Sieger und Verlierer dieser Bundesligasaison

Der letzte Spieltag der Saison 2010/2011 ist gespielt. Die 18 Bundesligavereine teilen sich in Gewinner und Verlierer. Meine persönliche Bilanz:

Gewinner:
Natürlich Borussia Dortmund. Der verdiente, überlegene Meister. Mit vielen jungen Spielern, die hoffentlich, von Nuri Sahin abgesehen, der nach Madrid geht, der Borussia auch in der nächsten Spielzeit erhalten bleiben.
Leverkusen als Zweiter ist ebenfalls ein Gewinner. Wer Zweiter in der Bundesliga wird und sich vor den Bayern für die Champions League qualifiziert, gehört in diese Kategorie.
Dann nätürlich die „kleinen“ Vereine Hannover 96, Mainz 05, Nürnberg, Freiburg, die die Liga gewaltig aufmischten und überraschend weit oben stehen. Wollen mal sehen, wie sich Hannover und Mainz in Europa schlagen.
Gewinner sind auch die Teams, die von vornhinein nur den Klassenerhalt ausgegeben hatten und diesen realisierten. Kaiserslautern und der 1. FC Köln schafften dies, wobei man im Falle Kaiserslauterns noch ergänzen muss, dass sie die gesamte Saison über in kritischen Situationen die Nerven behielten und nicht dem vermeintlichen Allheilmittel Trainerwechsel verfielen. Lohn: ein toller siebter Rang.
Ein Sieger ist auch Borussia Mönchengladbach, die schon längst abgestiegen schien. Im Winter abschlagen auf Rang 18, setzten „die Fohlen“ eine Aufholjagd in Gang, die die Chance eröffnet, über die Relegation am nächsten Wochenende die Klasse zu erhalten. Natürlich bleibt in Gladbach nur das Lächeln, wenn der VfL Bochum in zwei Entscheidungsspielen unten gehalten wird.
Auch der Blick auf einzelne Fußballer offenbart Gewinner. Mario Gomez zum Beispiel, der Torschützenkönig der Bundesliga mit 28 Treffern wurde. Vor einem Jahr hätten ihn die Bayern als Chancentod fast noch vom Hof gejagt. Oder Trainer Thomas Tuchel, der in Mainz ein nationales Spitzenteam formte, das in dieser Saison nie schlechter als Rang 5 platziert war. Oder Schalkes Weltklassemann Manuel Neuer, der unter Beweis stellte, dass er der beste deutsche Torwart und ein würdiger Nachfolger von Oliver Kahn im Nationaltor ist. Oder Marco Reus oder Mirko Slomka oder Ilkay Gündogan oder oder oder.

Die Welt besteht aber nicht nur aus Gewinnern. Wo es Sieger gibt, da gibt es auch Verlierer. Gerade in der Bundesliga.
Bayern München wurde nicht Meister und jede Saison ohne Meistertitel ist dort eine verlorene. Jedoch, die Fans anderer Verein werden das differenzierter sehen und eine Spielzeit ohne Bayern-Titel als Gewinn bewerten.
Echte Verlierer sind die Absteiger FC St. Pauli und Eintracht Frankfurt. Natürlich ist die Eintracht die größere Enttäuschung. Abgestürzt nach guter Hinrunde, müssen sich die Hessen in Liga 2 neu sammeln. Aber auch von St. Pauli hätte ich mehr erwartet. Die Hinrunde lief gut. Doch Fanproteste gegen Kommerzialisierung und die Diskussionen um den Wechsel von Trainer Stanislawski trieben einen Tropfen der Missgunst ins hamburgische Freudenhaus-Gebilde. Der Zusammenhalt im Verein bekam Risse und ihn hätte es bedürft, um Grandioses zu leisten. St. Pauli steigt hoch erhobenen Hauptes ab. Doch die Paar Prozent mehr zum Klassenerhalt wären möglich gewesen. Sie wurden nicht ausgeschöpft.
Verlierer sind ansonsten die großen Vereine, die nach oben strebten und nach unten fielen. Mancher blieb einfach im Mittelmaß stecken, wie der HSV. Mancher kämpfte lange gegen den Abstieg: Wolfsburg, Bremen, Stuttgart, Schalke. Für sie ging die Saison glimpflich aus. Es hätte schlimmer kommen können.
Schalke ist deshalb für mich ein Verlierer, weil der Kader auf Bundesligaerfolg (Meisterschaft?) zusammengestellt wurde und dort enttäuschte. Allerdings können die Schalker die Spielzeit noch mit dem Pokalsieg retten und überzeugten in der Champions League. Mit Schalke verlor auch Zampano Magath, der Fans und Spieler gefühlsmäßig spaltete und nach dem Blitzwechsel zu Wolfsburg fast verzweifelte.

