Völler und die Stürmer von heute oder warum Frings Löw nicht leiden kann

Haach de Klicker ins Goal enei!“, hat mein Trainer immer zu mir gesagt. So einfach ist Fußball. „Hau den Ball ins Tor hinein!“ Aber hat Ihrer schon mal zu Ihnen gesagt: „Ich nehme Dich mit nach Südafrika.“? Wahrscheinlich höchstens zu einer privaten Ferienreise.

Matthäus und Völler, Cacau, Müller, Frings und Löw
Deutschland ist im WM-Fieber. Zwei Monate vor dem Event! Kein Tag vergeht in den Medien ohne die quälende Ungewissheit „Nimmt Löw Kuranyi mit?“. Und insgesamt kreist alles um die Frage: Wer soll nominiert werden? Ganz Fußball-Deutschland will dem Nationaltrainer reinreden. Allen voran Experte Franz Beckenbauer.

In der vergangenen Woche rückte die WM auch deshalb wieder ein Stück mehr ins Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit, weil ein großer deutscher Stürmer vergangener Tage seinen fünfzigsten Geburtstag feierte: Rudi Völler. Mit ihm verbinden deutsche Fans (und Frank Rijkaard) den Weltmeistertitel 1990. Außerdem hat er für 1860 München, Werder Bremen, Bayer Leverkusen, AS Rom und Olympique Marseille über viele Jahre hervorragende Leistungen gebracht und ist dabei ein sympathischer, zugänglicher Profi geblieben. Seine Zeit als Teamchef der Nationalmannschaft hat seine Beliebtheit noch gesteigert. Mit ihr erreichte Völler 2002 das WM-Finale in Südkorea. Seine Wutrede während der EM-Qualifikation 2003 ist legendär.

http://www.youtube.com/watch?v=V0xIECkaMVA

http://www.youtube.com/watch?v=fq7QI_aB-UM

Als Sportdirektor von Bayer Leverkusen ist er bis heute Teil der Bundesliga. Doch damit ist er der einzige Spieler aus dem Endspiel-Team 1990, das gegen Argentinien den Weltmeistertitel holte, auf den dies zutrifft. Illgner, Augenthaler, Berthold, Kohler, Buchwald, Brehme, Häßler, Matthäus, Littbarski, Klinsmann, Völler – so die erste Elf im Finale damals. Bodo Illgner befindet sich heute im Dauerruhestand in Spanien. Thomas Berthold, Jürgen Kohler, Guido Buchwald und Andreas Brehme missglückten in Düsseldorf, Aalen, Aachen oder Stuttgart die Versuche, im bezahlten Fußball nach der Spielerkarriere Fuß zu fassen. Säbelbein Pierre Littbarski, ebenfalls letzte Woche fünfzig geworden, unternimmt gerade einen neuen Anlauf als Praktikant beim FC Bayern München. Lothar Matthäus, 1990 der geniale Spielmacher, taugt ob seiner Frauengeschichten nur noch als Comedy-Zielscheibe. Klaus Augenthaler, zumindest mal in München, Leverkusen, Wolfsburg und Nürnberg in der Bundesliga als Trainer gearbeitet, versucht nun den Wiedereinstieg in der dritten Klasse in Unterhaching. Nur Thomas Häßler ist der ersten Liga neben Völler derzeit nahe. Als Techniktrainer beim 1. FC Köln. Bleibt noch Jürgen Klinsmann. Er erschien der Nationalmannschaft 2004 als Retter, vollbrachte das Fußballmärchen 2006, stieg 2008 als Buddha beim FC Bayern ein und stürzte als Ikarus ab. Danach entschwand er wieder in die USA. Für welchen Kader 2010 sich Joachim Löw schlussendlich auch entscheiden mag, den Nominierten bleibt zu wünschen, dass sie nach ihrer Karriere erfolgreicher agieren als ihre WM-Vorgänger.

Für den erlauchten Kreis der WM-Fahrer haben sich am 31. Spieltag wieder Stürmer, und dabei nicht nur Kevin Kuranyi, empfohlen. Zwar nicht Bayerns Miroslav Klose, der lag krank im Bett. Auch nicht Teamkollege Mario Gomez, der ist nur Bankdrücker. Und auch nicht Lukas Podolski, obwohl er ein Tor beim 2:0 seiner Kölner gegen Bochum vorbereitete. Aber Thomas Müller. Der Bayern-Shootingstar schoss zwei Tore beim 7:0 (!) des Rekordmeisters gegen Hannover. Olic und der unglaubliche Arjen Robben trafen außerdem zwei- bzw. dreimal. Natürlich bleibt der FC Bayern so auf Meisterkurs. Und Hannover hatte dank des isländischen Vulkans viel Zeit zum Nachdenken auf der langen Busheimfahrt. Hannover befindet sich nach dem Debakel wieder auf einem Abstiegsplatz, weil Freiburg gegen Nürnberg 2:1 gewann. Somit bleibt der Abstiegskampf ein Fünfkampf, aus dem sich kein Team vorzeitig lösen kann, zwischen Nürnberg, Bochum, Freiburg, Hannover und den unrettbaren Berlinern.

Beim Duell des VfB Stuttgart gegen Bayer Leverkusen trafen zwei Angreifer, die ebenfalls noch nach Südafrika reisen wollen. Leverkusens Stefan Kießling brachte mit seinem 19. Saisontreffer Bayer in Führung. Doch Stuttgarts Cacau schoss mit zwei Toren noch den Sieg des VfB heraus, der damit auf einen Europa League-Platz klettert. Leverkusen verliert dagegen seinen Champions League-Rang.

