Wer mit wem in der neuen Saison?

Man sollte ja meinen, vier Spieltage vor Saisonende würden sich die Mannschaften der Fußball-Bundesliga voll auf das Erreichen ihrer Ziele, auf Titelentscheidung und Abstiegskampf konzentrieren. Doch weit gefehlt. Stattdessen wird ein munteres „Trainerwechseldich“-Spiel angezettelt. Spielorte sind Wolfsburg, München, Hoffenheim und Schalke. Mutmaßungen und Hypothesen sind die Gesprächsthemen, fußballerische Fakten und Ergebnisse stehen im Hintergrund.

Beispiel Wolfsburg: Der VfL steht souverän auf Tabellenplatz 1. Die erste Meisterschaft in der Vereinsgeschichte ist greifbar. Herbstmeister Hoffenheim wurde gerade 4:0 weggehauen. Immer mehr Verfolger verlieren an Boden (Berlin, Stuttgart, Hamburg). Und der Trainer Felix Magath? Streitet im Hintergrund um noch mehr Geld und noch mehr Einfluss, bereitet heimlich seinen Abschied Richtung Schalke vor, nährt so Spekulationen und steht in Wolfsburg vor dem Rausschmiss. Auch Schalke zeigt sich ob der Trainerdiskussion nicht beflügelt und verliert das Heimspiel gegen Leverkusen 1:2.

Beispiel München: Die Bayern machten ja schon letzte Woche „Tabula Rasa“. Jürgen Klinsmann vor die Tür gesetzt, Jupp Heynckes als Hoffnungsträger verpflichtet, der nun den Champions League-Platz sichern soll. Plötzlich sieht man in München schon „einen europaweiten Trend, auf erfahrene Trainerpersönlichkeiten zu setzen“ (Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge) und möchte Louis van Gaal aus Alkmaar verpflichten. Der flog vor Jahren in Barcelona raus, weil er die Nachwuchsabteilung vernachlässigte. Und dort lässt nun ein 38-jähriger Novize namens Guardiola den schönsten Fußball des Kontinents spielen. Ach ja, Bayern gewann gegen Möchengladbach mühsam 2:1. Das hätte Klinsmann auch geschafft. Doch der ist möglicherweise schon auf dem Weg zu einer neuen Anstellung…

Beispiel Hoffenheim: Wie war das schön. Wie Phoenix hinaufgestiegen aus der zweiten Liga bis in den Siebten Himmel namens Herbstmeisterschaft. Vom kleinen Provinzaschenputtel zur strahlenden Bundesligaprinzessin. Und jetzt? Schlechteste Rückrundenmannschaft. 0:4 in Wolfsburg. Die Spieler überfordert, der Trainer stänkert, der Mäzen vergrätzt. Trainer Ralf Rangnick lässt via Presse verlauten, er könne sich nicht mit Mittelmaß identifizieren und fordert zehn Millionen Euro für Neuverpflichtungen. „Ich lasse mich nicht erpressen!“, schallte es daraufhin von Milliardär Dietmar Hopp. Und schon ist die Verbindung gezogen zu Jürgen Klinsmann. Der ist nämlich ein guter Bekannter von Hopp. Da werden zehn Millionen aber nicht reichen. Die kassiert mit Sicherheit allein schon der geschäftstüchtige Ex-Bayerntrainer.

In anderen Vereinen sind es weniger die Führungsriegen als vielmehr die Fans, die für Nebenkriegsschauplätze sorgen. Frankfurt und die Anti-Funkel-Stimmung als Stichwort. Oder Bochum zum Beispiel. Dort schreien die Anhänger lieber Trainer Marcel Koller und seine Spieler nieder als die Mannschaft im schwierigen Abstiegskampf zu unterstützen. Nach der 0:2-Niederlage gegen Hannover steht Bochum noch zwei Punkte vor dem Relegationsplatz. Demnächst folgt wieder der obligatorische Sitzstreik vor dem Mannschaftsbus. Wird gerne nach verlorenen Auswärtsspielen medienwirksam inszeniert. Wahlweise mit den Schlachtrufen „Scheiß Millionäre!“ oder „Wir haben die Schnauze voll!“. Mein Tipp: Beim nächsten Spiel in Berlin ist es für Bochum so weit.

