The Bundesliga is like a box of chocolates…

Professional footballers have a lot in common with children – well, at least the FC Bayern boys do in any case. On the one hand, they’re unpredictable, moody, and have real difficulty concentrating on one thing for 90 minutes, as shown by their poor 1:1 performance against a much weaker Nuremberg side last week. Then again, just like children, they can be fresh, creative and full of innocent pleasure, which is what the Bayern team was like yesterday as they stormed to a 5:1 win over Bayer Leverkusen.

As far as the club bigwigs around President Uli Hoeneß are concerned, the reason FC Bayern had been more disappointing childish than pleasantly childlike to date was the strict coaching style of the recently-departed Louis van Gaal (who actually makes his daughters call him “Sir”, but that’s another matter altogether…). One thing that would seem to bear this out is the fact that, compared to van Gaal’s harsh and exacting teaching style, replacement coach Andries Jonker is something of a woolly, “call me Andries”-style pedagogue whose hands-off light-touch has seen Bayern turn things around and take apart supposed league contenders Leverkusen by a four-goal margin.

If you ask me, that’s the great thing about the Bundesliga: you really do never know what you’re going to get. Just look at Wolfsburg; on paper, it is the second most expensive team in the league, and yet they are currently playing in a desperate attempt to avoid relegation. Their comrades in arms in the fight against the drop are, however, St. Pauli, who field what is probably the cheapest squad in the league. So all bets where off this weekend as the two sides clashed. With all that cash going around, plus the home advantage and the new coach Felix Magath, who has a strong track record as both a championship winner and saver of teams in danger of relegation, you might have thought that Wolfsburg was a dead cert to win and pull themselves out of the relegation zone. In the end, though, they only managed a lucky 2:2 draw against their underfinanced rivals – and it would have been a loss without that saved-by-the-bell equaliser in the 89th minute. It would be interesting to see what happens if Wolfsburg really do get relegated, making them the most expensive second-league side ever. Then again, they might be forced to downsize if sponsors Volkswagen withdraw their financial support, without which the team would never have gotten anywhere near the Bundesliga in any case. I’m not sure how well they’d deal with relegation at all.

If Pauli drop though, that won’t be so much of a problem for the side: shuttling between the top and the second league is, after all, what Pauli do best. Even stinging from relegation, Pauli fans will still have something to toast in a few weeks anyway, since they achieved their main goal of beating city rivals Hamburger SV back in February. In any case, what will really hurt this cult club near Hamburg’s famous Reeperbahn will be the end of coach Holger Stanislawski’s 18-year career there. Starting as a player, then manager and now working as a coach, Stanislawski is a Pauli-legend – but a legend who is seeking pastures new, most probably down south at TSG 1899 Hoffenheim. I’m not sure whether it’s the right move for him, though, because – just like the Wolfsburg side who Pauli put to shame this weekend – Hoffenheim is a team in the pocket of big-business: Dietmar Hopp, founder of software giant SAP, is trying to turn money into football success; but the Bundesliga remains just like a box of chocolates…

Johannes Göbel

Results match day 30:
1. FSV Mainz 05 – Borussia Möchengladbach 1:0
Hamburger SV – Hannover 96 0:0
VfL Wolfsburg – FC St. Pauli 2:2
1899 Hoffenheim – Eintracht Frankfurt 1:0
1. FC Köln – VfB Stuttgart 1:3
1. FC Kaiserslautern – 1. FC Nürnberg 0:2
Werder Bremen – FC Schalke 04 1:1
Bayern München – Bayer Leverkusen 5:1
Borussia Dortmund – SC Freiburg 3:0

Table:
1 Borussia Dortmund 69 P
2 Bayer Leverkusen 61 P
3 Bayern München 55 P
4 Hannover 96 54 P
5 1. FSV Mainz 05 48 P
6 1. FC Nürnberg 46 P
7 Hamburger SV 43 P
8 SC Freiburg 41 P
9 1899 Hoffenheim 40 P
10 FC Schalke 04 40 P
11 Werder Bremen 35 P
12 1. FC Köln 35 P
13 1. FC Kaiserslautern 34 P
14 VfB Stuttgart 33 P
15 Eintracht Frankfurt 33 P
16 VfL Wolfsburg 29 P
17 FC St. Pauli 29 P
18 Borussia Mönchengladbach 26 P

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Wundertüte Bundesliga: Man weiß nie, was man bekommt