Den hat nun Werder Bremen inne. Die Hanseaten sind stetig in der Tabelle nach oben geklettert. In Wolfsburg gewannen die Bremer 4:2. Mann des Spiels war Mittelfeldspieler Torsten Frings, der zwei Treffer erzielte und danach in den Interviews frustriert schwadronierte, bei Joachim Löws Nominierungen für die Nationalelf ginge es nicht nach Leistung. Denn sonst wäre er ja nicht ausgebootet worden.

Bleibt zu hoffen, dass er sich irrt, Lichtgestalt Franz Beckenbauer, Völlers Trainer 1990, die richtigen Einflüsterungen haucht, Jürgen Klinsmann, Löws Vorgänger und Freund, gute Ratschläge gibt und Joachim Löw am Ende allein die richtigen WM-Fahrer wählt. 80 Millionen Bundestrainern kann er es ohnehin nicht recht machen.

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Die Ergebnisse des 31. Spieltags im Überblick:
1. FC Köln   -  VfL Bochum  2:0
VfB Stuttgart   -  Bayer Leverkusen  2:1
VfL Wolfsburg   -  Werder Bremen  2:4  
FC Schalke 04   -  Borussia Mönchengladbach  3:1
Hamburger SV   -  1. FSV Mainz 05  0:1
SC Freiburg   -  1. FC Nürnberg  2:1
Bayern München   -  Hannover 96  7:0
Borussia Dortmund   -  1899 Hoffenheim  1:1
Eintracht Frankfurt   -  Hertha BSC Berlin 2:2

Tabelle
1   Bayern München    63 P
2   FC Schalke 04     61 P
3   Werder Bremen   54 P
4   Bayer Leverkusen    54 P
5   Borussia Dortmund    53 P
6   VfB Stuttgart      50 P
7   Hamburger SV    48 P
8   VfL Wolfsburg  46 P
9   Eintracht Frankfurt     45 P
10   1. FSV Mainz 05 44 P
11   1. FC Köln      37 P
12   Borussia Mönchengladbach   37 P
13   1899 Hoffenheim    35 P
14   1. FC Nürnberg   28 P
15   VfL Bochum    28 P
16   SC Freiburg   28 P
17   Hannover 96    27 P
18   Hertha BSC Berlin  23 P

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The Bundesliga and its fans – a difficult relationship

There’s one thing my coach never tired of saying to me: “Hau den Ball ins Tor hinein!” – best translated with: “Just slam it into the back of the net!” What did yours used to say to you? What about this one: “I want to see you struggle!” Well, professionals in the Bundesliga are hearing this one a lot at this decisive point in the season: and it’s their own fans who are saying it.


The relationship between players and fans in the Bundesliga is simmering just below boiling point this season. After Hannover’s goalkeeper Robert Enke, suffering from a severe depression and trying to hide it from public view, ended up committed suicide in November of last year, Bundesliga officials, players and fans have been talking a lot about developing an atmosphere of respect, care and recognition – but these last six months have not seen these words become reality.

Whilst victory sees the players and fans dancing together, in raptures of ecstasy as goal-scorers kiss their tops and balance on the barriers around the pitch, yelling victory chants into megaphones, defeat sees the brutal opposite occur. After all, there’s a lot of money in the Bundesliga now and if success is not achieved, the fans start to see their players as nothing more than spoiled brats cashing fat pay-checks without putting in the performance.

The effects of this attitude could be seen on this 30th day of play, with only 30,000 spectators being allowed in Berlin’s Olympiastadion. Despite good-humoured Cold-War-quips about the “Eastern sector not being occupied”, the reason for the empty stands was the pitch invasion by Hertha Berlin fans after the game against Nuremberg four weeks back, which was also followed by riots. This led to the Eastern tribunes, the seats taken by the hardcore Hertha fans, being completely closed off; many fans had to content themselves with a big-screen showing of the game against Stuttgart.

Bad behaviour by fans also led to 1. FC Köln supporters being prevented from accompanying their team to Hoffenheim; at all previous away games, Cologne fans had been setting off fireworks as well as throwing handfuls of coins and lighters at players. With heavy fines having failed to prevent this kind of behaviour, more drastic measures had to be employed – 1. FC Nürnberg will also have to play away games without its supporters due to similar behaviour on their part.

Sometimes, players get involved, with HSVs Paolo Guerrero cracking after the taunts of one fan got too much. He lost his cool and threw his bottle at this particular “supporter”, but the Peruvian was still allowed in the European league starting line-up just four days later; on top of that, HSV also complained to the Bundesliga about the five-match ban he got himself for this lack of composure. It appears to me that there is a question here: how can teams demand respect from their supporters if they treat abuse of them so laxly?

Even in quiet little Hoffenheim, the Disneyland of German professional football, football’s loudmouths are gaining the upper hand. Hoffenheim’s fans just won’t tolerate mediocrity from their high-earning players and shout “Greedy bastards!” or “Get rid of Rangnick!” whilst blocking the team’s route to the bus after matches. The reason for this outpouring of bad feeling was Cologne’s 2:0 victory against TSG Hoffenheim, which seems to have saved 1. FC. from relegation. By the way, it could be interesting to speculate as to whether Hoffenheim fans are talking to just their players when they shout out “Greedy bastards”: after all, the team is kept by patrons who are not just million- but billionaires.

Now back to the Berlin fans who weren’t watching as their team played on home turf against VfB Stuttgart. This was the same Stuttgart team, by the way, whose own fans shouted slogans like “If you get us relegated, will kill every last one of you” while they were going through a rough patch in November. Now that they’re catching up in the second half of the season, though, the fans are dancing again – just as they were on the weekend after Stuttgart’s 1:0 win against the boys from the capital city.