StR

Die Ergebnisse des 30. Spieltags im Überblick:

VfL Bochum  -  Hannover 96 0:2
Arminia Bielefeld  -  VfB Stuttgart 2:2
FC Schalke 04  -  Bayer Leverkusen 1:2
Eintracht Frankfurt  -  Borussia Dortmund 0:2  
Karlsruher SC  -  Energie Cottbus 0:0 
Bayern München  -  Borussia Mönchengladbach 2:1  
VfL Wolfsburg  -  1899 Hoffenheim 4:0  
1. FC Köln  -  Werder Bremen 1:0   
Hamburger SV  -  Hertha BSC Berlin 1:1  

Tabelle:

1 VfL Wolfsburg     60 P
2 Bayern München   57 P
3 Hertha BSC Berlin     56 P
4 VfB Stuttgart   55 P
5 Hamburger SV     55 P
6 Borussia Dortmund     52 P
7 FC Schalke 04      49 P
8 Bayer Leverkusen    45 P
9 1899 Hoffenheim   45 P
10 Werder Bremen    39 P
11 1. FC Köln   35 P
12 Hannover 96    35 P
13 Eintracht Frankfurt     32 P
14 VfL Bochum    28 P
15 Energie Cottbus    27 P
16 Arminia Bielefeld     26 P
17 Borussia Mönchengladbach    24 P
18 Karlsruher SC    23 P

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Stuttgart drängt nach oben, Klinsmann geht nach Hause

Am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga ist der Kandidatenkreis für die Meisterschaft auf fünf Teams angewachsen. Eines davon hat spektakulär den Trainer gewechselt

Am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga ist der Kandidatenkreis für die Meisterschaft auf fünf Teams angewachsen. Während der VfL Wolfsburg, Bayern München und der Hamburger SV patzten, gewannen Hertha BSC Berlin und der VfB Stuttgart ihre Spiele. Somit liegen nun nur drei Punkte zwischen dem Tabellenersten und -fünften.

Wolfsburg verlor überraschend in Cottbus 0:2, Bayern München musste zu Hause gegen Schalke eine 0:1-Niederlage quittieren. Schlecht sah der HSV in Dortmund aus. Das 0:2 zeigte deutlich, dass der HSV der Dreifachbelastung aus Meisterschaft, Uefa-Cup und DFB-Pokal Tribut zollen musste.

Für Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann war die 0:1-Niederlage gegen Schalke genau eine zuviel. Bereits in DFB-Pokal und Champions League krachend rausgeflogen, war der Gewinn der Meisterschaft der letzte Rettungsanker für Klinsmanns Job. Doch Anspruch und Wirklichkeit klafften weit auseinander. Einerseits stand da Klinsmanns Aussage vom Saisonbeginn, jeden Spieler jeden Tag ein bisschen besser machen zu wollen. Andererseits verrieten schwache Auftritte wie das 1:0 in Bielefeld oder das 0:1 gegen Schalke das Gegenteil. Bayern München versteht sich als der Krösus der Liga. Bei den Bayern gibt es riesige Ansprüche und ein Führungsgremium, das aus ehemaligen Weltklassespielern besteht. Hier muss der Trainer seine Motivationsreden mit Substanz füllen und hervorragende Ergebnisse auf dem Platz abliefern. Klinsmann und seine Truppe konnten das nicht. Und dann fliegt immer zuerst der Trainer. Ob gerechtfertigt oder nicht – Klinsmann blieb hinter seiner selbstgeschürten Erwartungshaltung weit zurück. Bayern ist derzeit nicht mehr als ein ganz normaler Bundesligaklub. Und so was können die Bosse nicht durchgehen lassen. Sonntagmorgen zogen sie einen Schlussstrich.

Nachfolger wird Jupp Heynckes – als Platzhalter bis zum Ende der Saison. Bis ein neuer Zampano gefunden worden ist. Heynckes war zwischen 1987 und 1991 Bayern-Trainer. Seinen größten Erfolg feierte er 1998 mit dem Gewinn der Champions League mit Real Madrid. Als hochdekorierter Trainer kam er danach in die Bundesliga zurück, scheiterte aber bei seinen Engagements bei Schalke 04 und in Mönchengladbach.