Fußballprofis sind wie Kinder. Zumindest die Jungs vom FC Bayern München. Unberechenbar, launisch und oft unfähig, sich 90 Minuten auf etwas zu konzentrieren. So präsentierte sich der deutsche Rekordmeister zuletzt beim blamablen 1:1 gegen Nürnberg am 29. Spieltag. Herzerfrischend, kreativ und voll kindischer Spielfreude war dagegen der 5:1-Auftritt gegen Bayer Leverkusen am gestrigen Sonntag. Glaubt man der Bayern-Führungsriege um Präsident Uli Hoeneß war am zuvor so oft enttäuschenden Auftritt der Millionärstruppe vor allem der gestrenge Trainer Louis van Gaal schuld. (Van Gaal lässt sich übrigens von seinen Töchtern siezen, aber das nur am Rande.) Zum 30. Spieltag versuchten es die Münchner erstmals mit dem Kuschelpädagogen Andries Jonker als Cheftrainer und siehe da: Schon wurde der vermeintliche Meisterschaftskandidat Leverkusen demontiert.

Aber das ist ja das schöne an der Wundertüte Bundesliga: Man weiß nie genau, was man bekommt. Das Phänomen kennen sie auch in Wolfsburg. Die wohl zweitteuerste Mannschaft der Liga spielt völlig verdient gegen den Abstieg. Wie auch die wohl günstigste Truppe der Liga: der FC St. Pauli. Also: Die beiden punktgleichen Teams trafen am vergangenen Samstag aufeinander. Wolfsburg hat ein Heimspiel und seit kurzem mit Felix Magath einen der wenigen Trainer, die sowohl einen Ruf als Meistermacher wie auch als Retter im Abstiegskampf haben. Gar nicht mal schlechte Voraussetzungen für Wolfsburg, endlich mit dem Abstiegskampf Ernst zu machen. Stattdessen schaffen sie gerade einmal ein glückliches 2:2 – durch ein Ausgleichstor in der 89. Minute. Wenn die Wolfsburger tatsächlich absteigen sollten, wäre das natürlich interessant. Wird das dann die teuerste Zweitligamannschaft aller Zeiten? Pumpt der Volkswagen-Konzern weiterhin so viel Geld in einen Verein, der es ohne die Autobauer vermutlich niemals in die Erste Bundesliga geschafft hätte? Abwarten.

Beim FC St. Pauli werden Sie den Abstieg verkraften, so viel ist sicher. Das ständige Auf und Ab gehört praktisch zur Identität des Kultclubs vom Hamburger Kiez. Und wenn sie am Ende der Saison tatsächlich in die zweite Liga müssen, können sie trotzdem behaupten, das große Saisonziel erreicht zu haben: Der Stadtrivale Hamburger SV wurde bereits im Februar besiegt. Deutlich härter als der Gang in Liga 2 dürfte St. Pauli ohnehin der Abschied von Trainer Holger Stanislawski treffen. Der ist seit 1993 im Verein. Zuerst als Spieler, dann als Vizepräsident und Manager und schließlich als Coach. Eine Legende. Stanislawski wird jetzt höchstwahrscheinlich neuer Cheftrainer bei der TSG 1899 Hoffenheim. Für Fußball-Laien: Das ist ein ziemlich ähnlicher Verein wie der VfL Wolfsburg, nur dass Hoffenheim vom Milliardär Dietmar Hopp, Gründer der Software-Firma SAP, mit Geld aufgepumpt wurde. Ob sich Stanislawski mit solch einem Wechsel einen Gefallen tut?

Johannes Göbel

Die Ergebnisse des 30. Spieltags:
1. FSV Mainz 05 – Borussia Möchengladbach 1:0
Hamburger SV – Hannover 96 0:0
VfL Wolfsburg – FC St. Pauli 2:2
1899 Hoffenheim – Eintracht Frankfurt 1:0
1. FC Köln – VfB Stuttgart 1:3
1. FC Kaiserslautern – 1. FC Nürnberg 0:2
Werder Bremen – FC Schalke 04 1:1
Bayern München – Bayer Leverkusen 5:1
Borussia Dortmund – SC Freiburg 3:0

Tabelle:
1 Borussia Dortmund 69 P
2 Bayer Leverkusen 61 P
3 Bayern München 55 P
4 Hannover 96 54 P
5 1. FSV Mainz 05 48 P
6 1. FC Nürnberg 46 P
7 Hamburger SV 43 P
8 SC Freiburg 41 P
9 1899 Hoffenheim 40 P
10 FC Schalke 04 40 P
11 Werder Bremen 35 P
12 1. FC Köln 35 P
13 1. FC Kaiserslautern 34 P
14 VfB Stuttgart 33 P
15 Eintracht Frankfurt 33 P
16 VfL Wolfsburg 29 P
17 FC St. Pauli 29 P
18 Borussia Mönchengladbach 26 P

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Die Zeit der Generäle ist vorbei. Alles klar mit Neuer?