Schwer gezeichnet geht Christoph Daum aus der Saison, der sein Magier-Image mit dem Eintracht-Abstieg verloren hat und nicht mehr tragbar ist. Auf das Abstellgleis geraten ist Michael Ballack, der in Leverkusen voll angreifen wollte, aber von Verletzungen zurückgeworfen nun die Ausmusterung durch Bundestrainer Joachim Löw erwartet. Und schließlich Wolfsburgs Diva Diego, der beleidigt die existenziell wichtige Reise zur entscheidenden Partie seiner Mannschaft verweigerte, weil er nicht von Anfang an spielen durfte. So ein Typ ist keinem zahlenden Fan mehr zuzumuten.

Es war eine spannende, nie langweilige 48. Spielzeit der Fußball-Bundesliga. Am 5. August geht es von vorne los. Mit neuen Gewinnern und Verlierern.

Die Ergebnisse des 34. Spieltags:
Bayern München – VfB Stuttgart 2:1
1899 Hoffenheim – VfL Wolfsburg 1:3
Hannover 96 – 1. FC Nürnberg 3:1
Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt 3:1
Hamburger SV – Borussia M’gladbach 1:1
1. FSV Mainz 05 – FC St. Pauli 2:1
1. FC Köln – FC Schalke 04 2:1
SC Freiburg – Bayer Leverkusen 0:1
1. FC Kaiserslautern – Werder Bremen 3:2

Tabelle:
1 Borussia Dortmund 75 P
2 Bayer Leverkusen 68 P
3 Bayern München 65 P
4 Hannover 96 60 P
5 1. FSV Mainz 05 58 P
6 1. FC Nürnberg 47 P
7 1. FC Kaiserslautern 46 P
8 Hamburger SV 45 P
9 SC Freiburg 44 P
10 1. FC Köln 44 P
11 1899 Hoffenheim 43 P
12 VfB Stuttgart 42 P
13 Werder Bremen 41 P
14 FC Schalke 04 40 P
15 VfL Wolfsburg 38 P
16 Borussia Mönchengladbach 36 P
17 Eintracht Frankfurt 34 P
18 FC St. Pauli 29 P

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The good reasons to choose Dortmund and Manuel Neuer

So Borussia Dortmund is now the Bundesliga champion 2010-2011. Despite there being another two match days this season, BVB’s 2:0 win against Nuremberg on the weekend put them beyond the reach of their closest rivals, Leverkusen, who lost 0:2 to Cologne. Even if the Leverkusen boys had won, though, their chances of claiming this title this season would have stayed slim.

Dortmund’s statistics speak for themselves: they have the most wins, the least defeats, and the lowest number of goals conceded – they’ve been at the top of the league table since the tenth match day without even the shortest interruption. They are a young, dynamic team, headed by great players like Götze, Großkreuz, Hummels, Sahin, Schmelzer and Barrios – and I think they really deserve their victory. Well done Dortmund!

Aside from Dortmund’s title victory, the other big talking point in the German league at the moment is Manuel Neuer, who is looking to leave Borussia’s rivals Schalke 04. Apparently, he wants to go to Bayern Munich, but Manchester United have joined the bidding after seeing his skills in the Champions League. Nevertheless, Neuer seems intent on staying in the Bundelsiga. I wonder why?

Well, I suppose I can think of three good reasons why the German national team goalie doesn’t want to go to any of the other three major European leagues.

Reason number 1 has got to be the atmosphere in German stadia compared to English venues. Whilst Premier League sides have rid their grounds of terraces and allowed ticket prices to get out of control, the German clubs still have lively crowds of supporters packed into their stadia, cheering, singing and generally having a great time. I mean, who would want to exchange Dortmund’s famous Südtribüne, a near-sheer wall of shouting supporters, for the suspiciously quiet and almost clinical atmosphere of some English stadia?

