Haach de Klicker ins Goal enei!“, hat mein Trainer immer zu mir gesagt. So einfach ist Fußball. „Hau den Ball ins Tor hinein!“ Aber hat Ihrer schon mal zu Ihnen gesagt: „Ich nehme Dich mit nach Südafrika.“? Wahrscheinlich höchstens zu einer privaten Ferienreise.

Deutschland ist im WM-Fieber. Zwei Monate vor dem Event! Kein Tag vergeht in den Medien ohne die quälende Ungewissheit „Nimmt Löw Kuranyi mit?“. Und insgesamt kreist alles um die Frage: Wer soll nominiert werden? Ganz Fußball-Deutschland will dem Nationaltrainer reinreden. Allen voran Experte Franz Beckenbauer.
In der vergangenen Woche rückte die WM auch deshalb wieder ein Stück mehr ins Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit, weil ein großer deutscher Stürmer vergangener Tage seinen fünfzigsten Geburtstag feierte: Rudi Völler. Mit ihm verbinden deutsche Fans (und Frank Rijkaard) den Weltmeistertitel 1990. Außerdem hat er für 1860 München, Werder Bremen, Bayer Leverkusen, AS Rom und Olympique Marseille über viele Jahre hervorragende Leistungen gebracht und ist dabei ein sympathischer, zugänglicher Profi geblieben. Seine Zeit als Teamchef der Nationalmannschaft hat seine Beliebtheit noch gesteigert. Mit ihr erreichte Völler 2002 das WM-Finale in Südkorea. Seine Wutrede während der EM-Qualifikation 2003 ist legendär.
http://www.youtube.com/watch?v=V0xIECkaMVA
http://www.youtube.com/watch?v=fq7QI_aB-UM
Als Sportdirektor von Bayer Leverkusen ist er bis heute Teil der Bundesliga. Doch damit ist er der einzige Spieler aus dem Endspiel-Team 1990, das gegen Argentinien den Weltmeistertitel holte, auf den dies zutrifft. Illgner, Augenthaler, Berthold, Kohler, Buchwald, Brehme, Häßler, Matthäus, Littbarski, Klinsmann, Völler – so die erste Elf im Finale damals. Bodo Illgner befindet sich heute im Dauerruhestand in Spanien. Thomas Berthold, Jürgen Kohler, Guido Buchwald und Andreas Brehme missglückten in Düsseldorf, Aalen, Aachen oder Stuttgart die Versuche, im bezahlten Fußball nach der Spielerkarriere Fuß zu fassen. Säbelbein Pierre Littbarski, ebenfalls letzte Woche fünfzig geworden, unternimmt gerade einen neuen Anlauf als Praktikant beim FC Bayern München. Lothar Matthäus, 1990 der geniale Spielmacher, taugt ob seiner Frauengeschichten nur noch als Comedy-Zielscheibe. Klaus Augenthaler, zumindest mal in München, Leverkusen, Wolfsburg und Nürnberg in der Bundesliga als Trainer gearbeitet, versucht nun den Wiedereinstieg in der dritten Klasse in Unterhaching. Nur Thomas Häßler ist der ersten Liga neben Völler derzeit nahe. Als Techniktrainer beim 1. FC Köln. Bleibt noch Jürgen Klinsmann. Er erschien der Nationalmannschaft 2004 als Retter, vollbrachte das Fußballmärchen 2006, stieg 2008 als Buddha beim FC Bayern ein und stürzte als Ikarus ab. Danach entschwand er wieder in die USA. Für welchen Kader 2010 sich Joachim Löw schlussendlich auch entscheiden mag, den Nominierten bleibt zu wünschen, dass sie nach ihrer Karriere erfolgreicher agieren als ihre WM-Vorgänger.