Brisante Zweikämpfe standen am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga auf dem Plan. Die Abstiegsduelle Frankfurt gegen Bremen, Stuttgart gegen Kaiserslautern und Mönchengladbach gegen Köln sollten die Frage erhellen, wer in fünf Wochen absteigen muss. Letzteres als Derby benachbarter Konkurrenten.

Auch Bayern München trat zum Derby an. Beim Club aus Nürnberg. Im Fokus stand Bayerns Präsident Uli Hoeneß. Den hatten Teile der eigenen Fans am vorletzten Wochenende heftig beschimpft, weil er den Stadtrivalen TSV 1860 retten möchte. Hoeneß im Blickfeld – aber anders als gedacht.

Überstrahlt wurden alle Bundesligapartien vom brisanten Wiedersehen des FC Schalke 04 und seines Ex-Trainers Felix Magath. Der kehrte 24 Tage nach seiner Beurlaubung mit dem VfL Wolfsburg als Coach nach Gelsenkirchen zurück. Würden die Schalker Spieler, die Magath alles Schlechte beim Abschied wünschten, wutschnaubend Magaths Wölfe vom Hof jagen? Wie würde der Empfang der Schalke-Fans für Magath ausfallen, der die Anhängerschaft tief gespalten hatte?

Nun, das Schalke-Spiel hielt in Sachen Brisanz nicht das, was ich erwartet hatte. Natürlich gab es Rivalitäten und Animositäten. Aber Ausfälle irgendeiner Art gab es nicht. Die Schalker gewannen einfach 1:0.

Auch Frankfurt gegen Bremen brachte keinen Aufreger und endete mit einem müden 1:1. Doch in zwei Abstiegsduellen gab es deutliche Siege. Kaiserslautern gewann überraschend 4:2 in Stuttgart und feierte die Auferstehung von Stürmer Srdjan Lakic, der nach zehn Wochen Torflaute endlich wieder die Kiste traf.

Mönchengladbach demütigte den Derbyrivalen Köln mit einem 5:1 und sendet letzte Notsignale im Kampf gegen den Abstieg. Zwei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz lassen das Unvermeidliche plötzlich abwendbar erscheinen.

Für den Knalleffekt des Spieltags sorgte jedoch Uli Hoeneß bei Bayern München. Die Münchener kamen beim 1. FC Nürnberg nur zu einem 1:1, weil Jung-Torwart Thomas Kraftmpatzte. Zu wenig für die Champions League-Ambitionen des Rekordmeisters, der wieder Hannover 96 in der Tabelle an sich vorbeiziehen lassen muss. Das hatte Konsequenzen. Trainer Louis van Gaal wurde rausgeschmissen.

In der Begründung lief Vereinspräsident Hoeneß zur Hochform auf. In aggressivem Ton begründete er van Gaals Ende. Hoeneß ließ auf der Pressekonferenz verlauten, mit dem aus seiner Sicht unnötigen Torwartwechsel von Hans-Jörg Butt zu Thomas Kraft wäre „die Scheiße“ losgegangen. Nach einer Kette von Fehlern des Trainers habe der Vorstand handeln müssen. Die allgemeine Verunsicherung der Mannschaft habe ihren Ursprung im Tor. Die Spieler hatten außerdem Probleme mit van Gaal, der keinen Spaß mehr vermitteln konnte.

Nachtreten in Reinform. Von einem, der am längeren Hebel sitzt. Und Thomas Kraft sollte sich dringend nach einem neuen Verein für die nächste Saison umsehen. Eine Zukunft wird er in München, nach meiner Meinung, nicht mehr haben. Vielmehr erscheint logisch, dass die Verpflichtung des Schalker Nationaltorhüters Manuel Neuer zur neuen Saison schon seit dem Winter unter Dach und Fach ist. Hoeneß deshalb eine Torhüterdiskussion Butt oder Kraft für völlig unnötig hielt und es ein Fehler van Gaals war, dieses Torhüterthema überhaupt in den Fokus gestellt zu haben.

Und noch etwas anderes zeigt diese Entlassung. Die Zeit der Generäle ist vorbei. Herrische Diktatoren, die ihre Spieler wie Untertanen behandeln, Trainer die nur über ihre Assistenten mit der Mannschaft kommunizieren, haben ausgedient. Das trifft auf van Gaal zu, aber auch auf Felix Magath, der sich für mich mit dem Wolfsburg-Engagement auf dem absteigenden Ast befindet. Kooperative Mannschaftsführung á la Klopp ist das Zeichen der Zeit.