The second reason that comes to mind is that the Bundesliga is well organised; much better than, say, the Italian Serie A, where players have to go on strike until they get paid, big investors lose their temper in the changing rooms and violent fans can get onto the pitch thanks to the crumbling stadium infrastructure. Whereas Italian teams regularly court bankruptcy until some shady millionaire coughs up enough to keep them ticking over, German teams save their way back to financial security – just look at Dortmund, whose managing director Hans-Joachin Watzke has done great work in rebuilding confidence in team finances, laying the groundwork for their victory this year.

The third reason for Neuer to stay put in Germany is that the league title is open to more than two teams. Whilst Spaniards who want to speculate on the result can really only place bets on Barça or Real, German gamblers still have a wide range of options. Obviously, smart money is almost always riding on Bayern Munich, but just look at the other winners in the last few seasons: Bremen 2004, Stuttgart 2007, Wolfsburg 2009 and, of course, Dortmund 2011.

There are three good reasons for Manuel Neuer to stay in the Bundesliga, then. In fact, these are also all good reasons to swap to, well, Dortmund! Then again, if you’ve ever played for Schalke, it’s just not the done thing.

Results Matchday 32:
Werder Bremen – VfL Wolfsburg 0:1
1. FC Kaiserslautern – FC St. Pauli 2:0
Borussia Dortmund – 1. FC Nürnberg 2:0
Hamburger SV – SC Freiburg 0:2
1. FSV Mainz 05 – Eintracht Frankfurt 3:0
1899 Hoffenheim – VfB Stuttgart 1:2
1. FC Köln – Bayer Leverkusen 2:0
Hannover 96 – Borussia Mönchengladbach 0:1
Bayern München – FC Schalke 04 4:1

Table:
1 Borussia Dortmund 72 P
2 Bayer Leverkusen 64 P
3 Bayern München 59 P
4 Hannover 96 57 P
5 1. FSV Mainz 05 52 P
6 1. FC Nürnberg 47 P
7 SC Freiburg 44 P
8 Hamburger SV 43 P
9 1899 Hoffenheim 40 P
10 FC Schalke 04 40 P
11 1. FC Kaiserslautern 40 P
12 VfB Stuttgart 39 P
13 Werder Bremen 38 P
14 1. FC Köln 38 P
15 VfL Wolfsburg 35 P
16 Eintracht Frankfurt 34 P
17 Borussia Mönchengladbach 32 P
18 FC St. Pauli 29 P

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Drei gute Gründe für Meister Dortmund und Manuel Neuer

Borussia Dortmund ist Meister. Verdienter Meister. Drei Spieltage vor Saisonschluss hat der BVB durch ein 2:0 gegen Nürnberg den Titelgewinn klar gemacht, weil Leverkusen in Köln mit 0:2 verlor. Dabei waren die Leverkusener Titelchancen ohnehin nur noch gering.

Dortmund ist in allen statistischen Belangen herausragend. Die meisten Siege, die wenigsten Niederlagen, die wenigsten Gegentreffer. Seit dem zehnten Spieltag auf Platz 1. Mit einer jungen, dynamischen Mannschaft, gespickt mit tollen Einzelspielern wie Götze, Großkreuz, Hummels, Sahin, Schmelzer oder Barrios. Mein Glückwunsch geht nach Dortmund.

Das zweite große Thema der Bundesliga dieser Tage ist der bevorstehende Vereinswechsel von Manuel Neuer. Er möchte den FC Schalke verlassen, vermutlich zu Bayern München. Obwohl seit letzter Woche Manchester United mitbietet. Die grandiose Leistung des Nationaltorhüters in der Champions League-Partie ließ die Engländer ihren Blick auf Neuer richten. Doch der will lieber innerhalb der Bundesliga wechseln. Warum?