Zurück zum 29. Spieltag: Gewinner war zum einen Hertha BSC Berlin. Die Berliner schienen zwischendurch aus dem Titelrennen ausgeschieden, konnten sich mit knappen Siegen zuletzt gegen Bremen (2:1) und nun in Hoffenheim (1:0) aber wieder nach vorne schieben. Zum anderen ist der VfB Stuttgart die Mannschaft der Stunde. Nach der Übernahme des Traineramtes durch Markus Babbel im November, Europameister von 1996 und unter anderem bei Bayern München und dem FC Liverpool aktiv, startete der VfB eine beeindruckende Aufholjagd Richtung Tabellenspitze. 15 Spiele in der Bundesliga hat Babbel mittlerweile betreut. Davon wurden elf gewonnen, zuletzt am Wochenende gegen Frankfurt 2:0, drei unentschieden gespielt und nur eines verloren. Geht es in diesem Stil weiter, heißt der neue Meister urplötzlich VfB Stuttgart.

Am Tabellenende wehren sich die Kleinen. Cottbus hat sich durch seinen Sieg gegen Wolfsburg Luft verschafft, Karlsruhe gewann 1:0 in Leverkusen. Kurios das Siegtor: Eine Grätsche von Verteidiger Langkamp im Mittelkreis ließ den Ball 40 Meter weit über Leverkusen Torhüter Rene Adler ins Tor fliegen. Glück muss man eben haben. Unten wie oben. Gegen den Abstieg und für die Meisterschaft. Und als Bayern-Trainer sowieso.

StR

Die Ergebnisse des 29. Spieltags im Überblick:

1899 Hoffenheim  -  Hertha BSC Berlin 0:1
Bayern München  -  FC Schalke 04 0:1
Borussia Dortmund  -  Hamburger SV 2:0
VfB Stuttgart  -  Eintracht Frankfurt 2:0
Bayer Leverkusen  -  Karlsruher SC 0:1
Werder Bremen  -  VfL Bochum 3:2 
Hannover 96  -  1. FC Köln 2:1
Energie Cottbus  -  VfL Wolfsburg 2:0 
Borussia Mönchengladbach  -  Arminia Bielefeld 1:1 

Tabelle

1 VfL Wolfsburg    57 P
2 Hertha BSC Berlin     55 P
3 Bayern München   54 P
4 VfB Stuttgart   54 P
5 Hamburger SV    54 P
6 FC Schalke 04   49 P
7 Borussia Dortmund    49 P
8 1899 Hoffenheim   45 P
9 Bayer Leverkusen   42 P
10 Werder Bremen     39 P
11 Eintracht Frankfurt   32 P
12 1. FC Köln 32 P
13 Hannover 96     32 P
14 VfL Bochum    28 P
15 Energie Cottbus   26 P
16 Arminia Bielefeld     25 P
17 Borussia Mönchengladbach 24 P
18 Karlsruher SC     22 P

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Der Schalker Alptraum: Kahn und Matthäus

Schalke sucht einen Manager. Heißt der bald Oliver Kahn? Aber Schalke sucht vielleicht bald auch einen neuen Trainer. Was macht eigentlich der allzeit bereite Lothar Matthäus?

Der 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga könnte einen Wechsel an der Tabellenspitze eingeleitet haben. Tabellenführer Hertha BSC Berlin verlor sein Spiel in Stuttgart mit 0:2. Die Verfolger Bayern München, VfL Wolfsburg und Hamburger SV andererseits gewannen ihre Partien und liegen jetzt nur noch einen Punkt hinter Hertha.

Die Bayern mühten sich zu einem quälenden 1:0-Sieg über das Tabellenschlusslicht Karlsruher SC. Der VfL Wolfsburg hingegen gewann beeindruckend 3:0 in Bielefeld. Und der Hamburger SV setzte sich beim FC Schalke 04 mit 2:1 durch.

Überhaupt Schalke. Der Traditionsverein beherrscht seit der letzten Woche die Schlagzeilen. Seit bekannt ist, dass der Club mit Oliver Kahn als neuem Manager verhandelt. Die Schalker hatten Andreas Müller entlassen und damit eine Spekulationswelle um die Besetzung des attraktiven Bundesligapostens beim kriselnden Tabellenachten losgetreten. Der Name Oliver Kahn ist dabei natürlich mit dem größten Emotionspotential beladen, hat doch wahrscheinlich jeder fußballinteressierte Deutsche seine ganz persönliche Meinung zu dem ehemaligen Torwarttitan. Sicher ein Mann mit großem Ehrgeiz und beachtlichen sportlichen Erfolgen. Allerdings auch die Verkörperung all dessen, was für jeden Fußballzuschauer ganz individuell „Bayern München“ bedeutet und völlig unerfahren in der Managerarbeit.