Die Ergebnisse des 29. Spieltags:
Eintracht Frankfurt – Werder Bremen 1:1
FC Schalke 04 – VfL Wolfsburg 1:0
Hamburger SV – Borussia Dortmund 1:1
SC Freiburg – 1899 Hoffenheim 3:2
Hannover 96 – 1. FSV Mainz 05 2:0
1. FC Nürnberg – Bayern München 1:1
VfB Stuttgart – 1. FC Kaiserslautern 2:4
Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln 5:1
Bayer Leverkusen – FC St. Pauli 2:1

Tabelle:
1 Borussia Dortmund 66 P
2 Bayer Leverkusen 61 P
3 Hannover 96 53 P
4 Bayern München 52 P
5 1. FSV Mainz 05 45 P
6 1. FC Nürnberg 43 P
7 Hamburger SV 42 P
8 SC Freiburg 41 P
9 FC Schalke 04 39 P
10 1899 Hoffenheim 37 P
11 1. FC Köln 35 P
12 1. FC Kaiserslautern 34 P
13 Werder Bremen 34 P
14 Eintracht Frankfurt 33 P
15 VfB Stuttgart 30 P
16 VfL Wolfsburg 28 P
17 FC St. Pauli 28 P
18 Borussia Mönchengladbach 26 P

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Football coaches madness, part 2

If you read last week, you’ll remember me dedicating the entire text to the absolute lunacy that has swept through the Bundesliga in the last few weeks, with boards of directors running around like headless chickens and firing coaches left, right and centre.

Well, the bad news is that these chickens are still headless. Bayern München, for example, lost its Champions League round-of-16 decider against Inter Milan and ended up in stormy waters, desperately looking for somewhere to drop anchor and get back to an even keel: to do this, however, they’ll need to offload some ballast in the form of Louis van Gaal, but he just doesn’t want to walk the plank – and, try as they might, the Bavarian boatswains can’t find a replacement first mate. For the moment, he has been saved from going overboard by Franck Ribéry, who shot a winning goal against Freiburg which has at least kept Bayern on course for the Champions League next season. The map who’ll be leading the good ship München through this, however, is likely to be Leverkusen’s Jupp Heynckes.

Meanwhile, at the other end of the country, HSV have chucked everything overboard and are in dry docks for a complete refit: after the departure of coach Armin Veh, Chairman of the Board Bernd Hoffmann has had to go, too, and the Hamburg team has essentially written off this season and is waiting for director Frank Arnesen to come up with some good ideas – and a new coach. However, he may not have to, what with the current stop-gap solution Michael Oenning managing to land an astonishing, completely unexpected 6:2 victory over Cologne on the weekend.

Another interesting development since I last wrote has been the merry-go-round of coaches at Schalke 04. Now, if you’d asked me last week whether I thought the following game of musical chairs would have been possible, I’d have laughed dismissively, but it just goes to show you…

So what happened was that, despite his successes in the Cup and Champions League, Schalke fired Felix Magath: he didn’t get along well with his team, and they went to the Board and got the chairman to start telling tales about missing funds and embezzlement; it was a nasty opening punch straight below the belt, and the fight was over before it had started.

Who was Magath’s replacement, though? Well, it was the guy before the coach Magath himself replaced: Ralf Rangnick. He’d already trained the Schalke team in 2004-5 before going to Hoffenheim, and as he was driving towards Gelsenkirchen to try and get into Magath’s seat while it was still nice and cosy warm, Magath was flying at top speed down the autobahn to Wolfsburg to try and save them from relegation. He could probably drive the last few kilometres on autopilot, though, because he’d only left Wolfsburg in 2009 after taking them to the top of the Bundesliga. Hearing of his arrival, the Wolves – predictably enough – decided to get rid of coach Pierre Littbarski; what I didn’t see coming, though, was that they sent Dieter Hoeneß packing with him. It’s nice to see the coach not being the only fall guy for once!

Nevertheless, Wolfsburg have yet to profit from the return of Magath, only playing to a 1:1 draw against Stuttgart: I somehow wonder whether Magath’s undoubtedly generous contract would also be valid in the second league next year? Meanwhile, his replacement Rangnick is only starting this week, leaving Schalke losing to Leverkusen on the weekend.

Amidst all this madness, however, Eintracht Frankfurt showed just what can be achieved by sticking to one trainer through thick and thin: they won 2:1 against fellow relegation candidates St. Pauli, landing them their first win in the second half of the season – and Michael Skibbe a stay of execution.

