Turbulenter Spieltag

Das Spitzenspiel des 21. Spieltags der Fußball-Bundesliga wurde seinen Erwartungen gerecht: Der HSV besiegte knapp aber verdient das Team aus Leverkusen – und eroberte die Tabellenspitze. Köln feierte Karneval und den überraschenden Sieg über Bayern München. Hoffenheim vergab in der Verlängerung einen Elfmeter gegen den VfB – und verpasste die Rückkehr auf Rang 1 der Tabelle. Hertha patzte in Wolfsburg und gab die Tabellenführung ab. In Cottbus und Gladbach entschieden späte Siegtore die Partie.

Der Hamburger SV holte sich in der Düsseldorfer Arena durch ein 2:1 bei Bayer Leverkusen nicht nur drei Punkte, sondern auch die Tabellenführung. Die beiden Treffer für die Mannschaft von Trainer Martin Jol erzielte Marcell Jansen. Den 1:1-Ausgleich für Bayer Leverkusen markierte Patrick Helmes mit seinem 16. Saisontreffer. Seine Mannschaft ist mit einer schlechten Bilanz in die Rückrunde gestartet: Aus den letzten vier Heimpartien holte Leverkusen nur einen Zähler.

Im Spiel gegen Tabellenführer Hertha BSC Berlin konnte der VfL Wolfsburg seine starke Heimbilanz behaupten. Nachdem beide Teams eine schwache erste Halbzeit ablieferten, sorgte Torjäger Dzeko in der zweiten Halbzeit für die Entscheidung und machte mit seinen beiden Treffern den Sieg des VfL perfekt.  Mit sechs Treffern und einem 3:3-Unentschieden trennten sich der VfB Stuttgart und die TSG Hoffenheim. Überragend bei Hoffenheim: der dreifache Torschütze Ba. Der Bundesliga-Aufsteiger verpasste jedoch den Sieg, als er in der 93. Minute einen Foulelfmeter vergab. Der VfB bleibt unter Trainer Babbel weiter ohne Niederlage.

Im Kölner Karneval haben die Jecken einen Grund mehr zum Feiern. Der 1. FC Köln besiegte Bayern München mit 2:1 und bescherte Trainer Christoph Daum seinen ersten Sieg in München. Matchwinner waren die Kölner Ehret und Liga-Debütant Brosinski, die mit ihren Treffern den Sieg der Geißböcke gegen den Rekordmeister sicherten.

Für Spannung sorgte der Spieltag auch im Abstiegskampf. Sechs der sieben Klubs am Tabellenende trafen in direkten Duellen aufeinander. Schlusslicht Mönchengladbach führte gegen Hannover bereits mit 2:0 zur Pause, kassierte dann aber noch den Ausgleich. Dass Mönchengladbach doch noch jubeln durfte, verdankte das Team seinem Oldie: Oliver Neuville sorgte für den 3:2-Sieg. In Karlsruhe traf der KSC auf Eintracht Frankfurt und verlor durch ein Tor des eingewechselten Caio, der die Eintracht zum 1:0-Sieg schoss. Der VfL Bochum und Arminia Bielefeld teilten sich die Punkte und trennten sich 1:1. Ein Sieg in letzter Minute gelang Energie Cottbus: Das Team besiegte den SV Werder Bremen durch den Treffer von Ramelow in der 90. Minute mit 2:1.

In der ausverkauften Schalke-Arena kam Borussia Dortmund im Revierderby gegen Schalke 04 nur zu einem Unentschieden. Nachdem Kuranyi Schalke in der ersten Halbzeit in Führung gebracht hatte, glich Zidan erst zehn Minuten vor Schluss aus. Für den BVB war es bereits das elfte Unentschieden aus 21. Spielen. 

Die Ergebnisse des 21. Spieltags im Überblick:

Schalke 04 – Dortmund: 1:1
Mönchengladbach – Hannover: 3:2
Karlsruher SC – Frankfurt: 0:1
Bayern München – 1. FC Köln: 1:2
VfB Stuttgart – Hoffenheim: 3:3
Arm. Bielefeld – Bochum: 1:1
Wolfsburg – Hertha Berlin: 2:1
Energie Cottbus – Werder Bremen: 2:1
Leverkusen – Hamburger SV: 1:2

Die Tabelle nach dem 21. Spieltag:
http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/spieltag/tabelle/

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Was ist das für eine Saison?