Nun, drei Gründe kann ich dafür finden, warum der Spitzentorwart nicht in eine der drei anderen großen europäischen Ligen wechseln möchte:
1.) In deutschen Stadien ist die Stimmung besser als in englischen. Der Erhalt der Stehplätze in den deutschen Stadien schafft eine herausragende Atmosphäre, mit Fangesängen und Choreographien. Der Verlust eben dieser Stehtraversen und horrende Eintrittskartenpreise machen aus englischen Arenen vielfach Stimmungsfriedhöfe mit Opernpublikum. Dortmunds riesige Südtribüne ist mit ihren Fans dagegen eines Meisters würdig und der „zwölfte Mann“ des Teams.

2.) Die Bundesliga ist besser organisiert als die italienische Serie A. Spielerstreiks wegen ausstehender Gehälter, sich wild gebärdende Großinvestoren, mangelnde Zuschauersicherheit aufgrund maroder Stadien – alles hierzulande unbekannt. Ein beinahe insolventer Fußballverein wird in Deutschland nicht durch dubiose Finanzspritzen, sondern durch besonnenes Wirtschaften auf den Erfolgsweg zurückgeführt. Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat hier vorbildlich gearbeitet und den Grundstein für die Dortmunder Meistermannschaft gelegt.

3.) In Deutschland gibt es nicht nur zwei Klubs, die um die Meisterschaft kämpfen. In Spaniens Primera Division ist alljährlich nur die Frage: Real oder Barcelona? Klar, in Deutschland ist Bayern München vor jeder Saison der große Favorit. Aber es gibt eine Menge Teams, die dem Rekordmeister Paroli bieten können. Bremen 2004, Stuttgart 2007, Wolfsburg 2009 oder eben Dortmund 2011.

Drei gute Gründe also für Manuel Neuer, in der Bundesliga zu bleiben. Drei gute Gründe eigentlich um, äh, nach Dortmund zu wechseln. Doch das verbietet sich als Schalker dann doch.

Die Ergebnisse des 32. Spieltags:
Werder Bremen – VfL Wolfsburg 0:1
1. FC Kaiserslautern – FC St. Pauli 2:0
Borussia Dortmund – 1. FC Nürnberg 2:0
Hamburger SV – SC Freiburg 0:2
1. FSV Mainz 05 – Eintracht Frankfurt 3:0
1899 Hoffenheim – VfB Stuttgart 1:2
1. FC Köln – Bayer Leverkusen 2:0
Hannover 96 – Borussia Mönchengladbach 0:1
Bayern München – FC Schalke 04 4:1

Tabelle:

1 Borussia Dortmund 72 P
2 Bayer Leverkusen 64 P
3 Bayern München 59 P
4 Hannover 96 57 P
5 1. FSV Mainz 05 52 P
6 1. FC Nürnberg 47 P
7 SC Freiburg 44 P
8 Hamburger SV 43 P
9 1899 Hoffenheim 40 P
10 FC Schalke 04 40 P
11 1. FC Kaiserslautern 40 P
12 VfB Stuttgart 39 P
13 Werder Bremen 38 P
14 1. FC Köln 38 P
15 VfL Wolfsburg 35 P
16 Eintracht Frankfurt 34 P
17 Borussia Mönchengladbach 32 P
18 FC St. Pauli 29 P

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Tradition is all very well and good, but…

After having recently spent most a blog post cracking jokes at the (considerable) expense of vulgar nouveau riche football clubs, I thought I should even things out a bit by admitting something: tradition, as nice as it is to have, is no better at buying success than good, hard cash. A team that has been demonstrating this over and over again in the last couple of weeks is the Hamburger Sportverein, or HSV. This Hamburg team, with their long and great history, lost by a very poor 0:3 to VfB Stuttgart on the weekend; the week before, they only just limped to a disappointing 0:0 draw against Hannover Sportverein 1896, despite the fact that they were playing at home and that Hannover are supposed to be the smaller and less important HSV from the North German plain.

It’s not like Hamburg are running short on tradition. No, the harbour city boys have never been relegated from the top league since its inception in 1963; neither have they been lacking in titles, winning the league six times since then – in 1983, they even won the European Cup against Juventus Turin. In 1987, they won their third DFB cup, and then… and then nothing.