The only fans who seem to be very happy at the moment are Bayern Munich’s. After beating Schalke 04 last week and then moving into the semi-final of the Champions League against Manchester United, the team and supporters had a 1:1 draw against Leverkusen, competitors for the Bundesliga title, to celebrate about. This game secured Bayern’s place at the top of the table, with Schalke obligingly losing to Hannover in a 2:4 shock defeat. Mirko Slomka, Hannover’s coach, used to train Schalke and so had the pleasure of ruining the championship chances of his former club. You won’t hear Schalke fans complaining, mind you, since they’re all in awe of the all-powerful coach Felix Magath. “Drop Magath!” is one chant you won’t be hearing just yet.

Results Matchday 30:
Borussia Mönchengladbach – Eintracht Frankfurt 2:0
Hertha BSC Berlin – VfB Stuttgart 0:1
1. FSV Mainz 05 – Borussia Dortmund 1:0
Hannover 96 – FC Schalke 04 4:2
1899 Hoffenheim – 1. FC Köln 0:2
Werder Bremen – SC Freiburg 4:0
Bayer Leverkusen – Bayern München 1:1
VfL Bochum – Hamburger SV 1:2
1. FC Nürnberg – VfL Wolfsburg 0:2

Table
1 Bayern München 60 P
2 FC Schalke 04 58 P
3 Bayer Leverkusen 54 P
4 Borussia Dortmund 52 P
5 Werder Bremen 51 P
6 Hamburger SV 48 P
7 VfB Stuttgart 47 P
8 VfL Wolfsburg 46 P
9 Eintracht Frankfurt 44 P
10 1. FSV Mainz 05 41 P
11 Borussia Mönchengladbach 37 P
12 1899 Hoffenheim 34 P
13 1. FC Köln 34 P
14 1. FC Nürnberg 28 P
15 VfL Bochum 28 P
16 Hannover 96 27 P
17 SC Freiburg 25 P
18 Hertha BSC Berlin 22 P

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Bundesliga und Fans – die schwierige Beziehung

Haach de Klicker ins Goal enei!“, hat mein Trainer immer zu mir gesagt. So einfach ist Fußball. „Hau den Ball ins Tor hinein!“ Aber hat ein Fan schon mal zu Ihnen gesagt: „Ich will Dich kämpfen seh’n!“? Bundesligaprofis müssen sich dies, jetzt in der entscheidenden Phase der Saison, oft von den eigenen Sympathisanten anhören. In der Bundesliga brodelt es.

Leere Ränge im Berliner Olympiastadion
Das Verhältnis Bundesligaprofi-Fan ist in dieser Saison ein ganz spezielles. Nach dem Selbstmord von Hannovers Torhüter Robert Enke im November 2009, der an schweren Depressionen erkrankt war, die er vor der Öffentlichkeit geheim halten wollte, sprachen Funktionäre, Spieler und auch Fans viel von Respekt, Rücksicht, Verständnis und Achtung, die künftig im Umgang miteinander herrschen müsse. Ein halbes Jahr später ist nichts mehr davon übrig geblieben.

Während bei Erfolgen Mannschaft und Anhänger miteinander tanzen, jubeln und „Humba humba humba täterä“ singen, ein Spieler sein Trikot küsst und auf den Begrenzungszaun steigt, um ins Megaphone zu brüllen und einfach alle in Glückseligkeit baden, dreht sich dieses Schauspiel bei Misserfolg brutal um. In der Bundesliga geht es mittlerweile um viel Geld. Bleibt der Erfolg aus, betrachten die Fans die Spieler nur noch aus dem mitleidlosen Blickwinkel der Neidgesellschaft.

Im Berliner Olympiastadion waren an diesem 30. Spieltag nur 30000 Zuschauer zugelassen. Hinter dem eher lustig klingenden Slogan „In Berlin dürfte der Ostblock nicht besetzt werden!“ steckte der ernste Hintergrund der Platzstürmung und Randale durch Hertha-Fans nach dem Spiel gegen Nürnberg vor vier Wochen. Die von den hartgesottenen Anhängern benutzte Osttribüne musste diesmal leer bleiben. Die Fans wichen für das Spiel gegen Stuttgart auf Public Viewing aus.

Der 1. FC Köln dürfte an diesem Spieltag nicht von seinem Anhang zum Auswärtsspiel in Hoffenheim begleitet werden. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern sowie geballter Münzen- und Feuerzeugwurf bei jeder bisherigen Auswärtspartie führten nach wiederholten Geldstrafen nun zu dieser drastischen Maßnahme. Auch dem 1. FC Nürnberg stehen solche Geister-Auswärtsspiele aus gleichen Gründen noch bevor.

HSV-Profi Paolo Guerrero wurden letzte Woche die wüsten Beschimpfungen eines Zuschauers beim Verlassen des Spielfeldes zu viel. In einer Kurzschlusshandlung warf er einem „Fan“ eine Trinkflasche an den Kopf. Dennoch dürfte der Peruaner nur vier Tage später in der Europa League wieder auflaufen. Und die HSV-Verantwortlichen legten auch noch Einspruch gegen die fünf Bundesligaspiele-Sperre Guerreros ein. Darf man so einfach zur Tagesordnung übergehen und von der Gefolgschaft andererseits Respekt verlangen?