Hertha, Hoffenheim, HSV, Leverkusen. Da träumen Mannschaften vom Titel, denen man es nie zugetraut hätte

Was ist das für eine Saison, in der am Ende Hertha BSC Berlin Meister werden kann? Nicht die hochbezahlten Bayernstars, nicht die Millionentruppe aus Gelsenkirchens Schalke und auch nicht die technischen Feingeister von Werder Bremen. Sondern eine Mannschaft, bei der man sich (zumindest außerhalb Berlins) irgendwie fragt, warum sie an der Spitze der Tabelle stehen kann.

Pantelic und Voronin mit jeweils sechs Treffern als Toptorjäger sind Bundesligadurchschnitt. Cicero und Kacar kommen auf je fünf Treffer. Sprich: Die Hertha ist schwer auszurechnen. Es gibt keinen Topstar, der einfach ausgeschaltet werden muss. Dazu steht die Abwehr sicher. Zweitbeste Defensive der Liga mit nur 23 Gegentreffern. Das allein scheint in dieser Saison zu genügen, um ganz nach oben zu gelangen. Die Berliner gewannen in dieser Saison bislang fünfmal knapp mit 2:1, dazu dreimal 1:0. Direkte Duelle gegen die Teams an der Tabellenspitze HSV, Leverkusen, Hoffenheim, Bayern konnten gewonnen werden. Es sieht so aus, als ob diese Beständigkeit am Ende den Ausschlag für die Hertha im Meisterschaftsrennen geben könnte.

Gegen die Bayern konnte am vergangenen 20. Spieltag trotz personeller Ausfälle, beispielsweise ohne Pantelic, mit einer Energieleistung 2:1 gewonnen werden. Doppeltorschütze Voronin und Torhüter Drobny als Sieggarant, der beste Bayernchancen zunichte machte, vermiesten den Münchnern die erste Top-Platzierung in dieser Spielzeit. Der FC Bayern war vor allem im Angriff ohne Durchschlagskraft, musste zudem früh den angeschlagenen Luca Toni ersetzen.

Der Sprung Herthas an die Spitze gelang aber nur, weil Hoffenheim gegen Leverkusen verdient zu Hause 1:4 unterlag, wodurch Leverkusen sich im Titelrennen zurückmeldet. „Was ist das für eine Saison, in der am Ende Leverkusen Meister werden kann?“, ist auch ein bezeichnender Satz, der vieles über die laufende Saison aussagt. Ganz zu schweigen davon, dass man „Leverkusen“ auch durch „Hoffenheim“ ersetzten könnte und damit alles über den Überraschungswert der Bundesliga gesagt wäre.

Zutreffen könnte auch: „Was ist das für eine Saison, in der am Ende der HSV Meister werden kann?“ Jener Verein, der seit mehr als 20 Jahren einem Erfolg hinterherhechelt und davon zehrt Bundesligadino zu sein (seit Gründung der Bundesliga 1963 ununterbrochen dabei). Das 2:0 gegen Bielefeld nährt an der Alster die Hoffnungen auf den großen Wurf.

Sollte es am Ende aber heißen: „Was ist das für eine Saison, in der Bayern München Meister werden kann“, dann wissen wir – es war eine Saison wie immer.