Now, before we go any further, let me just respond to a few points. Firstly, of course things could be worse – just look at Borussia Mönchengladbach and 1. FC Köln, or Eintracht Frankfurt or 1. FC Kaiserslautern, all of whom have tasted the bitter draught that is relegation and had to fight their way back up to Bundesliga play. Then again, this fight and the victories gained in it at least energised the young fans in a way that HSV supporters born after 1980 have never experienced. Add to this the fact that Frankfurt and Kaiserslautern very nearly went bankrupt just a few years back, and you’ll see that being a HSV fan is very much like living in a comfortable, well-off, but quite boring bubble. Even with their expensive squad, full of big-name international players and what some might like to call stars, HSV have trouble shaking off the lethargy and call it a good season if they make it to fifth place.

Meanwhile, Cologne’s team only really has one star: Lukas “Prince Poldi” Podolski, who has already been relegated with his team once (seven years back) and who, with the 1:4 caning administered by Wolfsburg on the weekend, looks like he’ll be going through another. Just before the disastrous game, the popular coach Frank Schaefer said he would step down at the end of the season of his own free will; team insiders, however, cite director Volker Finke as the source of at least some of this “free will”, in no small part due to his habit of getting involved in coaching business. I wonder if he’s learned anything from recent examples of what happens when teams know that their coach will be leaving at the end of the season: just look at FC Bayern München and Louis van Gaal – or Hamburger SV, of course, where Armin Veh “surprisingly” announced his departure (before they could fire him…).

Johannes Göbel

Results match day 31:

SC Freiburg – Hannover 96 1:3
FC Schalke 04 – 1. FC Kaiserslautern 0:1
Bayer Leverkusen – 1899 Hoffenheim 2:1
VfB Stuttgart – Hamburger SV 3:0
Eintracht Frankfurt – Bayern München 1:1
FC St. Pauli – Werder Bremen 1:3
Borussia Mönchengladbach – Borussia Dortmund 1:0
VfL Wolfsburg – 1. FC Köln 4:1
1. FC Nürnberg – 1. FSV Mainz 05 0:0

Table:
1 Borussia Dortmund 69 P
2 Bayer Leverkusen 64 P
3 Hannover 96 57 P
4 Bayern München 56 P
5 1. FSV Mainz 05 49 P
6 1. FC Nürnberg 47 P
7 Hamburger SV 43 P
8 SC Freiburg 41 P
9 1899 Hoffenheim 40 P
10 FC Schalke 04 40 P
11 Werder Bremen 38 P
12 1. FC Kaiserslautern 37 P
13 VfB Stuttgart 36 P
14 1. FC Köln 35 P
15 Eintracht Frankfurt 34 P
16 VfL Wolfsburg 32 P
17 Borussia Mönchengladbach 29 P
18 FC St. Pauli 29 P

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The Bundesliga is like a box of chocolates…

Professional footballers have a lot in common with children – well, at least the FC Bayern boys do in any case. On the one hand, they’re unpredictable, moody, and have real difficulty concentrating on one thing for 90 minutes, as shown by their poor 1:1 performance against a much weaker Nuremberg side last week. Then again, just like children, they can be fresh, creative and full of innocent pleasure, which is what the Bayern team was like yesterday as they stormed to a 5:1 win over Bayer Leverkusen.

As far as the club bigwigs around President Uli Hoeneß are concerned, the reason FC Bayern had been more disappointing childish than pleasantly childlike to date was the strict coaching style of the recently-departed Louis van Gaal (who actually makes his daughters call him “Sir”, but that’s another matter altogether…). One thing that would seem to bear this out is the fact that, compared to van Gaal’s harsh and exacting teaching style, replacement coach Andries Jonker is something of a woolly, “call me Andries”-style pedagogue whose hands-off light-touch has seen Bayern turn things around and take apart supposed league contenders Leverkusen by a four-goal margin.

If you ask me, that’s the great thing about the Bundesliga: you really do never know what you’re going to get. Just look at Wolfsburg; on paper, it is the second most expensive team in the league, and yet they are currently playing in a desperate attempt to avoid relegation. Their comrades in arms in the fight against the drop are, however, St. Pauli, who field what is probably the cheapest squad in the league. So all bets where off this weekend as the two sides clashed. With all that cash going around, plus the home advantage and the new coach Felix Magath, who has a strong track record as both a championship winner and saver of teams in danger of relegation, you might have thought that Wolfsburg was a dead cert to win and pull themselves out of the relegation zone. In the end, though, they only managed a lucky 2:2 draw against their underfinanced rivals – and it would have been a loss without that saved-by-the-bell equaliser in the 89th minute. It would be interesting to see what happens if Wolfsburg really do get relegated, making them the most expensive second-league side ever. Then again, they might be forced to downsize if sponsors Volkswagen withdraw their financial support, without which the team would never have gotten anywhere near the Bundesliga in any case. I’m not sure how well they’d deal with relegation at all.