Im beschaulichen Hoffenheim, dem Disneyland des deutschen Profifußballs, hagelt es plötzlich Protestartikulationen á la Fußball-Proletariat. Mittelmaß wird im Kraichgauer Fußball-Wirtschaftswunder nicht geduldet. Die Fans protestieren mit „Scheiss Millionäre!“, „Rangnick raus!“ und Sitzblockaden vor dem Mannschaftsbus. Grund: Dem 1. FC Köln gab der Ausschluss des eigenen Anhangs Auftrieb. Durch den 2:0-Sieg in Hoffenheim sind die Kölner so gut wie vor dem Abstieg gerettet. Hinzuweisen noch auf den feinen Unterschied, den die Anhänger der TSG Hoffenheim machen: Hier wird nur „Scheiss Millionäre!“ gebrüllt. Mit „Scheiss Milliardäre!“ würde man ja den eigenen Mäzen vergrätzen.

Gegner der Hertha war im Berliner Olympiastadion nach dem Ausschluss der Fans nur noch der VfB Stuttgart. Jener VfB, bei dem verblendete Anhänger noch im November den Spielern entgegen warfen: „Wenn ihr absteigt, schlagen wir euch tot!“ Nach einer Aufholjagd in der Rückrunde, in deren Verlauf der VfB mittlerweile auf Europa League-Reichweite hinaufgeklettert ist, wird wieder miteinander getanzt. 1:0 gewann die beste Mannschaft der Rückrunde beim niederliegenden Hauptstadtklub.

Verdruss bereitet der FC Bayern München seinen Fans dieser Tage nicht. Nach dem Sieg letzte Woche bei Schalke 04 und dem Halbfinaleinzug in der Champions League gegen Manchester United, freuten sich diesmal Mannschaft und Anhängerschaft über ein 1:1 beim direkten Meisterschaftskonkurrenten Bayer Leverkusen. Die Tabellenführung wurde gefestigt, auch weil Schalke 04 überraschend in Hannover 2:4 verlor. Mirko Slomka, Hannover- und Ex-Schalke-Trainer versaut so seinem früheren Klub die Meisterschaft. Doch Schalker Fans protestieren in solch einem Misserfolgsfall nicht. Sie würden sonst Gefahr laufen, vom allmächtigen Felix Magath verkauft zu werden. „Magath raus!“

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Die Ergebnisse des 30. Spieltags im Überblick:
Borussia Mönchengladbach – Eintracht Frankfurt 2:0
Hertha BSC Berlin – VfB Stuttgart 0:1
1. FSV Mainz 05 – Borussia Dortmund 1:0
Hannover 96 – FC Schalke 04 4:2
1899 Hoffenheim – 1. FC Köln 0:2
Werder Bremen – SC Freiburg 4:0
Bayer Leverkusen – Bayern München 1:1
VfL Bochum – Hamburger SV 1:2
1. FC Nürnberg – VfL Wolfsburg 0:2

Tabelle
1 Bayern München 60 P
2 FC Schalke 04 58 P
3 Bayer Leverkusen 54 P
4 Borussia Dortmund 52 P
5 Werder Bremen 51 P
6 Hamburger SV 48 P
7 VfB Stuttgart 47 P
8 VfL Wolfsburg 46 P
9 Eintracht Frankfurt 44 P
10 1. FSV Mainz 05 41 P
11 Borussia Mönchengladbach 37 P
12 1899 Hoffenheim 34 P
13 1. FC Köln 34 P
14 1. FC Nürnberg 28 P
15 VfL Bochum 28 P
16 Hannover 96 27 P
17 SC Freiburg 25 P
18 Hertha BSC Berlin 22 P

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You name the pitch, and Bayern’ll win on it

There’s one thing my coach never tired of saying to me: “Hau den Ball ins Tor hinein!” – best translated with: “Just slam it into the back of the net!” What did yours used to say to you? What about this one: “Oh, look at that lovely green pitch!” Well, if he was a gardener, I suppose he might have.

Ribery vs. SchalkeNow, a dictionary definition of a pitch goes roughly as follows: “An area covered in grass vegetation, kept regular and short and maintained in its state by human activity. A pitch is generally intended solely for sporting activity and is not used for agricultural purposes. Pitches may be found in gardens, parks or sporting facilities.” Now, this is relatively uninteresting, as I’m sure you’ll agree, but the managers of Bayern München probably read the equivalent definition in the German Duden dictionary several times before meeting Schalke 04. Why was the definition of the word Rasen (trans: pitch) of such great interest to the guys from Munich? Because they weren’t sure that the pitch at Schalke fell under that definition. In other words, they thought it was unfit to play on.

Perhaps the Schalke football field used to be just that – a field, with crops and farmers and all sorts. It wouldn’t be that surprising if the Schalke pitch had picked up a few others things besides grass: after all, the entire turf can be driven out of the stadium to get a supply of fresh air and uninterrupted sunlight. Nevertheless, this didn’t stop Bayern putting in a complaint to the German Football Association, who promptly explained that this was out of their remit. Maybe the German FA doesn’t dirty its hands with gardening, or just doesn’t have green fingers – not that that mattered, of course. All of this was just typical pre-match jockeying, with the real conflict coming on the pitch – no matter what condition it was in.

And to anyone who was hoping to see the somewhat unpopular people from Munich get taught a lesson from the current table-toppers Schalke, the pitch was unfortunately quite kind to Bayern, showing that Schalke coach Magath can’t always pull a rabbit out of the hat like at Wolfsburg. No, it was the record-holders Bayern that dominated this game, still riding high on their victory against Manchester in the Champions’ League – and the fact that they had already beaten Schalke in the cup game just ten days back. The lads from Gelsenkirchen were, in any case, not really at their best as they were against Leverkusen just one short week ago. Not even Bayern’s being forced to play the entire second half one man down gave Schalke the chance to win. Bayern went into the second half leading 2:1 thanks to Ribéry and Müller (with Kuranyi scoring for Schalke), and that’s how it stayed. As Bayern’s president Uli Hoeneß phrased it: “Anyone who can’t score against 10 men for 45 minutes does not deserve the championship.”