Dass ausgerechnet Oliver Kahn in einem Verein Manager werden soll, der eigentlich großer Konkurrent von Bayern sein möchte, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Außerdem verwundert dieses personelle Planspiel, galt doch Kahn bislang als designierter Nachfolger von Uli Hoeneß auf den Managerposten beim FC Bayern.

In jedem Fall wird das Thema noch eine Weile die sportlich interessierte Öffentlichkeit beschäftigen. Vielleicht läuft es gar auf eine Tandemlösung hinaus, denn Schalkes Trainer Fred Rutten steht nach der bislang mäßigen Saison und der Niederlage gegen den HSV stark unter Druck. Seine Ablösung wird heiß diskutiert. Und dann würden ja zwei Toppositionen bei Schalke frei. Manager und Trainer. Der eine wäre Oliver Kahn. Und der zweite? Was macht eigentlich Lothar Matthäus? Der Schalker Alptraum würde war.

StR

Die Ergebnisse des 25. Spieltags im Überblick:

Borussia Mönchengladbach  -  VfL Bochum 0:1 
Borussia Dortmund  -  Werder Bremen 1:0   
Arminia Bielefeld  -  VfL Wolfsburg 0:3 
1899 Hoffenheim  -  Hannover 96 2:2   
Bayer Leverkusen  -  Eintracht Frankfurt 1:1  
VfB Stuttgart  -  Hertha BSC Berlin 2:0 
Bayern München  -  Karlsruher SC 1:0 
Energie Cottbus  -  1. FC Köln 0:2 
FC Schalke 04  -  Hamburger SV 1:2 

Tabelle

1 Hertha BSC Berlin     49 P
2 Bayern München   48 P
3 VfL Wolfsburg      48 P
4 Hamburger SV     48 P
5 1899 Hoffenheim   44 P
6 VfB Stuttgart     42 P
7 Bayer Leverkusen    38 P
8 FC Schalke 04     37 P
9 Borussia Dortmund  37 P
10 Werder Bremen    32 P
11 1. FC Köln   32 P
12 Eintracht Frankfurt    26 P
13 Hannover 96    26 P
14 VfL Bochum   25 P
15 Arminia Bielefeld     24 P
16 Borussia Mönchengladbach   22 P
17 Energie Cottbus     20 P
18 Karlsruher SC   17 P

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Dortmund würde so gerne vor Schalke stehen

Oben Kampf um die Meisterschaft, unten Kampf gegen den Abstieg. Und dazwischen? Borussia Dortmund

Nach dem 24. Spieltag der Fußball-Bundesliga lässt die Tabelle noch immer Hertha BSC Berlin von der Meisterschaft träumen, gefolgt von Bayern München, wolfsburg und Hamburg. Am Tabellenende hofft Mönchengladbach nach einem famosen 4:2-Auswärtssieg beim Erzrivalen Köln auf den Klassenerhalt. Frankfurt, Hannover, Bielefeld, Bochum, Cottbus und der Karlsruher SC kämpfen ebenfalls gegen den Abstieg. Doch was tut sich eigentlich dazwischen? Wer steht im Tabellenmittelfeld? Auf wen sind die Scheinwerfer der Aufmerksamkeit nicht gelenkt?

Zufrieden mit der Platzierung auf Rang 11 ist sicherlich der 1. FC Köln. Als Aufsteiger sollte es dem FC gelingen, die letzten nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Nicht zufrieden können im Moment Leverkusen (7.), Schalke (8.) und Bremen (10.) sein. Doch Leverkusen und Schalke haben mit einer guten Serie noch Chancen auf eine Uefa-Cup-Platzierung. Bremen hat mit dem Uefa-Cup-Achtel- und dem DFB-Pokal-Halbfinale immerhin noch zwei Eisen in anderen Wettbewerben im Feuer. Ganz grau ist allerdings die Lage in Dortmund.

Die Borussia steht auf Rang 9 und “Stehen” ist der richtige Ausdruck. Denn was Dortmund zeigt ist Mittelmaß. Selbst in einem ordentlichen Spiel mit einer zweimaligen Zwei-Tore-Führung wie am letzten Samstag in Hannover (am Ende 4:4) schaffen es die Gelbschwarzen, den Gegner so stark zu machen, dass er noch zum Ausgleich kommt. Dabei begann die Saison so hoffnungsvoll.