If Pauli drop though, that won’t be so much of a problem for the side: shuttling between the top and the second league is, after all, what Pauli do best. Even stinging from relegation, Pauli fans will still have something to toast in a few weeks anyway, since they achieved their main goal of beating city rivals Hamburger SV back in February. In any case, what will really hurt this cult club near Hamburg’s famous Reeperbahn will be the end of coach Holger Stanislawski’s 18-year career there. Starting as a player, then manager and now working as a coach, Stanislawski is a Pauli-legend – but a legend who is seeking pastures new, most probably down south at TSG 1899 Hoffenheim. I’m not sure whether it’s the right move for him, though, because – just like the Wolfsburg side who Pauli put to shame this weekend – Hoffenheim is a team in the pocket of big-business: Dietmar Hopp, founder of software giant SAP, is trying to turn money into football success; but the Bundesliga remains just like a box of chocolates…

Johannes Göbel

Results match day 30:
1. FSV Mainz 05 – Borussia Möchengladbach 1:0
Hamburger SV – Hannover 96 0:0
VfL Wolfsburg – FC St. Pauli 2:2
1899 Hoffenheim – Eintracht Frankfurt 1:0
1. FC Köln – VfB Stuttgart 1:3
1. FC Kaiserslautern – 1. FC Nürnberg 0:2
Werder Bremen – FC Schalke 04 1:1
Bayern München – Bayer Leverkusen 5:1
Borussia Dortmund – SC Freiburg 3:0

Table:
1 Borussia Dortmund 69 P
2 Bayer Leverkusen 61 P
3 Bayern München 55 P
4 Hannover 96 54 P
5 1. FSV Mainz 05 48 P
6 1. FC Nürnberg 46 P
7 Hamburger SV 43 P
8 SC Freiburg 41 P
9 1899 Hoffenheim 40 P
10 FC Schalke 04 40 P
11 Werder Bremen 35 P
12 1. FC Köln 35 P
13 1. FC Kaiserslautern 34 P
14 VfB Stuttgart 33 P
15 Eintracht Frankfurt 33 P
16 VfL Wolfsburg 29 P
17 FC St. Pauli 29 P
18 Borussia Mönchengladbach 26 P

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Die Zeit der Generäle ist vorbei. Alles klar mit Neuer?

Brisante Zweikämpfe standen am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga auf dem Plan. Die Abstiegsduelle Frankfurt gegen Bremen, Stuttgart gegen Kaiserslautern und Mönchengladbach gegen Köln sollten die Frage erhellen, wer in fünf Wochen absteigen muss. Letzteres als Derby benachbarter Konkurrenten.

Auch Bayern München trat zum Derby an. Beim Club aus Nürnberg. Im Fokus stand Bayerns Präsident Uli Hoeneß. Den hatten Teile der eigenen Fans am vorletzten Wochenende heftig beschimpft, weil er den Stadtrivalen TSV 1860 retten möchte. Hoeneß im Blickfeld – aber anders als gedacht.

Überstrahlt wurden alle Bundesligapartien vom brisanten Wiedersehen des FC Schalke 04 und seines Ex-Trainers Felix Magath. Der kehrte 24 Tage nach seiner Beurlaubung mit dem VfL Wolfsburg als Coach nach Gelsenkirchen zurück. Würden die Schalker Spieler, die Magath alles Schlechte beim Abschied wünschten, wutschnaubend Magaths Wölfe vom Hof jagen? Wie würde der Empfang der Schalke-Fans für Magath ausfallen, der die Anhängerschaft tief gespalten hatte?