This clash at the top of the game somewhat obscured the other interesting duel on this day of play, with third-placed Leverkusen playing against the original masters of surprise at Frankfurt. Like pretty much everyone else, even the Frankfurters themselves are surprised at how high they are in the table – and are equally taken aback by the fact that they are almost on the starting blocks for international tournaments. The question is why? The team has not been noticeably strengthened since last season, and it simply seems to be a matter of the coach Michael Skibbe allowing his team to play more attack than his predecessor Funkel was willing to permit. The real reason, however, is simple: as so very often happens in football, when a team is on a roll, everything goes fine. When you’re on a roll, you can turn around a looming 1:2 defeat and a rather clumsy defender going by the name of Maik Franz can close the match at 3:2. And when you’re not on a roll, then you lose that can kind of game and, just like in the current case with Leverkusen, have to worry about being thrown out of the Champions’ League – after all, Borussia Dortmund are hot on their heels.

That’s right: the boys from Dortmund won the duel between the runners up for the third place by beating Werder Bremen 2:1; Bremen slept through the first half and then it was too late to equalise, even with help from Großkreutz and Subotic. Schalke and Dortmund in the Champions League? That would make the Ruhr area more than just the German capital of culture this year.

A few hundred miles eastwards, Hertha BSC Berlin just down want to go down. No sooner had everybody decided that the Berlin team was going to be relegated, and Hertha started winning, pocketing a 3:0 victory in Cologne. What with Freiburg and Hannover not winning, however, the relegation spot is still within reach and could be claimed on the next day of play at home in the Olympiastadion – with its lovely green pitch, circled by the deep blue track.

Two last comments: Paolo Guerrero is back. The HSV striker who was suddenly struck by fear of flying in Peru and was probably, much in the manner of the A-Team’s B. A. Baracus, only to be got on a plane in an unconscious state, is now back on form and scoring. The problem is that he’s not scoring goals, but scoring hits against spectators with bottles in their hands – but he’s doing that on purpose and with great skill. The smart money is on him being thrown out right now, and the coach Labbadia following at the end of the season in the wake of HSV’s awful performance against Hannover.

To close, it is worth mentioning that Dettmar Cramer celebrated his 85th birthday last Sunday. This coach, one of the first big names in the game, worked for several Bundesliga teams, but earned real respect for his development work in the third world: read up about him here: http://en.wikipedia.org/wiki/Dettmar_Cramer

(Stefan Reichart/Brian Melican)

Results Matchday 29
FC Schalke 04 – Bayern München 1:2
Eintracht Frankfurt – Bayer Leverkusen 3:2
Borussia Dortmund – Werder Bremen 2:1
SC Freiburg – VfL Bochum 1:1
VfB Stuttgart – Borussia Mönchengladbach 2:1
1. FC Nürnberg – 1. FSV Mainz 05 2:0
1. FC Köln – Hertha BSC Berlin0:3
VfL Wolfsburg – 1899 Hoffenheim 4:0
Hamburger SV – Hannover 96 0:0

Table
1 Bayern München 59
2 FC Schalke 04 58
3 Bayer Leverkusen 53
4 Borussia Dortmund 52
5 Werder Bremen 48
6 Hamburger SV 45
7 VfB Stuttgart 44
8 Eintracht Frankfurt 44
9 VfL Wolfsburg 43
10 1. FSV Mainz 05 38
11 1899 Hoffenheim 34
12 Borussia Mönchengladbach 34
13 1. FC Köln 31
14 1. FC Nürnberg 28
15 VfL Bochum 28
16 SC Freiburg 25
17 Hannover 96 24
18 Hertha BSC 22

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Die Bayern gewinnen – egal auf welchem Rasen

Haach de Klicker ins Goal enei!“, hat mein Trainer immer zu mir gesagt. So einfach ist Fußball. „Hau den Ball ins Tor hinein!“ Oder hat Ihrer statt dessen gesagt: „Ach, ist der Rasen schön grün.“? Wenn er Gärtner war, vielleicht?


Als Rasen definiert der Wikipedianer „eine Vegetationsdecke aus Gräsern, die durch Wurzeln und Ausläufer mit der Vegetationstragschicht verbunden ist, im Siedlungsgebiet der Menschen liegt und nicht landwirtschaftlich genutzt wird. Rasen findet sich in Gärten, Parks oder Sportanlagen, zum Beispiel in Stadien oder auf Golfplätzen. Er wird meist kurz geschnitten.“ Ah ja, sehr interessant. Hier müssen auch die Verantwortlichen von Bayern München nachgeschlagen haben. Denn die Diskussionen vor dem Bundesliga-Topspiel zwischen dem Tabellenführer Schalke 04 und dem Zweiten Bayern München kreisten nicht etwa um Aufstellungen, Verletzungen und Einstellungen. Nein, besonderes Augenmerk lag auf einer Rasendebatte. Das Schalker Grün in der Arena sollte angeblich nicht spieltauglich sein. Vielleicht war es ja doch eher für landwirtschaftliche Zwecke gesät worden? Dabei kann der Rasen dank modernster Technik doch aus dem Stadion gefahren und außerhalb der muffigen Kampfbahn von frischer Luft und wärmender Sonne gestreichelt werden. Die Bayern legten Beschwerde bei der Deutschen Fußball Liga ein. Doch die erklärte sich für nicht zuständig. Wohl keine Landschaftsgärtner? Nun, Vorgeplänkel. Sinnlos wie immer. Zutreffende Floskel: Die Wahrheit liegt auf’m Platz. Und diese Wahrheit war für alle Schalker bitter.