Results Matchday 27:
Borussia Mönchengladbach – 1. FC Kaiserslautern 0:1
Hamburger SV – 1. FC Köln 6:2
Eintracht Frankfurt – FC St. Pauli 2:1
SC Freiburg – Bayern München 1:2
Hannover 96 – 1899 Hoffenheim 2:0
1. FC Nürnberg – Werder Bremen 1:3
Borussia Dortmund – 1. FSV Mainz 05 1:1
Bayer Leverkusen – FC Schalke 04 2:0
VfB Stuttgart – VfL Wolfsburg 1:1

Table:
1 Borussia Dortmund 62 P
2 Bayer Leverkusen 55 P
3 Hannover 96 50 P
4 Bayern München 48 P
5 1. FSV Mainz 05 44 P
6 1. FC Nürnberg 42 P
7 Hamburger SV 40 P
8 SC Freiburg 37 P
9 1899 Hoffenheim 36 P
10 FC Schalke 04 33 P
11 1. FC Köln 32 P
12 Werder Bremen 32 P
13 1. FC Kaiserslautern 31 P
14 Eintracht Frankfurt 31 P
15 VfB Stuttgart 29 P
16 FC St. Pauli 28 P
17 VfL Wolfsburg 27 P
18 Borussia Mönchengladbach 23 P

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Der Trainerwahnsinn, Teil 2

In der letzten Woche habe ich an dieser Stelle über das rasante Trainerkarussell in der Bundesliga und kopflos hektische Vereinsvorstände geschrieben. In der Zwischenzeit hat sich der Wahnsinn weiterentwickelt.

Bayern München hat das Champions League-Achtelfinalspiel gegen Inter Mailand verloren und sucht dringender denn je den Rettungsanker für die missratene Saison. Trainer Louis van Gaal ist eigentlich nicht mehr zu halten. Der „lame duck“ der Bundesliga traut im Vorstand keiner mehr etwas zu. Doch die bajuwarischen Großkopferten finden keine Alternative. Franck Ribéry hat nun van Gaal vorerst den Job gerettet. Sein Siegtreffer zum 2:1 in Freiburg hält die Bayern auf Champions League-Kurs. Zur neuen Saison übernimmt aber wohl Leverkusens Jupp Heynckes.

Der Hamburger SV macht tabula rasa. Nachdem Armin Veh als Trainer entlassen wurde, musste jetzt auch Vorstandsboss Bernd Hoffmann den Schreibtisch räumen. Der HSV hat die Saison abgehakt und wartet nun auf die Ideen des neuen Sportdirektors Frank Arnesen. Welchen Trainer wird er wohl im Sommer mitbringen? Vielleicht keinen. Denn die Interimslösung Michael Oenning trieb die lethargischen HSV-Profis zu einem nicht für möglich gehaltenen 6:2-Festival gegen den 1. FC Köln.

In der letzten Woche hätte ich folgendes Bäumchen-Wechsel-dich-Spiel noch ins Reich der Fabeln verwiesen. Jetzt ist es zur Gewissheit geworden. Felix Magath ist nicht länger Trainer des FC Schalke 04. Magath wurde am Mittwoch im Ruhrpott entlassen. Trotz Erfolgs in Pokal und Champions League. Doch die Mannschaft hatte gegen Magath opportuniert und sich an den Aufsichtsratsvorsitzenden gewandt. Der reimte sich mit seinen Kollegen eine schmutzige Trennung mit Unterschlagungsvorwürfen gegen Magath zusammen. Die Schlammschlacht ist eröffnet.

Als Nachfolger kehrt Magaths Vor-Vorgänger Ralf Rangnick zu Schalke zurück. Der Ex-Hoffenheim-Trainer war von 2004 bis 2005 schon einmal Schalkes Übungsleiter. Jetzt versucht er die Früchte zu ernten, die Magath gesät hat. Magath wiederum setzte sich, als die Tür des Gelsenkirchener Trainingsgeländes hinter ihm zum letzten Mal schloss, direkt in sein Auto und fuhr nach Wolfsburg, um dort den VfL vor dem Abstieg zu retten, mit dem er 2009 Meister wurde. Das wurde Pierre Littbarski – wenig überraschend – nicht mehr zugetraut. Überraschend aber, dass Sportvorstand Dieter Hoeneß seine Koffer gleich mitpacken durfte. Hier muss ein Trainer mal nicht alleine die sportliche Misere ausbaden.

Nun, für Magath und Wolfsburg zahlte sich der Transfercoup zunächst nicht aus. Die Wolfsburger spielten in Stuttgart nur 1:1. Ob Magaths Vertrag auch für die zweite Liga gilt? Ralf Rangnick war bei Schalkes 0:2 in Leverkusen noch nicht im Einsatz. Er übernimmt erst ab heute.