StR

Die Ergebnisse des 20. Spieltags im Überblick:

1899 Hoffenheim  -  Bayer Leverkusen 1:4
Hertha BSC Berlin  -  Bayern München 2:1
VfL Bochum  -  FC Schalke 04 2:1
Eintracht Frankfurt  -  VfL Wolfsburg 0:2
Hannover 96  -  VfB Stuttgart 3:3
1. FC Köln  -  Karlsruher SC 0:0
Werder Bremen  -  Borussia Mönchengladbach 1:1
Borussia Dortmund  -  Energie Cottbus 1:1
Hamburger SV  -  Arminia Bielefeld 2:0

Tabelle

1 Hertha BSC Berlin    40 P
2 1899 Hoffenheim   39 P
3 Hamburger SV     39 P
4 Bayern München    38 P
5 Bayer Leverkusen      36 P
6 VfL Wolfsburg     33 P
7 VfB Stuttgart     32 P
8 Borussia Dortmund     31 P
9 FC Schalke 04      30 P
10 Werder Bremen     27 P
11 1. FC Köln    25 P
12 Hannover 96     21 P
13 Eintracht Frankfurt     20 P
14 Arminia Bielefeld     18 P
15 VfL Bochum     17 P
16 Energie Cottbus      17 P
17 Karlsruher SC     17 P
18 Borussia Mönchengladbach   13 P

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Gewinner und Verlierer der Bundesligavorrunde

Die Bundesliga-Hinrunde ist beendet. 1899 Hoffenheim ist inoffizieller Herbstmeister. Punktgleich mit den Bayern führt der Aufsteiger dank der besseren Tordifferenz die Tabelle an. Zeit für eine Bilanz. 

Gewinner: 1899 Hoffenheim
Dass der Aufsteiger eine Großmacht im deutschen Fußball werden kann, das ahnten viele. Mit einem Milliardär im Rücken keine allzu gewagte Prognose. Doch dass es so schnell gehen würde hätte keiner erwartet. Die Hoffenheimer dominierten viele ihrer 17 Spiele nach belieben, glänzten mit offensiver Fußballpower, dass den Gegnern schwindelig wurde. Heraus stach Vedad Ibisevic. 18 Tore in 17 Spielen haben Gerd Müllersche Züge. Dazu zwei neue deutsche Nationalspieler in Marvin Compper und Tobias Weis – nicht die letzten vermutlich. Ralf Rangnick ist der Trainer der Vorrunde. Ausgerechnet gegen Schalke 04, die ihn einst davonjagdten, wurde 1899 Herbstmeister – und könnte im Mai dort Deutscher Meister werden. 

Verlierer: Borussia Mönchengladbach
Im vergangenen Sommer wurde Mönchengladbach Zweitligameister – sechs Punkte vor 1899 Hoffenheim. Heute liegen die Gladbacher 24 Punkte hinter Hoffenheim. Auch wenn der Spitzenklub der 1970er-Jahre nicht die gleichen finanziellen Voraussetzungen hat wie sein Mitaufsteiger eine verheerende Bilanz. Als erstes Team wechselten sie den Trainer, genutzt hat es nichts. Dem neu verpflichteten Hans Meyer gelangen nur sieben Punkte. Die Fohlenelf, die stürmend die Liga erorbert – in Mönchengladbach Geschichte. In Hoffenheim wird dazu ein neues Kapitel geschrieben. 

Gewinner: Hertha BSC Berlin
Nach zwei mittelmäßigen Jahren ist der Hauptstadtverein zurück im Konzert der Bundesligaelite. Zwei Punkte hinter dem Spitzenduo die Chance auf die Meisterschaft – ein Traum würde war für Fans und Verantwortliche. Doch schon droht Ungemach. Manager Dieter Hoeneß lässt sich nach Vorstandskollegenmeinung zu sehr für die derzeitige positive Bilanz feiern. Der Neid greift um sich. Und frisst möglicherweise am Ende den Erfolg. 

Verlierer: Jürgen Klinsmann
Was hat man nicht alles vor der Saison vernommen. Einen neuen Geist wollte Klinsmann dem FC Bayern München einhauchen. „One-touch-Football“ sollte es sein. Schnell und offensiv, schön und erfolgreich sollte gespielt werden. Buddhas wurden aufgestellt, Urgesteine wie Sepp Maier und Dr. Müller-Wohlfahrt rasiert. Übriggeblieben ist davon? Nichts! Die Bayern spielen wieder so wie immer, ergebnissorientiert. Bessere Spiele sind entweder dem Gegner geschuldet oder Franck Ribéry. Der kleine Franzose verkörpert auch in dieser Saison wieder Weltklasse beim Rekordmeister. Doch ohne ihn sieht es meist mau aus. Und von Klinsmann sind nichts anderes zu hören als die immer gleichen Frasen vom Spaß und Lernprozess. Dass Klinsmann sein Team auf Augenhöhe mit den europäischen Spitzenteams sieht ist legitim. Den Beweis hat der FC Bayern noch nicht erbracht, denn ein Weiterkommen in einer mittelmäßigen Champions League-Gruppe reicht dafür noch nicht aus. Im Frühjahr kommt die Bewährungsprobe. 