Mit Jürgen Klopp wurde ein Coach verpflichtet, der Aufbruchstimmung verbreitete. “Junger Wilder” wird gerne mit ihm in Verbindung gebracht. Jung? Na ja. Wild? Auf jeden Fall. Man muss nur mal seine Spielbetreuung über 90 Minuten verfolgen. Zu Klopp kamen neue Gesichter wie Subotic oder Hajnal. Zweitligaprofis, die sich in Dortmund in der ersten Liga beweisen wollten. Und gestandene Spieler wie Valdez, Frei und Kehl sollten durch Klopp einen neuen Schub erhalten. Das klappte zu Anfang auch gut. 29 Punkte und Platz 6 ließen nach der Vorrunde vom internationalen Geschäft träumen. Dazu vor dem Ruhrrivalen Schalke in der Tabelle. Die Zukunft leuchtete rosarot. Doch in der Rückrunde kam der Abfall. Die Mannschaft hatte am oberen Limit ihrer Möglichkeiten gespielt.

Dortmund ist das zweitschlechteste Team der Rückrunde. Nur der Tabellenletzte Karlsruhe ist noch schwächer. Das liegt am Verramschen auch bester Torchancen. Selbst bei einem 4:4 wie am letzten Wochenende lassen die Stürmer Valdez, Frei und Zidan noch Möglichkeiten in Hülle und Fülle aus. Auch aus dem Mittelfeld kommt zu wenig Unterstützung. Inspiration und Entschlossenheit fehlen. Hajnal gelangen in der Rückrunde nur noch zwei Torvorlagen, Kollege Tinga bleibt hier ganz außen vor. Allein Florian Kringe konnte sich wenigstens gegen Hannover mit zwei Toren in Szene setzen, aber auch eben erst das erste Mal in der Rückrunde. Die Abwehr, in der Vorrunde noch für stolze neun Treffer verantwortlich, hat seither Ladehemmung. Wenn dann noch der Senkrechtstarter der Hinrunde Subotic im Abwehrverhalten patzt wie am Samstag und einen Elfmeter verschuldet, bleibt eben nur ein Punkt aus einem Auswärtsspiel.

Zu wenig für große Träume und wohl auch zu wenig, um am Ende in der Tabelle vor Schalke zu stehen. Dem wichtigsten Ziel im Ruhrpott.

StR

Die Ergebnisse des 24. Spieltags im Überblick:

VfL Wolfsburg  -  FC Schalke 04 4:3  
VfL Bochum  -  Bayern München 0:3 
Hertha BSC  -  Bayer Leverkusen 1:0   
Hannover 96  -  Borussia Dortmund 4:4  
Karlsruher SC  -  Arminia Bielefeld 0:1  
1. FC Köln  -  Borussia Mönchengladbach 2:4   
Eintracht Frankfurt  -  1899 Hoffenheim 1:1   
Werder Bremen  -  VfB Stuttgart 4:0   
Hamburger SV  -  Energie Cottbus 2:0   

Tabelle

1 Hertha BSC Berlin     49 P
2 Bayern München   45 P
3 VfL Wolfsburg    45 P
4 Hamburger SV     45 P
5 1899 Hoffenheim   43 P
6 VfB Stuttgart    39 P
7 Bayer Leverkusen     37 P
8 FC Schalke 04    37 P
9 Borussia Dortmund    34 P
10 Werder Bremen     32 P
11 1. FC Köln   29 P
12 Eintracht Frankfurt     25 P
13 Hannover 96     25 P
14 Arminia Bielefeld     24 P
15 VfL Bochum     22 P
16 Borussia Mönchengladbach   22 P
17 Energie Cottbus   20 P
18 Karlsruher SC     17 P

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Berlin take a four point lead in the Bundesliga

Flicking through the papers you might be forgiven for thinking it’s April Fools Day: Michael Jackson is doing a concert comeback series and Hertha BSC Berlin are four points clear at the top of the Bundesliga. If you had made either prediction at the beginning of the season you’d have been a good candidate for a tight-fitting white jacket. Yet whereas the King of Pop topped the charts less than two decades ago and an avoiding bankruptcy comeback attempt was actually imaginable – Berlin topping and even winning the league never even entered the realms of consciousness.

Hertha BSC finished 10th last season and 10th the season before. Last time Berlin won the championship Jacko hadn’t even been born and Berlin’s famous currywurst had yet to be invented. Even a raving optimist would have struggled to put his team down for UEFA Cup qualification, let alone the championship. Berlin have only ever spent 13 match days at the top of the Bundesliga in their entire history, three of which have come this season.

Yet the chance of Berlin winning their first title since 1931 suddenly looks like a distinct possibility. Berlin have opened up a four-point gap at the top and are looking good. And their loan signing Andrey Voronin is looking even better.