Dass das Festhalten an einem Trainer sich auch auszahlen kann, bewies die Frankfurter Eintracht. Im wichtigen Abstiegsduell gegen den FC St. Pauli gewannen die Hessen 2:1 und landeten damit endlich ihren ersten Sieg in der Rückrunde. Wohl gerade noch rechtzeitig, um Michael Skibbe den Arbeitsplatz zu erhalten.

Die Ergebnisse des 27. Spieltags:
Borussia Mönchengladbach – 1. FC Kaiserslautern 0:1
Hamburger SV – 1. FC Köln 6:2
Eintracht Frankfurt – FC St. Pauli 2:1
SC Freiburg – Bayern München 1:2
Hannover 96 – 1899 Hoffenheim 2:0
1. FC Nürnberg – Werder Bremen 1:3
Borussia Dortmund – 1. FSV Mainz 05 1:1
Bayer Leverkusen – FC Schalke 04 2:0
VfB Stuttgart – VfL Wolfsburg 1:1

Tabelle:
1 Borussia Dortmund 62 P
2 Bayer Leverkusen 55 P
3 Hannover 96 50 P
4 Bayern München 48 P
5 1. FSV Mainz 05 44 P
6 1. FC Nürnberg 42 P
7 Hamburger SV 40 P
8 SC Freiburg 37 P
9 1899 Hoffenheim 36 P
10 FC Schalke 04 33 P
11 1. FC Köln 32 P
12 Werder Bremen 32 P
13 1. FC Kaiserslautern 31 P
14 Eintracht Frankfurt 31 P
15 VfB Stuttgart 29 P
16 FC St. Pauli 28 P
17 VfL Wolfsburg 27 P
18 Borussia Mönchengladbach 23 P

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Directionless directors: a chronic Bundesliga problem

It’s been a dramatic few days, and as I write, a whole locker-room full of coaches is facing the sack, jockeying to try and find other teams or biting their nails about their first ever trip to the dole office. In fact, the kind of frenetic behind-the-scenes wrangling that’s been going on in the last couple of weeks is something of a novelty for most Bundesliga fans: Van Gaal, Magath, Veh, Skibbe, Littbarski, Dutt, Tuchel, Heynckes – 8 out of the 18 club trainers in Germany’s top football league are making more headlines than the teams they coach.

Bayern München, for example, is looking to get rid of Louis van Gaal; and yesterday just isn’t soon enough. Why? Well, for this champion record-breaking team, their current league position is a scandal – only fourth?! This means that they are not even sure of a Champions’ League place, which in turn has led to a rather acrimonious atmosphere between coach van Gaal and the director-duo Rummenigge-Uli Hoeneß. Then again, with no good replacement around, it seems as if they’ll have to bite the bullet and let him run until the end of the season whilst harrying him about that Champions’ League spot.

Meanwhile, Felix Magath is rumoured to be leaving Schalke – well, if by “rumoured to be leaving” you mean: “Tönnies wants him out”. Yes, the chief of the Board of Directors doesn’t like his style, despite his success in the Champions’ League, where Schalke have got through to the quarter finals, and in the DFB cup, where 04 are in the final. Tönnies’ big problem is that Magath also sits on the Board of Directors and, as such, can’t simply be fired.

Unlike his counterpart in Hamburg, Armin Veh. The HSV directors spent two years recruiting Frank Arnesen as sporting director, and then promptly lost Armin Veh as the Supervisory Board sacked the Board of Directors (don’t ask – German company law is very, very complicated). Veh announced his departure for the end of this season, but his team clearly thought he had already left and suffered a crushing 0:6 defeat this weekend. This then led one of the boards (the one that is itself getting fired) to sack him with immediate effect. Michael Oenning, his assistant, will be taking over temporarily.

Speaking of assistants, Pierre Littbarski started out as one. Then his boss, Steve McClaren, left Wolfsburg and he had to take over; he didn’t seem particularly happy about this, though, and has looked oddly distanced recently – even as his team lost 1:2 to Nuremberg and slipped down to 17th place. The problem is that Dieter Hoeneß, whilst being the all-powerful director of the team, does not have the magic power necessary to simply wizard in an adequate replacement without prior research, so he stays. Nevertheless, no-one really expects him to survive the week.

Meanwhile, rumours of ersatz are being heard at Frankfurt, too, who have been the most unsuccessful team in the second leg of Bundesliga play to date this season – even their first goal of 2011 against Schalke 04 did not result in a victory. After 7 defeats and 2 draws, there are calls for coach Skibbe to go, but he’s lucky inasmuch as the Chairman of the Board of Directors, Heribert Bruchhagen, is not the kind of man to make hasty decisions. Nevertheless, if Eintracht Frankfurt don’t win against St. Pauli next week and push their losing run into double figures, there will be no choice but to get Skibbe to skedaddle.