Hatte man außerhalb der Bayern-Fanszene vor dem 29. Spieltag noch gehofft, die Münchener könnten beim Tabellenführer das Nachsehen haben, so erteilte der FC Bayern dieser Hoffnung eine Abfuhr und ist nun selbst wieder Spitze. Geschichte á la Magath und Wolfsburg wiederholt sich eben doch nicht immer. Der Rekordmeister dominierte das gesamte Spiel. Beflügelt von dem Sieg in der Champions League gegen Manchester und dem Wissen, Schalke vor zehn Tagen im Pokal in Gelsenkirchen geschlagen zu haben, ließen die nimmersatten Titelhamster ihrem Gegner keine Chance. Schalke andererseits war weit von der Galavorstellung entfernt, die es noch vor einer Woche gegen Leverkusen gegeben hatte. Nicht einmal, als die Bayern die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl agieren mussten, fanden die Schalker die Mittel, dem Widersacher noch den Sieg zu entreißen. Die 2:1-Halbzeitführung der Münchener durch Ribéry und Müller (bei einem Gegentreffer von Kuranyi) hatte bis zum Ende bestand. Bayern-Präsident Uli Hoeneß konstatierte am Ende, auf Schalke bezogen, leider mal wieder treffend: „Wenn man gegen zehn Mann in 49 Minuten der zweiten Halbzeit nicht eine Torchance hat, dann darf man nicht deutscher Meister werden.“

Das Spitzenspiel der Liga verstellte etwas den Blick auf andere interessante Duelle, die sich im Schatten der Topbegegnung abspielten. Der Tabellendritte Leverkusen musste beim Überraschungsachten Frankfurt antreten, der mittlerweile nach den internationalen Startplätzen greift. Die Frankfurter scheinen selbst nicht so genau zu wissen, warum sie so weit oben stehen. Merklich verstärkt wurde das Team gegenüber der letzten Saison nicht. Allein Trainer Michael Skibbe lässt offensiver spielen als sein Vorgänger Funkel. Es ist eben wie häufig im Fußball: Hat eine Mannschaft einen Lauf, dann klappt einfach alles. Dann holt man noch einen 1:2-Rückstand auf und ein ungelenker Verteidiger namens Maik Franz schießt am Ende per Fallrückzieher das 3:2. Und klappt einfach nichts, dann verliert man solch ein Spiel und muss wie im Fall Leverkusen befürchten, aus den Champions League-Plätzen geworfen zu werden. Denn Borussia Dortmund naht mit großen Schritten.

Die Dortmunder gewannen das Verfolgerduell um Platz 3 gegen Werder Bremen mit 2:1. Bremen verschlief die erste Halbzeit und schaffte es im zweiten Durchgang nicht mehr, die Führung durch Großkreutz und Subotic zu egalisieren. Schalke und Dortmund in der Champions League? Da wäre das Ruhrgebiet nicht nur kultureller Mittelpunkt Deutschlands 2010.

Hertha BSC Berlin will einfach nicht absteigen. Nachdem der Abgesang auf das Tabellenschlusslicht letzte Woche verklungen ist, gewinnen die Hauptstädter nun wieder; 3:0 in Köln. Da Freiburg und Hannover nicht siegten, ist der Relegationsplatz immer noch in Reichweite und könnte am nächsten Spieltag im heimischen Olympiastadion erklommen werden. Auf sattem, gesunden Grün, im weiten Rund der blauen Laufbahn.

Zwei Anmerkungen noch: Paolo Guerrero ist zurück. Der HSV-Stürmer, den in Peru plötzlich die Flugangst übermannte und der wahrscheinlich wie einst B.A. Baracus in der TV-Serie A-Team nur noch bewusstlos in ein Flugzeug getragen werden konnte, trifft wieder. Leider nur einen Zuschauer mit einer Trinkflasche. Das aber mit voller Absicht und zielgenau. Prognose: Guerrero wird sofort rausgeschmissen, Trainer Labbadia nach der grauenhaften Vorstellung seines Teams gegen Hannover dann zum Saisonende.

Außerdem: Dettmar Cramer wurde am gestrigen Sonntag 85 Jahre alt. Happy Birthday. Das Trainerurgestein war bei verschiedenen Bundesligavereinen tätig, erwarb sich aber vor allem höchsten Respekt durch seine Tätigkeit als Fußball-Entwicklungshelfer weltweit. Dazu ein sinnvoller Wikipedia-Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Dettmar_Cramer_%28Fu%C3%9Fballtrainer%29

(Stefan Reichart)

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Die Ergebnisse des 29. Spieltags im Überblick:
FC Schalke 04 – Bayern München 1:2
Eintracht Frankfurt – Bayer Leverkusen 3:2
Borussia Dortmund – Werder Bremen 2:1
SC Freiburg – VfL Bochum 1:1
VfB Stuttgart – Borussia Mönchengladbach 2:1
1. FC Nürnberg – 1. FSV Mainz 05 2:0
1. FC Köln – Hertha BSC Berlin0:3
VfL Wolfsburg – 1899 Hoffenheim 4:0
Hamburger SV – Hannover 96 0:0