Nun, das Schalke-Spiel hielt in Sachen Brisanz nicht das, was ich erwartet hatte. Natürlich gab es Rivalitäten und Animositäten. Aber Ausfälle irgendeiner Art gab es nicht. Die Schalker gewannen einfach 1:0.

Auch Frankfurt gegen Bremen brachte keinen Aufreger und endete mit einem müden 1:1. Doch in zwei Abstiegsduellen gab es deutliche Siege. Kaiserslautern gewann überraschend 4:2 in Stuttgart und feierte die Auferstehung von Stürmer Srdjan Lakic, der nach zehn Wochen Torflaute endlich wieder die Kiste traf.

Mönchengladbach demütigte den Derbyrivalen Köln mit einem 5:1 und sendet letzte Notsignale im Kampf gegen den Abstieg. Zwei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz lassen das Unvermeidliche plötzlich abwendbar erscheinen.

Für den Knalleffekt des Spieltags sorgte jedoch Uli Hoeneß bei Bayern München. Die Münchener kamen beim 1. FC Nürnberg nur zu einem 1:1, weil Jung-Torwart Thomas Kraftmpatzte. Zu wenig für die Champions League-Ambitionen des Rekordmeisters, der wieder Hannover 96 in der Tabelle an sich vorbeiziehen lassen muss. Das hatte Konsequenzen. Trainer Louis van Gaal wurde rausgeschmissen.

In der Begründung lief Vereinspräsident Hoeneß zur Hochform auf. In aggressivem Ton begründete er van Gaals Ende. Hoeneß ließ auf der Pressekonferenz verlauten, mit dem aus seiner Sicht unnötigen Torwartwechsel von Hans-Jörg Butt zu Thomas Kraft wäre „die Scheiße“ losgegangen. Nach einer Kette von Fehlern des Trainers habe der Vorstand handeln müssen. Die allgemeine Verunsicherung der Mannschaft habe ihren Ursprung im Tor. Die Spieler hatten außerdem Probleme mit van Gaal, der keinen Spaß mehr vermitteln konnte.

Nachtreten in Reinform. Von einem, der am längeren Hebel sitzt. Und Thomas Kraft sollte sich dringend nach einem neuen Verein für die nächste Saison umsehen. Eine Zukunft wird er in München, nach meiner Meinung, nicht mehr haben. Vielmehr erscheint logisch, dass die Verpflichtung des Schalker Nationaltorhüters Manuel Neuer zur neuen Saison schon seit dem Winter unter Dach und Fach ist. Hoeneß deshalb eine Torhüterdiskussion Butt oder Kraft für völlig unnötig hielt und es ein Fehler van Gaals war, dieses Torhüterthema überhaupt in den Fokus gestellt zu haben.

Und noch etwas anderes zeigt diese Entlassung. Die Zeit der Generäle ist vorbei. Herrische Diktatoren, die ihre Spieler wie Untertanen behandeln, Trainer die nur über ihre Assistenten mit der Mannschaft kommunizieren, haben ausgedient. Das trifft auf van Gaal zu, aber auch auf Felix Magath, der sich für mich mit dem Wolfsburg-Engagement auf dem absteigenden Ast befindet. Kooperative Mannschaftsführung á la Klopp ist das Zeichen der Zeit.

Die Ergebnisse des 29. Spieltags:
Eintracht Frankfurt – Werder Bremen 1:1
FC Schalke 04 – VfL Wolfsburg 1:0
Hamburger SV – Borussia Dortmund 1:1
SC Freiburg – 1899 Hoffenheim 3:2
Hannover 96 – 1. FSV Mainz 05 2:0
1. FC Nürnberg – Bayern München 1:1
VfB Stuttgart – 1. FC Kaiserslautern 2:4
Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln 5:1
Bayer Leverkusen – FC St. Pauli 2:1

Tabelle:
1 Borussia Dortmund 66 P
2 Bayer Leverkusen 61 P
3 Hannover 96 53 P
4 Bayern München 52 P
5 1. FSV Mainz 05 45 P
6 1. FC Nürnberg 43 P
7 Hamburger SV 42 P
8 SC Freiburg 41 P
9 FC Schalke 04 39 P
10 1899 Hoffenheim 37 P
11 1. FC Köln 35 P
12 1. FC Kaiserslautern 34 P
13 Werder Bremen 34 P
14 Eintracht Frankfurt 33 P
15 VfB Stuttgart 30 P
16 VfL Wolfsburg 28 P
17 FC St. Pauli 28 P
18 Borussia Mönchengladbach 26 P

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All eyes on Christoph Daum

Christoph Daum’s return to Bundesliga football has grabbed the headlines and suddenly, the full heat of the media microscope is bearing down on him and his new employers, Eintracht Frankfurt.