Für den erlauchten Kreis der WM-Fahrer haben sich am 31. Spieltag wieder Stürmer, und dabei nicht nur Kevin Kuranyi, empfohlen. Zwar nicht Bayerns Miroslav Klose, der lag krank im Bett. Auch nicht Teamkollege Mario Gomez, der ist nur Bankdrücker. Und auch nicht Lukas Podolski, obwohl er ein Tor beim 2:0 seiner Kölner gegen Bochum vorbereitete. Aber Thomas Müller. Der Bayern-Shootingstar schoss zwei Tore beim 7:0 (!) des Rekordmeisters gegen Hannover. Olic und der unglaubliche Arjen Robben trafen außerdem zwei- bzw. dreimal. Natürlich bleibt der FC Bayern so auf Meisterkurs. Und Hannover hatte dank des isländischen Vulkans viel Zeit zum Nachdenken auf der langen Busheimfahrt. Hannover befindet sich nach dem Debakel wieder auf einem Abstiegsplatz, weil Freiburg gegen Nürnberg 2:1 gewann. Somit bleibt der Abstiegskampf ein Fünfkampf, aus dem sich kein Team vorzeitig lösen kann, zwischen Nürnberg, Bochum, Freiburg, Hannover und den unrettbaren Berlinern.
Beim Duell des VfB Stuttgart gegen Bayer Leverkusen trafen zwei Angreifer, die ebenfalls noch nach Südafrika reisen wollen. Leverkusens Stefan Kießling brachte mit seinem 19. Saisontreffer Bayer in Führung. Doch Stuttgarts Cacau schoss mit zwei Toren noch den Sieg des VfB heraus, der damit auf einen Europa League-Platz klettert. Leverkusen verliert dagegen seinen Champions League-Rang.
Den hat nun Werder Bremen inne. Die Hanseaten sind stetig in der Tabelle nach oben geklettert. In Wolfsburg gewannen die Bremer 4:2. Mann des Spiels war Mittelfeldspieler Torsten Frings, der zwei Treffer erzielte und danach in den Interviews frustriert schwadronierte, bei Joachim Löws Nominierungen für die Nationalelf ginge es nicht nach Leistung. Denn sonst wäre er ja nicht ausgebootet worden.
Bleibt zu hoffen, dass er sich irrt, Lichtgestalt Franz Beckenbauer, Völlers Trainer 1990, die richtigen Einflüsterungen haucht, Jürgen Klinsmann, Löws Vorgänger und Freund, gute Ratschläge gibt und Joachim Löw am Ende allein die richtigen WM-Fahrer wählt. 80 Millionen Bundestrainern kann er es ohnehin nicht recht machen.
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Die Ergebnisse des 31. Spieltags im Überblick:
1. FC Köln - VfL Bochum 2:0
VfB Stuttgart - Bayer Leverkusen 2:1
VfL Wolfsburg - Werder Bremen 2:4
FC Schalke 04 - Borussia Mönchengladbach 3:1
Hamburger SV - 1. FSV Mainz 05 0:1
SC Freiburg - 1. FC Nürnberg 2:1
Bayern München - Hannover 96 7:0
Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim 1:1
Eintracht Frankfurt - Hertha BSC Berlin 2:2
Tabelle
1 Bayern München 63 P
2 FC Schalke 04 61 P
3 Werder Bremen 54 P
4 Bayer Leverkusen 54 P
5 Borussia Dortmund 53 P
6 VfB Stuttgart 50 P
7 Hamburger SV 48 P
8 VfL Wolfsburg 46 P
9 Eintracht Frankfurt 45 P
10 1. FSV Mainz 05 44 P
11 1. FC Köln 37 P
12 Borussia Mönchengladbach 37 P
13 1899 Hoffenheim 35 P
14 1. FC Nürnberg 28 P
15 VfL Bochum 28 P
16 SC Freiburg 28 P
17 Hannover 96 27 P
18 Hertha BSC Berlin 23 P


Now, a dictionary definition of a pitch goes roughly as follows: “An area covered in grass vegetation, kept regular and short and maintained in its state by human activity. A pitch is generally intended solely for sporting activity and is not used for agricultural purposes. Pitches may be found in gardens, parks or sporting facilities.” Now, this is relatively uninteresting, as I’m sure you’ll agree, but the managers of Bayern München probably read the equivalent definition in the German Duden dictionary several times before meeting Schalke 04. Why was the definition of the word Rasen (trans: pitch) of such great interest to the guys from Munich? Because they weren’t sure that the pitch at Schalke fell under that definition. In other words, they thought it was unfit to play on.