StR

Haben auch Sie Ihre Gewinner und Verlierer der Bundesliga-Vorrunde? Dann schreiben Sie uns diese doch. Unter http://blog.magazine-deutschland.de/

Die Ergebnisse des 17. Spieltags im Überblick:

Borussia Dortmund – Borussia Mönchengladbach 2:1
Werder Bremen – VfL Wolfsburg 2:1
Hamburger SV – Eintracht Frankfurt 1:0
VfB Stuttgart – Bayern München 2:2
Bayer Leverkusen – Energie Cottbus 1:1
Hannover 96 – Arminia Bielefeld 1:1
Hertha BSC Berlin – Karlsruher SC 4:0
VfL Bochum – 1. FC Köln 1:2
1899 Hoffenheim – FC Schalke 04 1:1

Tabelle

1 1899 Hoffenheim 35
2 Bayern München 35
3 Hertha BSC Berlin 33
4 Hamburger SV 33
5 Bayer Leverkusen 32
6 Borussia Dortmund 29
7 FC Schalke 04 27
8 Werder Bremen 26
9 VfL Wolfsburg 26
10 VfB Stuttgart 25
11 1. FC Köln 22
12 Eintracht Frankfurt 19
13 Hannover 96 17
14 Arminia Bielefeld 14
15 Karlsruher SC 13
16 Energie Cottbus 13
17 VfL Bochum 11
18 Borussia Mönchengladbach 11

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Das wichtigste Spiel: Bayern schlägt Hoffenheim

Der 16. Spieltag der Fußball-Bundesliga stand ganz im Zeichen der Spitzenbegegnung zwischen Aufsteiger und Tabellenführer TSG 1899Hoffenheim und dem Rekordmeister und Tabellenzweiten Bayern München.

 

Das Spitzenspiel hielt in der ersten Halbzeit zumindest in Sachen Abwehrarbeit, Aggressivität und Tempo das, was man sich von ihm versprach. Vor allem die Hoffenheimer störten den Gegner schon früh bei Ballbesitz, bewegten sich dabei aber oft an der Grenze zum Legalen. Bayerns Abwehrchef Lucio und sein Gegenüber Compper verdienten sich in dieser Phase Bestnoten. Im Spiel nach vorne blieben dagegen beide Titelkandidaten noch etwas unter ihren Möglichkeiten, leisteten sich zu viele unnötige Ballverluste und Fehlpässe und ließen dafür zu selten ihr spielerisches Potenzial aufblitzen. Den besten Angriff vor der Pause führte die Bayern-Offensive auf: Zé Roberto verlängerte Lahms lange Hereingabe auf Toni, der freistehend nur das Außennetz traf (12.). Auf der Gegenseite übersah Ba den besser postierten Ibisevic (7.). Jedoch machte es der Topscorer eine knappe halbe Stunde später auch nicht besser, als er eine gute Konterchance mit einem zu schwachen Abschluss liegen ließ. Die größte Einschussgelegenheit der ersten Halbzeit war allerdings einem Torhüterfehler zu verdanken: Bayerns Rensing faustete an Eduardos Freistoßflanke vorbei, der Meister hatte dann richtig Glück, weil Jungnationalspieler Compper den Ball im Nachsetzen nicht richtig traf (15.).