Tabelle
1 Bayern München 59
2 FC Schalke 04 58
3 Bayer Leverkusen 53
4 Borussia Dortmund 52
5 Werder Bremen 48
6 Hamburger SV 45
7 VfB Stuttgart 44
8 Eintracht Frankfurt 44
9 VfL Wolfsburg 43
10 1. FSV Mainz 05 38
11 1899 Hoffenheim 34
12 Borussia Mönchengladbach 34
13 1. FC Köln 31
14 1. FC Nürnberg 28
15 VfL Bochum 28
16 SC Freiburg 25
17 Hannover 96 24
18 Hertha BSC 22

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Away Games: The Curse of the Top Trio

There’s one thing my coach never tired of saying to me: “Hau den Ball ins Tor hinein!” – best translated with: “Just slam it into the back of the net!” What did yours used to say to you? What about this one: “If we want to win the championship, we need to win away games!”? If you’ve ever played at the top of a league, then you’ve probably heard that one before.


Teams in the Bundesliga don’t appear see things that way, though. Neither record-holders Bayern München, nor the gutsy Schalke 04, nor even title contenders Bayer Leverkusen were able to win their away games on match day 27.

Things used to be different, of course.  Back then, host sides knew as soon as they saw the team bus with the Munich licence plates that they were on a hiding to nothing. Nowadays, that’s simply no longer the case. When playing away this season, it seems that Bavaria have decided to try being nicer guests, swapping their dangerous goal-scoring for a more friendly style of play. Just look at their performance in the Champions’ League: while Manchester United made sure they went through playing Milan on home-ground, Munich barely scraped through Florence and have only Arjen Robben to thank for staying them in the running. They aren’t doing any better in the Bundesliga either, drawing 1:1 in Cologne and Nuremberg and losing 1:2 in Frankfurt – this kind of mediocre performance is more than just one player like Arjen Robben can make up for. The biggest German tabloid daily, Bild, called it nothing more than “cruddy football”, and they’re right: Bayern deserved to lose to Eintracht Frankfurt, who showed their class by turning the match around with two goals in the closing minutes – it kind of reminds you of Manchester, 1999. This kind of poor performance should really lose a team the top-spot in their league, but it doesn’t work that way in the Bundesliga.

Munich’s competitors for the top spot didn’t make much of their big chance though; like a fortnight ago when they lost to Nuremberg, Bayer Leverkusen just couldn’t seize the opportunity handed to them on a plate by Munich. While Leverkusen played strongly in the first half in Dortmund – Kießling  and Derdiyok really should have taken the match – football is, as we know, a game of two halves; and Dortmund used the second half to their advantage. The Argentinian Lucas Barrios scored two goals, making him the most popular player at Germany’s largest stadium, the Westfalenstadion. Leverkusen left it with a lot of pent-up frustration and a 0:3 defeat.

Now to Schalke. At some point, Schalke is going to have to mount an assault on the upper ranges of the table if they want to be champions; but once again, they didn’t. Kuranyi may well be on such good form at the moment that he’d score blindfolded in the middle of the night (he’s scored 15 goals this season and three in the last three games), but that just wasn’t enough to secure a victory against HSV, with whom Schalke drew 2:2 after an exciting 90 minutes.

It’s as if the three teams leading the league all decided to not win away this weekend. Next week will be exciting, though, with Schalke playing away to Leverkusen and then at home to Bayern München, before the Müncheners then head off to Leverkusen the week after. Hopefully, after all of that, we’ll know who’s going to be champion.

The one real sensation on this match day 27 happened in Wolfsburg: Berlin’s Hertha BSC, currently battling hopelessly against relegation, went to Wolfsburg and secured a stonking 5:1 victory. Nevertheless, you could kind of tell that was going to happen, what with one half of the team from Berlin wanting to show their ex-manager Dieter Hoeneß(now at Wolfsburg) that they were worthy of him signing them and the other half wanting to settle an old score and beat him. It certainly wouldn’t be a surprise if the dangerous five-goal duo Gekas and Ramos were to replace Wolfsburg’s Dzeko-Grafite combo next season…

(Stefan Reichart / Brian Melican)

Results Match day 27:
1. FC Köln   -  Borussia Mönchengladbach  1:1
Eintracht Frankfurt   -  Bayern München  2:1 
1. FC Nürnberg   -  1899 Hoffenheim  0:0
VfB Stuttgart   -  Hannover 96  2:0
Werder Bremen   -  VfL Bochum  3:2
SC Freiburg   -  1. FSV Mainz 05  1:0
Borussia Dortmund   -  Bayer Leverkusen  3:0
Hamburger SV   -  FC Schalke 04  2:2
VfL Wolfsburg   -  Hertha BSC Berlin 1:5

Table
1   Bayern München    56 P
2   FC Schalke 04    55 P
3   Bayer Leverkusen     53 P
4   Borussia Dortmund     48 P
5   Werder Bremen   45 P
6   Hamburger SV    44 P
7   VfB Stuttgart    38 P
8   Eintracht Frankfurt   38 P
9   1. FSV Mainz 05  38 P
10   VfL Wolfsburg 37 P
11   1899 Hoffenheim   33 P
12   Borussia Mönchengladbach  31 P
13   1. FC Köln   28 P
14   VfL Bochum   27 P
15   1. FC Nürnberg 25 P
16   Hannover 96   23 P
17   SC Freiburg  23 P
18   Hertha BSC Berlin  18 P

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Der Auswärtsfluch des Spitzentrios

„Haach de Klicker ins Goal enei!“, hat mein Trainer immer zu mir gesagt. So einfach ist Fußball. „Hau den Ball ins Tor hinein!“ Oder hat Ihrer statt dessen gesagt: „Wenn wir Meister werden wollen, müssen wir auswärts gewinnen!“? Wenn Sie um den Titel mitgespielt haben, dann bestimmt.

