “Fazinierend Farbig” heißt das Motto, mit dem der türkische Gast vom Bosporus an den Main gekommen ist. Sein buntes Buchmesse-Logo, das vielfach zu sehen ist,  muss ich mir zunächst genauer betrachten. Erst dann blicke ich durch, erkenne darin den Schriftzug “Turkey”, der in ein offenes Labyrinth eingebettet ist, das symbolisch für das vielfarbige, reiche und Jahrhunderte alte kulturelle Erbe der heutigen Republik Türkei steht.

A propos Labyrinth: Auch wenn man durch die Messehallen läuft, kommt man sich manchmal wie in einem Labyrinth voller Bücher und Verlagsstände vor. Wer das Gastland sucht, begegnet der türkischen Kultur auf der Agora, der Freifläche zwischen den Messehallen, zunächst einmal ganz ohne Bücher. Im Agora-Zelt geht es eher künstlerisch-kulinarisch zu. An einem Stand reicht mir jemand Baklava, das typische türkische Gepäck aus Blätterteig, gefüllt mit Walnüssen, Mandeln oder Pistazien. Nebenan duftet frischer türkischer Kaffee, während in einem kleinen Atelier Künstler an traditionellen Kunstverfahren wie der Kalligraphie und der Buchrestauration arbeiten. 

In Halle 5.0 schließlich schlägt das internationale Herz der Buchmesse. Hier präsentieren sich die ausländischen Verlage der Buchmesse – von A wie Albanien über G wie Ghana bis U wie Usbekistan.  Hier bin ich auch richtig, wenn ich das Gastland und seine Verlage suche. Rund 100 Verlage und 350 Autoren wollen in Frankfurt ihre Bücher vorstellen.

Buchmesse, das seien hastig durch die Messehallen eilende Verleger, Buchhändler oder Autoren, hatte ich gelesen. Doch an diesem Vormittag ist davon nicht wirklich etwas zu spüren. Eher ruhig und unaufgeregt laufen die Gespräche und das Geschäftemachen an den Verlagsständen.  Einzige Ausnahme: der Stand der größten türkischen Tageszeitung Hürriyet. Hier hat sich eine große Menschentraube gebildet, TV-Kameras sind zu sehen, Fotoapparate blitzen auf. Was hat es mit dem Trubel auf sich? Ein berühmter Schriftsteller vielleicht? 

Nicht ganz. Gerade ist hier eine deutsch-türkische Buchpräsentation zu Ende gegangen. Die beiden Journalisten Kai Diekmann, Chefredakteur des deutschen Boulevard-Blatts “Bild” und sein Kollege Ertugrul Özkök von der türkischen Zeitung Hürriyet haben ihr gemeinsames Buch ”Süper Freunde – Was Türken und Deutsche sich wirklich zusagen haben” vorgestellt. Dafür die ganze Aufregung? Egal, ein paar jungen Türken gefällt’s; sie lassen sich schnell noch mit Buch-Herausgeber Diekmann fotografieren. Es wird sicher ein süper Erinnerungsfoto.

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