 Bayern gegen 1899 auf YouTube

In der zweiten Halbzeit wurde die Partie auch im spielerischen Bereich besser. Gerade einmal vier Minuten nach dem Wiederanpfiff erzielte Ibisevic sein 18. Saisontor und brachte damit den Gast in Führung. Dabei schubste der Bosnier, bevor er Weis Zuspiel erfolgreich verwandelte, seinen Gegenspieler Oddo unfair um. Die Bayern drohten daraufhin die Nerven zu verlieren – Torhüter Rensing lenkte Eduardos Distanzversuch gerade so eben mit seinen Fingerspitzen ins Toraus und sah anschließend nach einem Scharmützel mit Hoffenheims Angreifern Ibisevic und Obasi die Gelbe Karte (54.) – ehe Philipp Lahm mit einer grandiosen Einzelaktion seine Münchener wieder ins Rennen warf. Einen Sololauf schloss er mit einem von Hoffenheims Abwehrchef Compper noch entscheidend abgefälschten Schuss erfolgreich ab (60.). Der Titelverteidiger griff daraufhin nach dem Sieg, derweil sich die TSG etwas in die Defensive zurückfallen ließ. Zwar scheiterte der eingewechselte Salihovic erst im letzten Moment an Rensing (87.), aber die Mehrzahl der Chancen besaßen Luca Toni (68., 69., 73., 75., 88.) , Miroslav Klose (72., 75., 81.) und ihre Mitstreiter. Als das Spitzenspiel schon mit dem für die TSG etwas glücklichen Punktgewinn zu enden schien, spitzelte Ibertsberger den Ball im Zweikampf gegen Klose unglücklich zu Toni, der freistehend wenig Mühe hatte, erfolgreich einzuschieben. 1899-Keeper Haas war noch mit den Händen am Ball, konnte ihn allerdings nicht mehr entscheidend ablenken.

 

Trotz der Niederlage untermauerte Hoffenheim seine Ambitionen für die Zukunft und fand in dem letztlich doch druckvolleren Gewinner aus München seinen ärgsten Konkurrenten im diesjährigen Meisterschaftskampf. Nach wie vor liegen die Hoffenheimer vor den Bayern, allerdings nur noch Dank des besseren Torverhältnisses.

 

Die Ergebnisse des 16. Spieltags im Überblick:

 

Bayern München – 1899 Hoffenheim 2:1

FC Schalke 04 – Hertha BSC Berlin 1:0

Eintracht Frankfurt – VfL Bochum 4:0

Karlsruher SC – Werder Bremen 1:0

Energie Cottbus – VfB Stuttgart 0:3

Arminia Bielefeld – Borussia Dortmund 0:0

Borussia Mönchengladbach – Bayer Leverkusen 1:3

VfL Wolfsburg – Hannover 96 2:1

1. FC Köln – Hamburger SV 1:2

 

Tabelle

 

1 1899 Hoffenheim 34 P

2 Bayern München 34 P

3 Bayer Leverkusen 31 P

4 Hertha BSC Berlin 30 P

5 Hamburger SV 30 P

6 VfL Wolfsburg 26 P

7 FC Schalke 04 26 P

8 Borussia Dortmund 26 P

9 VfB Stuttgart 24 P

10 Werder Bremen 23 P

11 Eintracht Frankfurt 19 P

12 1. FC Köln 19 P

13 Hannover 96 16 P

14 Arminia Bielefeld 13 P

15 Karlsruher SC 13 P

16 Energie Cottbus 12 P

17 VfL Bochum 11 P

18 Borussia Mönchengladbach 11 P

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Bielefeld und Stuttgart – Gewinner und Verlierer

An jedem Wochenende teilt die Fußball-Bundesliga ihre Vereine in Sieger und Verlierer. So auch nach dem 14. Spieltag. Ein klarer Verlierer ist der VfB Stuttgart und sein (ehemaliger) Trainer Armin Veh.

Am Freitag gestand Veh in einer Pressekonferenz ein, nach der überraschenden Meisterschaft 2007 die falschen personellen Weichen gestellt zu haben und so den Niedergang der Mannschaft ins Mittelmaß gemeinsam mit Sportdirektor Horst Heldt verantworten zu müssen. Am Samstag holte sich seine Mannschaft dann mit einer ganz schwachen Vorstellung eine 1:4-Pleite in Wolfsburg ab und seit Sonntag ist Veh als einsamer Verlierer arbeitslos. Sein Sportdirektor bleibt im Amt. Und seine Spieler sowieso. Die tragen ein gehöriges Maß Verantwortung mit. Die schwachen Leistungen der Nationalspieler Mario Gomez und Thomas Hitzlsperger (siehe Deutschland – England letzten Mittwoch) seien dafür nur stellvertretend erwähnt.