So how will this famous motor-mouth do? He is known across Germany as a talented coach, beginning his meteoric career in Cologne, then progressing onto a head coaching job at Stuttgart. He was soon back on the Rhine, helping Leverkusen become a fixture as runner-up champions. At these dizzy heights, he almost made it to the top spot as national coach, but lost it all following a sleazy cocaine scandal, fleeing to Turkey and dropping off the radar here.

Unnoticed, however, he slipped back into German football in 2006 when Cologne were dawdling in the second division and, after another interlude in oriental parts, he has now reappeared unexpectedly in Frankfurt. Whilst Eintracht may have won their last game under now-former coach Michael Skibbe, their fear of being relegated got the better of them and their chairman Heribert Bruchhagen. Eintracht Frankfurt needed a new coach who would motivate the team and be able to communicate with them without misunderstandings, and in these two respects, Daum is their man. Nevertheless, there is no denying that Daum is desperate and that, for all he talks about being a “concept coach” and the exciting aspects of training the Eintracht team, this is simply the best he can do with his damaged brand name.

We all know that he’d really like to go back to the top end of the Bundesliga, to the Champions League team, but he just can’t – especially since the only team in this category in the Bundesliga at the moment is Bayern München, and as Klopp, Slomka and Dutt show, coaches with scratches on the paint of their professionality can only ever aspire to the middle-league and then try and bring these teams to the top.

Of course, the advantage of this is that the trainer can rehabilitate his reputation by leading an average team to the top of the league. So can Daum take Frankfurt into the international big leagues? Well, he’s done it before with Stuttgart and Leverkusen; but Frankfurt is another kettle of fish. They are likely candidates for relegation, and if they drop, Daum will drop them – he thinks a lot of himself and would not coach in the second division.

It was an odd twist of fate that his first game at Frankfurt was against Felix Magath coaching Wolfsburg: he is desperately trying to lead them back out of the danger zone after his surprise switch from Schalke a few weeks back.

In any case, after just eleven days, Daum has already progressed with Frankfurt to the extant that it wasn’t just perennial one-man-machine Theofanis Gekas who was able to score a goal, and Alexandar Meier actually took Eintracht into the lead against the Wolves, and after one of their players was sent off, it looked as if Frankfurt should take the match – but Wolfsburg’s Mandzukic equalised just before the final whistle, showing that the Wolves were actually better than Frankfurt, who disappointed despite early promise. Then again, a draw is better than a loss and this has helped Frankfurt distance itself from the relegation zone – and helped Daum to get his foot back in the Bundesliga door.

Results Matchday 28:
Bayern München – Borussia Mönchengladbach 1:0
Werder Bremen – VfB Stuttgart 1:1
Borussia Dortmund – Hannover 96 4:1
1. FSV Mainz 05 – SC Freiburg 1:1
1. FC Kaiserslautern – Bayer Leverkusen 0:1
1899 Hoffenheim – Hamburger SV 0:0
1. FC Köln – 1. FC Nürnberg 1:0
VfL Wolfsburg – Eintracht Frankfurt 1:1

Table:
1 Borussia Dortmund 65 P
2 Bayer Leverkusen 58 P
3 Bayern München 51 P
4 Hannover 96 50 P
5 1. FSV Mainz 05 45 P
6 1. FC Nürnberg 42 P
7 Hamburger SV 41 P
8 SC Freiburg 38 P
9 1899 Hoffenheim 37 P
10 1. FC Köln 35 P
11 FC Schalke 04 33 P
12 Werder Bremen 33 P
13 Eintracht Frankfurt 32 P
14 1. FC Kaiserslautern 31 P
15 VfB Stuttgart 30 P
16 VfL Wolfsburg 28 P
17 FC St. Pauli 28 P
18 Borussia Mönchengladbach 23 P

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