Die Vereine in der Fußball-Bundesliga sehen das nicht so. Weder Rekordmeister Bayern München, noch Meister der Herzen Schalke 04 oder Titelkandidat Bayer Leverkusen konnten ihre Begegnungen des 27. Spieltags gewinnen.
Dabei wusste früher bei der Anreise des Millionenensembles aus München zu einem Auswärtsspiel jeder Gegner: „Gegen DIE gibt es nichts zu holen.“ Doch weit gefehlt. Die Bayern sind auswärts in dieser Saison auf Kuschelkurs. Vorbei die Zeiten des gefährlich zielstrebigen Punkte-Beutezugs. Siehe Champions League: Während Viertelfinalgegner Manchester United schon beim Gastspiel in Mailand das Weiterkommen klar macht, schummeln sich die Münchener zu einer knappen Niederlage in Florenz und haben es nur Arjen Robben zu verdanken, noch im Wettbewerb zu verbleiben. Nicht besser in der Bundesliga: 1:1 in Köln, 1:1 in Nürnberg, jetzt 1:2 in Frankfurt – gegen dieses vereinigte Bundesliga-Mittelmaß hilft auch EIN Arjen Robben alleine nicht mehr. „Rumpelfußball“ hat das die Bild-Zeitung mal genannt. Völlig zu Recht unterlag Bayern überlegenen Frankfurtern 1:2, die in den letzten Minuten des Spiels die Partie mit zwei Toren drehten. Manchester 1999 lässt grüßen. So eine Leistung müsste mit dem Verlust des Spitzenplatzes bestraft werden. Doch nicht in der Bundesliga.
Bayer Leverkusen nutzte die Steilvorlage aus München nicht. Wie schon vor zwei Wochen bei der Niederlage in Nürnberg konnten die Rheinländer aus dem Ausrutscher der Konkurrenz kein Kapital schlagen. Zugegeben, Leverkusen spielte in der ersten Halbzeit stark in Dortmund. Kießling und Derdiyok hätten die Partie entscheiden müssen. Doch noch immer hat ein Spiel zwei Halbzeiten – und da drehten die Dortmunder auf. Der Argentinier Lucas Barrios war mit zwei Toren der gefeierte Mann in Deutschlands größtem Stadion und Leverkusen trat frustriert die Heimreise an. Im Gepäck ein 0:3.
Na jetzt aber, Schalke. Irgendwann müssen die Schalker doch mal die Tabellenspitze an sich reißen, wenn sie am Ende Meister werden wollen. Doch auch diesmal wurde es nichts. Kuranyi trifft zwar mittlerweile wahrscheinlich sogar nachts, mit verbundenen Augen jedes Tor – Saisontreffer 15, dritter Treffer im dritten Spiel in Folge – aber in einer spannenden Partie mit Chancen auf beiden Seiten, gab es am Ende ein 2:2 beim HSV.
So wollen es also die drei Topteams untereinander ausmachen. Nächste Woche geht es los: Schalke zu Gast in Leverkusen. Danach dann Bayern München „auf“ Schalke und wiederum eine Woche später Bayern in Leverkusen. Hoffentlich wissen wir in drei Wochen wer Meister wird…
Die Sensation des Spieltags fand in Wolfsburg statt. Die Hoffnungslosen aus Berlin machen es vor und gewinnen auswärts. Hertha siegte in Wolfsburg 5:1. Dabei war klar, dass Berlin dort gewinnen würde: die eine Hälfte der Berliner Mannschaft wollte beim Ex-Hertha- und heutigen Wolfsburg-Manager Dieter Hoeneß für einen Vertrag vorspielen. Die andere Hälfte wollte es dem Ex-Vorgesetzten noch mal so richtig beweisen. Sollte mich nicht wundern, wenn das 5-Tore-Sturmduo Gekas-Ramos bald Dzeko-Grafite in Wolfsburg ersetzt.

(Stefan Reichart)

Was glauben Sie wer Meister wird? Schreiben Sie einen Kommentar zu diesem Blog.
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Die Ergebnisse des 27. Spieltags im Überblick:

1. FC Köln   -  Borussia Mönchengladbach  1:1
Eintracht Frankfurt   -  Bayern München  2:1 
1. FC Nürnberg   -  1899 Hoffenheim  0:0
VfB Stuttgart   -  Hannover 96  2:0
Werder Bremen   -  VfL Bochum  3:2
SC Freiburg   -  1. FSV Mainz 05  1:0
Borussia Dortmund   -  Bayer Leverkusen  3:0
Hamburger SV   -  FC Schalke 04  2:2
VfL Wolfsburg   -  Hertha BSC Berlin 1:5

Tabelle

1   Bayern München    56 P
2   FC Schalke 04    55 P
3   Bayer Leverkusen     53 P
4   Borussia Dortmund     48 P
5   Werder Bremen   45 P
6   Hamburger SV    44 P
7   VfB Stuttgart    38 P
8   Eintracht Frankfurt   38 P
9   1. FSV Mainz 05  38 P
10   VfL Wolfsburg 37 P
11   1899 Hoffenheim   33 P
12   Borussia Mönchengladbach  31 P
13   1. FC Köln   28 P
14   VfL Bochum   27 P
15   1. FC Nürnberg 25 P
16   Hannover 96   23 P
17   SC Freiburg  23 P
18   Hertha BSC Berlin  18 P

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