The blonde pony-tailed Ukrainian striker scored a hattrick to help his team win 3-1 away against Energie Cottbus. Shunned by Liverpool, he is fast becoming hot property. With seven goals in his last five league appearances, including both goals in a 2-1 win against Bayern Munich, he is on an impressive run.

His hattrick on Saturday was a one-man virtuoso performance. 0-1 behind and struggling he equalized with a header, before scoring his second just before half time. But he had saved his best for last: Voronin received the ball with plenty of space on the left wing and began his run. He cut inside dashing across the penalty box, as he escaped two defenders and one sliding tackle. Then he darted into the box cutting inside to beat a third defender and cut back out to the right to take out the fourth Cottbus player. The Ukrainian finished off the move with a low right foot drive across the face of goal.

A few minutes later the Berlin team had gathered at the center circle and began dancing and celebrating. Even Berlin manager Dieter Hoeneß was dragged in to join in the fun. “One could see he hasn’t done that for a while,” said defender Josip Simunic, who is no stranger to discos himself. Berlin’s Swiss coach Favre indicated that he might know have a few more dance moves stating “I like to dance too.”

Chasing Berlin

Following their mid-week exit from the cup at the hands of Bayer Leverkusen and fifth place position in the league, Bayern Munich were under considerable pressure to beat Hannover 96 at home. But they responded in style landing a 5-1 home win. A rare Lukas Podolski start produced a goal, as he scored one of four headed Bayern goals.

Meanwhile Hoffenheim hosted Bremen at home. After Werder Bremen’s thrilling 5-4 win in the first half of the season, this was expected to be a goal-fest. And it should have been. Bremen’s on-loan striker Sanogo hit the post three times for Hoffenheim, Claudio Pizzaro missed a couple of sitters for Bremen and countless other chances were squandered by both sides. The match finished a 0-0 draw with Hoffenheim climbing back into second position, while Bremen are stranded in 11th.

Hamburg had lost 3-1 at home to Wolfsburg the previous week and were expected to bounce back against bottom of the table Mönchengladbach. Yet German international Marko Marin put in a brilliant performance to lead his team to a surprise 4-1 home win and to lift them off the bottom spot.

That position is now occupied by Karlsruhe SC, who despite playing well, lost 1-0 to VfL Wolfburg away. Wolfburg are the best team in the second half of the season and are one of four teams poised within striking range of Berlin on 42 points.

Who’s bad?

Bayer Leverkusen had beaten Bayern in the cup and offered a glimmer of hope to their fans, that they could perhaps haul themselves back into the title race. Yet a 1-1 home draw against Bochum buried any remaining hopes. Meanwhile in the other Sunday match the home fans at Bielefeld were not much happier, as their team played out a boring 0-0 draw against Eintracht Frankfurt.

Schalke fans were not a happy bunch either. Although their team beat 1 FC. Köln 1-0, it was far from a spectacular performance and calls for the manager’s ahead along with a cacophony of jeers and whistles reigned down from the stands. Schalke are 8th and out of all cup competitions. News of manager Andreas Müller’s sacking came as no surprise today, but fans are surely asking how long their coach Fred Rütten will survive?

AH

Results

FC Schalke 04 – 1. FC Köln 1:0
1899 Hoffenheim – Werder Bremen 0:0
Borussia Mönchengladbach – Hamburger SV 4:1
Bayern München – Hannover 96 5:1
Energie Cottbus – Hertha BSC Berlin 1:3
VfL Wolfsburg – Karlsruher SC 1:0
VfB Stuttgart – Borussia Dortmund 2:1
Arminia Bielefeld  -  Eintracht Frankfurt 0:0
Bayer Leverkusen  -  VfL Bochum 1:1

Table

1 Hertha BSC Berlin      46 P
2 Bayern München      42 P
2 1899 Hoffenheim       42 P
4 VfL Wolfsburg       42 P
5 Hamburger SV        42 P
6 VfB Stuttgart      39 P
7 Bayer Leverkusen     37 P
8 FC Schalke 04     37 P
9 Borussia Dortmund     33 P
10 Werder Bremen    29 P
11 1. FC Köln   29 P
12 Eintracht Frankfurt    24 P
13 Hannover 96    24 P
14 VfL Bochum     22 P
15 Arminia Bielefeld    21 P
16 Energie Cottbus     20 P
17 Borussia Mönchengladbach   19 P
18 Karlsruher SC     17 P

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