Ein Sieger, auf den sonst kaum einer schaut, war Arminia Bielefeld. Ein Team, das halt so mitspielt in der Bundesliga – schon seit Jahrzehnten. Nie besonders erfolgreich, nur um Existenzsicherung bemüht, oft ab- und wieder aufgestiegen. Diese Bielefelder schlugen am Wochenende den Tabellenführer Bayer Leverkusen durchaus verdient 2:1. Großen Anteil daran hatte Stürmer Artur Wichniarek, ein polnischer Nationalspieler, der auch schon in Berlin sein Glück versucht hatte, dies aber so richtig nur in Bielefeld findet. Wichniarek hat in dieser Saison bereits 9 Tore erzielt, 14 hat Bielefeld insgesamt. König Artur wird er deshalb gerufen. Doch es geht für die Arminia auch in dieser Saison nur um den Klassenerhalt, aktuell sind sie Vierzehnter. Leverkusen dagegen spielt um die Meisterschaft, auch wenn sie nach dem 14. Spieltag als Verlierer erstmal wieder nur Tabellenzweiter sind.

Dass Bayern München sich Gewinner nennen darf hat sie Franck Ribéry zu verdanken. Der Franzose dribbelte und wirbelte und passte und schoss den Rekordmeister zum 4:1-Erfolg über Energie Cottbus. Es muss die Frage erlaubt sein, wo die Bayern ohne Ribéry stünden? Schwer zu beantworten. Sicher nicht in Reichweite von Tabellenführer 1899 Hoffenheim und seinem Topstürmer Vedad Ibisevic, mittlerweile sechzehn mal erfolgreich.

Am nächsten Wochenende trifft Leverkusen auf die Bayern, Hoffenheim empfängt Bielefeld. Zeit für neue Gewinner und Verlierer.

Die Ergebnisse des 14. Spieltags im Überblick:

Karlsruher SC  -  Borussia Dortmund 0:1
Bayern München  -  Energie Cottbus 4:1
FC Schalke 04  -  Borussia Mönchengladbach 3:1
VfL Wolfsburg  -  VfB Stuttgart 4:1
Eintracht Frankfurt  -  Hannover 96 4:0
VfL Bochum  -  Hertha BSC Berlin 2:3
Arminia Bielefeld  -  Bayer Leverkusen 2:1
1. FC Köln  -  1899 Hoffenheim 1:3
Hamburger SV  -  Werder Bremen 2:1

Tabelle

1 1899 Hoffenheim   31 P
2 Bayer Leverkusen     28 P
3 Bayern München   28 P
4 Hertha BSC Berlin   27 P
5 Hamburger SV   26 P
6 Borussia Dortmund     24 P
7 FC Schalke 04     23 P
8 VfL Wolfsburg      22 P
9 Werder Bremen      20 P
10 1. FC Köln   19 P
11 VfB Stuttgart     18 P
12 Eintracht Frankfurt     16 P
13 Hannover 96     13 P
14 Arminia Bielefeld      12 P
15 Borussia Mönchengladbach    11 P
16 VfL Bochum     10 P
17 Karlsruher SC      10 P
18 Energie Cottbus     9 P

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Der Konjunktiv – der Freund des Fußballfans

Der 13. Spieltag der Fußball-Bundesliga brachte die Gesichter der Fans in Leverkusen, Hoffenheim, Dortmund oder Bremen zum Strahlen. Kießling und Helmes, Ibisevic und Obasi, Subotic und Hajnal oder Diego und Naldo hießen die Stars, die an diesem Wochenende für ihre Tore bejubelt wurden.