Then again, you can’t chuck coaches out unless you’ve got good replacements, and good ones are hard to come by. In Germany at the moment, the only ones who come to mind are Dutt (currently Freiburg), Heynckes (still Leverkusen) and Tuchel (still Mainz), and Tuchel just keeps repeating that he is happy where he is. Heynckes, however, used to be in Munich and might well want to return, and Dutt would then a possible replacement for him a Leverkusen.

With all these failed coaches, the $64,000 question is: what makes the good ones good? How do Dutt, Tuchel and, say, Klopp at Dortmund or Hecking at Nuremberg or Slomka at Hannover manage to do so well and be so popular? Is it because they are known as “coaches with a concept” whilst the other ones often just seem to be tooling around by trial and error? If you want my opinion, I reckon it’s more simple than that: it’s because they’re allowed to work in peace.

Just look at all the teams with “trainer troubles”: in reality, the problem is meddling directors, whether it be Hoeneß and Rummenigge in Munich, Tönnies, Dieter Hoeneß or… well, just everyone at HSV. All of them want to tell the coaches how to do their jobs, but instead of directing, they end up confusing. Meanwhile, the current top six – Dortmund, Leverkusen, Hannover, Mainz, Nuremberg and Freiburg all have relaxed boards of directors who are willing to let the coaches find their own way to success.

Results Matchday 26:
1. FC Köln – Hannover 96 4:0
Bayern München – Hamburger SV 6:0
FC Schalke 04 – Eintracht Frankfurt 2:1
VfL Wolfsburg – 1. FC Nürnberg 1:2
1899 Hoffenheim – Borussia Dortmund 1:0
1. FC Kaiserslautern – SC Freiburg 2:1
Werder Bremen – Borussia Mönchengladbach 1:1
1. FSV Mainz 05 – Bayer Leverkusen 0:1
FC St. Pauli – VfB Stuttgart 1:2

Table:
1 Borussia Dortmund 61 P
2 Bayer Leverkusen 52 P
3 Hannover 96 47 P
4 Bayern München 45 P
5 1. FSV Mainz 05 43 P
6 1. FC Nürnberg 42 P
7 SC Freiburg 37 P
8 Hamburger SV 37 P
9 1899 Hoffenheim 36 P
10 FC Schalke 04 33 P
11 1. FC Köln 32 P
12 Werder Bremen 29 P
13 VfB Stuttgart 28 P
14 1. FC Kaiserslautern 28 P
15 Eintracht Frankfurt 28 P
16 FC St. Pauli 28 P
17 VfL Wolfsburg 26 P
18 Borussia Mönchengladbach 23 P

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Das Problem der Bundesliga: Konzeptlose Vorstände

Was derzeit in der Bundesliga los ist, hat der Fan in den letzten Jahren auch noch nicht erlebt. Eine ganze Heerschar an Trainern steht derzeit auf der Kippe, wird in Frage gestellt, muss einen Verein verlassen oder wird mit einem anderen in Verbindung gebracht. Van Gaal, Magath, Veh, Skibbe, Littbarski, Dutt, Tuchel, Heynckes – 8 von 18 Trainern beherrschen die Schlagzeilen. Der Reihe nach:

Bayern München will sich von Louis van Gaal trennen. Am liebsten sofort. Der Bundesliga-Tabellenstand ist für Münchener Verhältnisse nicht hinnehmbar. Vierter, die Champions League-Teilnahme in Gefahr. Die Kommunikation vom Trainer zum Vorstandsduo Rummenigge-Uli Hoeneß gestört. Problem: Es ist kein adäquater Ersatz in Sicht. Notlösung: Van Gaal muss bis Saisonende weitermachen, die CL sichern, dann abtreten.

Felix Magath soll Schalke verlassen. Wenn es nach Aufsichtsratsboss Tönnies geht. Der sieht durch Magath einen Keil in den Verein getrieben. Dabei ist Magath erfolgreich. Zumindest in der Champions League mit dem Erreichen des Viertelfinals und im DFB-Pokal mit der Endspielteilnahme. Problem: Magath ist nicht nur Trainer sondern auch Vorstandsmitglied und damit nicht so einfach zu schassen.

Anders der Fall in Hamburg. Zwei Jahre suchte man dort einen Sportdirektor. Als der endlich gefunden wurde, beschloss der Aufsichtsrat prompt die Vertragsbeendigung des Vorstands zum Ende 2011. Dies nahm Trainer Armin Veh zum Anlass, seinen Abschied zum Saisonende zu verkünden. Richtig hatte er analysiert, dass es beim HSV nicht mehr um Fußball ging, sondern um Machtspiele zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Blöd nur, dass Vehs Mannschaft das als Abschied von der Saison begriff und am letzten Spieltag mit 0:6 in München unterging. Veh bekam daraufhin sein Kündigungsschreiben vom Noch-Vorstand quittiert. Assistent Michael Oenning übernimmt.

Pierre Littbarski war auch mal Assistent. Dann ging sein Chef Steve McClaren und er musste den Job in Wolfsburg übernehmen. Was ihm gar nicht recht zu sein scheint. Littbarski wirkt immer merkwürdig desinteressiert. Seine Mannschaft ist nach dem 1:2 gegen Nürnberg auf Rang 17 abgerutscht. Problem: Allmacht-Manager Dieter Hoeneß findet keinen anderen, der die Arbeit machen will. Noch nicht. Für diese Woche wird Littbarskis Rauswurf prognostiziert.

Fall 5: Eintracht Frankfurt. Keine Mannschaft ist in der Rückrunde erfolgloser. Gegen Schalke dürften die Fans das erste Tor im Jahr 2011 bejubeln! Einen Sieg gab es trotzdem nicht – schon seit neun Spielen nicht. Skibbes Glück: Vorstandsboss Heribert Bruchhagen ist, anders als die oben genannten, keiner, der im Schnellschuss Trainer feuert. Eher ein Zauderer? Kein Sieg nächstes Wochenende gegen St. Pauli und Bruchhagen wird über seinen Schatten springen müssen. Dann braucht er Ersatz.

Hochwertigen Ersatz am besten, wie ihn die Herren Dutt (noch Freiburg), Heynckes (noch Leverkusen) und Tuchel (noch Mainz) darstellen würden. Während allerdings Thomas Tuchel schon seine Ablehnung gegen irgendeine Veränderung gebetsmühlenartig verkündet hat, scheint Jupp Heynckes einem Wechsel zurück nach München, dort kam er 2009 her, nicht abgeneigt. Und Robin Dutt ist mehr als im Gespräch als Heynckes’ Nachfolger in Leverkusen.

Was ist diesen erfolgreichen Übungsleitern gemein? Warum erfahren gerade Dutt und Tuchel, aber auch ein Jürgen Klopp in Dortmund, ein Dieter Hecking in Nürnberg oder ein Mirko Slomka in Hannover im Moment solch eine Anerkennung und Wertschätzung? Warum haben sie so großen Erfolg? Ist es ihr Ruf als Konzepttrainer? (Hört sich an, als hätten alle anderen kein Konzept.) Ich denke, es ist ganz einfach: Sie können in Ruhe arbeiten. Konzeptlos sind in den oben genannten Vereinen mit „Trainerproblemen“ vor allem die Vereinsvorstände respektive die Aufsichtsräte.

Uli Hoeneß, Rummenigge, Tönnies, Dieter Hoeneß oder der Chaos-HSV, ihnen allein ist vor allem eines gemein: Die schlechte Angewohnheit, jedem Trainer ständig in die Arbeit zu reden und für Unruhe zu sorgen. Denn vergleiche mal Dortmund, Leverkusen, Hannover, Mainz, Nürnberg, Freiburg. In sechs Vereinen unter den Top-7 können die Trainer in Ruhe arbeiten und müssen sich nicht ständig mit Vorstandsquerulanten herumärgern. Mit Erfolg.

Die Ergebnisse des 26. Spieltags:
1. FC Köln – Hannover 96 4:0
Bayern München – Hamburger SV 6:0
FC Schalke 04 – Eintracht Frankfurt 2:1
VfL Wolfsburg – 1. FC Nürnberg 1:2
1899 Hoffenheim – Borussia Dortmund 1:0
1. FC Kaiserslautern – SC Freiburg 2:1
Werder Bremen – Borussia Mönchengladbach 1:1
1. FSV Mainz 05 – Bayer Leverkusen 0:1
FC St. Pauli – VfB Stuttgart 1:2

Tabelle:
1 Borussia Dortmund 61 P
2 Bayer Leverkusen 52 P
3 Hannover 96 47 P
4 Bayern München 45 P
5 1. FSV Mainz 05 43 P
6 1. FC Nürnberg 42 P
7 SC Freiburg 37 P
8 Hamburger SV 37 P
9 1899 Hoffenheim 36 P
10 FC Schalke 04 33 P
11 1. FC Köln 32 P
12 Werder Bremen 29 P
13 VfB Stuttgart 28 P
14 1. FC Kaiserslautern 28 P
15 Eintracht Frankfurt 28 P
16 FC St. Pauli 28 P
17 VfL Wolfsburg 26 P
18 Borussia Mönchengladbach 23 P

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