Doch es gibt auch die Kehrseite, die Verlierer. Enttäuschte Fans, die nach einem verlorenen Auswärtsspiel hunderte Kilometer niedergeschlagen nach Hause fahren. Die gab es an diesem Spieltag reichlich. Nur drei Unentschieden erkämpften sich die Gastmannschaften. Ansonsten war für sie nichts zu holen. Und so wurde in den Bussen und Autos bei der Heimfahrt sicher heiß diskutiert, welche Fehler das eigene Team sich geleistet hatte, was der Trainer falsch gemacht hatte und mit welchem verletzten Spieler das eigene Team sicher viel stärker gewesen wäre und den Sieg errungen hätte.

Der Konjunktiv, die Darstellung einer Möglichkeit, ist fester Bestandteil jeder Fußballunterhaltung. Was gewesen wäre, wenn dieser und jener Topstar dabei gewesen wäre und der Trainer (wahlweise auch der Schiedsrichter) diese und jene Entscheidung nicht falsch getroffen hätte (in der Niederlage gibt es immer nur falsch) – jeder Fan kennt den Inhalt solcher Diskussionen, über den man so herrlich unterschiedlicher Meinung sein kann.

Und so darf man nun darüber fabulieren, ob beispielsweise die Frankfurter Eintracht nicht 0:4 in Dortmund untergegangen wäre, wenn Amanatidis, Korkmaz, Preuß, Meier, Spycher und Bajramovic dabei gewesen wären. Ober der Hamburger SV endlich mal wieder ein Auswärtsspiel gewinnen würde, wenn Atouba, Castelen oder de Jong in der Elf stünden. Oder ob Bayern München einen 2:0-Vorsprung in Möchengladbach über die Zeit bringen würde, wenn Sagnol und Altintop der Abwehr Stabilität verleihen würden. Und außerdem, liebe Karlsruher Fans: Den Eckball vor dem 1:0 für Cottbus hättet ihr doch früher mit der Mütze gefangen, oder? Es lässt sich trefflich streiten und diskutieren – und am nächsten Spieltag wird alles besser und alle fahren wieder zum Spiel.

StR

Die Ergebnisse des 13. Spieltags im Überblick:

Hannover 96  -  VfL Bochum 1:1
VfB Stuttgart  -  Arminia Bielefeld 0:0
Bayer Leverkusen  -  FC Schalke 04 2:1
Hertha BSC Berlin -  Hamburger SV 2:1
Borussia Dortmund  -  Eintracht Frankfurt 4:0
Energie Cottbus  -  Karlsruher SC 1:0
Borussia Mönchengladbach  -  Bayern München 2:2
1899 Hoffenheim  -  VfL Wolfsburg 3:2
Werder Bremen  -  1. FC Köln 3:1

Tabelle

1 Bayer Leverkusen     28 P
2 1899 Hoffenheim  28 P
3 Bayern München  25 P
4 Hertha BSC Berlin    24 P
5 Hamburger SV      23 P
6 Borussia Dortmund      21 P
7 Werder Bremen      20 P
8 FC Schalke 04     20 P
9 VfL Wolfsburg     19 P
10 1. FC Köln    19 P
11 VfB Stuttgart    18 P
12 Eintracht Frankfurt    13 P
     Hannover 96    13 P
14 Borussia Mönchengladbach    11 P
15 VfL Bochum    10 P
16 Karlsruher SC    10 P
17 Arminia Bielefeld      9 P
18 Energie Cottbus 9 P

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Marco Marin lights up the league with a match-winning performance

His impish face lit up with the expression of a school boy who had just put in a man-of-the-match performance to make his dad proud. But whilst little Marko Marin could easily be mistaken for a school boy, he was in fact the one teaching lessons. The 170 cm midfielder buzzed around the pitch schooling his opponents time and time again, scoring two goals in the process.

Yet the Marin-show very nearly didn’t take place. Borussia Mönchengladbach coach Hans Meier was about to haul him off after 30 minutes. “He was playing really well, but was in great risk of getting a red card,” he said. But then Meier changed his mind. “He told me ‘Mr. Meyer – and he really said Mr. Meyer – I will not get sent off today. I promise you’” …more

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